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DRK-Bereitschaft Löningen ist zu Gast im St.-Johannes-Kindergarten Evenkamp

Nicole und Josef Völker schulen die Kita-Kinder. Die wiederum "verarzten" Teddybär "Tom".

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Leisten Erste Hilfe: Josef und Nicole Völker (rechts) "behandeln" den Patienten Teddybär "Tom". Foto: Wienken

Leisten Erste Hilfe: Josef und Nicole Völker (rechts) "behandeln" den Patienten Teddybär "Tom". Foto: Wienken

Teddybär "Tom" hat Schmerzen. Nun gilt es, schnell zu handeln und seine Verletzungen richtig zu versorgen. Wie das funktioniert, haben Josef und Nicole Völker von der DRK-Bereitschaft Löningen (Deutsches Rotes Kreuz) den Jungen und Mädchen des Kindergartens St. Johannes Evenkamp gezeigt. Auch die Kleinen aus der Krippe konnten sich bereits ein Bild von der Arbeit der Rettungskräfte machen, denn: Früh übt sich.

„Es ist wichtig, die Kinder schon in jungen Jahren für Notfälle zu sensibilisieren. Dann wissen sie am besten, wie man sich in brenzligen Situationen verhält und haben keine Scheu, etwas falsch zu machen“, erklärt Nicole Völker. Ihre Tochter Laura besucht ebenfalls die Krippe in Evenkamp. Keine Berührungsängste zu haben und einen kühlen Kopf zu bewahren, könne im Ernstfall Leben retten, insbesondere, wenn es mal schnell gehen müsse. Völker selbst arbeitet hauptamtlich als Ärztin im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück.

Während ihres Studiums in Hannover engagierte sich Nicole Völker für das Teddybär-Krankenhaus. Dabei handelt es sich um eine Projektgruppe von Medizinstudenten der Medizinischen Hochschule Hannover. Das Ziel der Gruppe sei es, Kindern spielerisch die Angst vor dem Arztbesuch zu nehmen, so Völker. Dabei schlüpfen die Kleinen in die Perspektive eines Elternteils und erleben, wie das Kuscheltier von den „Teddy-Docs“ untersucht wird. Dem gleichen Erklär-Modell folgten Josef und Nicole Völker beim Besuch im St.-Johannes-Kindergarten, um die Jungen und Mädchen zu kleinen Erst-Helfern zu machen.

Alle Gruppen haben im Vorfeld einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert

Die Kinder waren mit viel Eifer und Neugier bei der Sache. Besondere Aufmerksamkeit zog beispielsweise die Blutdruckmessung auf sich. Bei den Kleinen gab es besonders zufriedene Gesichter, wenn ihr Wert mindestens bei 100 lag. Sie hatten nämlich gelernt, dass sie damit im Normalbereich liegen. Außerdem zeigten Josef und Nicole Völker den Kindern, wie man die Sauerstoffsättigung im Blut misst, wozu eigentlich ein Stethoskop gebraucht wird und was überhaupt alles zu finden ist in einem Erste-Hilfe-Notfallrucksack.

Wie ein echter Patient: Josef Völker dreht mit den Kindern eine Runde im Rollstuhl. Foto: WienkenWie ein echter Patient: Josef Völker dreht mit den Kindern eine Runde im Rollstuhl. Foto: Wienken

„Ich bin begeistert, wie toll die Kinder das Angebot angenommen haben“, betont Kita-Leiterin Gisela Schnieders. Im Vorfeld hatten bereits alle Gruppen der Einrichtung einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Daher beherrschten die Jungen und Mädchen schon einige Grundlagen für den Ernstfall, zum Beispiel die stabile Seitenlage oder die Herzdruckmassage, so Schnieders. Durch den Besuch des Roten Kreuzes konnten die Kinder ihr gelerntes Wissen schließlich unter anderem an Teddybär "Tom" in die Praxis umsetzen.

Zum Programm des Besuchs gehörte auch die obligatorische Erkundung des Rettungswagens sowie eine kleine Probefahrt mit dem Rollstuhl. Ein Kind nach dem anderen ließ sich eine Runde lang herumkutschieren. Zum krönenden Abschluss des Besuchs ließen die ehrenamtlichen Helfer kurz das Martinshorn ertönen und schalteten das Blaulicht ein.

Dank der schnellen und besonnenen Hilfe der Kinder befindet sich Teddybär "Tom" nun wieder auf dem Weg der Besserung. Kita-Leiterin Gisela Schnieders sieht ihre Schützlinge daher in Zukunft gut gewappnet für Notfälle aller Art und dankte der DRK-Bereitschaft für die Unterstützung.

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