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Ehrenamtliche machen Stärke des SV Strücklingen seit 75 Jahren aus

Der Verein hätte in diesen Tagen sein Jubiläum feiern wollen, doch die Pandemie hat die Sportler ausgebremst. Nun hoffen sie auf den Sommer oder Frühherbst.

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Haben neue Sportangebote anschoben: Vorsitzender Peter Hermes (von links) mit Corinna Beckmann, Carina Reens und Martin Rosenbaum von der Arbeitsgruppe freuen sich über die Resonanz, wurde aber von Corona wieder ausgebremst.   Foto: Hellmann

Haben neue Sportangebote anschoben: Vorsitzender Peter Hermes (von links) mit Corinna Beckmann, Carina Reens und Martin Rosenbaum von der Arbeitsgruppe freuen sich über die Resonanz, wurde aber von Corona wieder ausgebremst.   Foto: Hellmann

75 Jahre Sportverein Strücklingen: Eigentlich hätte der Verein sein Jubiläum am Gründungstag, 13. März, feiern wollen, aber die Corona-Pandemie hat auch die Strücklinger Sportler ausgebremst. „Wir müssen unsere geplante Jubiläumsfeier corona­bedingt verschieben. Ich hoffe jedoch, dass wir unsere Jubiläumsfeier dann im Sommer oder aber im Frühherbst nachholen können“, stellt der Vorsitzende Peter Hermes mit Bedauern fest.

Verein wurde am 13. März 1946 gegründet

Wenngleich auch vor dem Krieg in Strücklingen Fußball gespielt wurde, nahm die Gründung des Sportvereins erst im Winter 1945/46 konkrete Züge an. „Am 13. März 1946 war es dann soweit: Der Sportverein, der SV Strücklingen, wurde aus der Taufe gehoben. Erster Vorsitzender wurde damals Friseurmeister Heinrich Reiners“, erinnert Peter Hermes und verweist darauf, dass 75 Jahre Sportverein auch ein Stück harter Arbeit bedeuten. Die Anfänge seien gerade in der entbehrungsreichen Zeit nach dem Krieg schwer gewesen. Es mussten Trikots, Fußballschuhe und Bälle beschafft werden – kein einfaches Unterfangen.

Auch die Platzfrage bereitete Schwierigkeiten. Zunächst wurde auf dem Sportplatz des Elisabethfehner Turnvereins gespielt, später konnte dann der Platz am Kirchweg genutzt werden. Die meisten Fahrten zu den Auswärtsspielen wurden damals mit dem Fahrrad – diese oftmals in jämmerlichen Zustand – zurückgelegt. Und wenn weitere Fahrten anstanden, wurden auch schon mal von Pferden gezogene Milchwagen oder Trecker eingesetzt.

„Die Nachwuchs- und Jugendarbeit bildet einen besonderen Schwerpunkt.“
Vorsitzender Peter Hermes

Heute ist der SV gut aufgestellt und zählt rund 550 Mitglieder in den Sparten Herren- und Jugendfußball, Tennis, Tischtennis, Aerobic, Damen-Gymnastik, Volleyball und Pilates. Unter dem Motto „Auf zu neuen Wegen – Auf zum SV der ganzen Familie und aller Generationen“ hat der Sportverein im vergangenen Jahr in der Dorfgemeinschaft eine Umfrage gestartet, um sein Sportangebot zu optimieren. Nach der Auswertung seien Nordic-Walking, Rückenschule, Gymnastik 60 plus, Lauftreff für Anfänger, Yoga-Kurse, Boden- und Geräteturnen für Kinder sowie Radfahren hinzu gekommen, listet Hermes auf, leider sei alles kurz nach dem Start durch Corona wieder ausgebremst worden.

„Die ehrenamtliche Arbeit ist die Stärke unseres Sportvereins und die Sportanlagen sind mit Recht unser ganzer Stolz“, der größte Teil sei in ehrenamtlicher Arbeit erstellt worden, informiert der Vorsitzende. Erst in den vergangenen Monaten seien die Zaunanlage erneuert und ein neues Gerätehaus gebaut worden. Um sportlich weiter erfolgreich zu sein, bilde die Nachwuchs- und Jugendarbeit einen besonderen Schwerpunkt.

Ein dickes Lob zollt der Vorsitzende dem Jugendvorstand mit seinem Vorsitzenden Christian Schnau und dessen Stellvertreter Timo Geesen sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern Wolfgang Neitzel, Martin Rosenbaum und Thomas Schlump, die sich nicht nur um den vereinseigenen Nachwuchs, sondern ebenfalls um die Jugendspielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen Ramsloh und Scharrel kümmern. Sie würden dem Hauptvorstand eine große Menge Arbeit abnehmen.

Zum Jubiläum ist eine Festschrift geplant

Froh ist Peter Hermes, dass der SV im Herrenbereich mit insgesamt 5 Mannschaften – der 1. bis 3. Herrenmannschaft, den Alte Herren und der Altliga – an den Start geht. „Wir haben uns um unsere eigenen Spieler immer gekümmert und so fühlen sich viele dem SV verpflichtet. Diese Verbundenheit zeigt sich aber auch bei Arbeiten an der Sportanlage, wo bis zu 40 Helfer vor Ort sind und bei der Pflege Hand mit anlegen“, so Hermes.

Zum 75-jährigen Bestehen möchte der SV eine Festschrift erstellen. Das Redaktionsteam mit Walter Gier, Klaus Garske, Heinrich Cordes, Thomas Schlump, Maria Klumps und Christina Geesen plant eine über 100-seitige Festzeitschrift, um die Vereinsgeschichte für kommende Generationen festzuhalten. Die Festzeitschrift soll bis zum Frühsommer in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt werden.

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