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Dreimal ist Oldenburger Recht

Meine Woche: Nach einem Jahr im Oldenburger Münsterland dachte ich, ich habe alles gesehen. Doch dann kam mein erster Stoppelmarkt.

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Eine Hessin im Oldenburger Münsterland – so begann vor einem Jahr meine Zeit hier in Südoldenburg. In dieser Zeit habe ich mich eingelebt, Kontakte geknüpft und die Region besser kennengelernt. Doch wer kann schon sagen, er hat das "wahre" Südoldenburg erlebt, wenn er nicht mindestens einmal auf dem Stoppelmarkt gewesen ist? 

6 Tage Sause auf der Westerheide in Vechta. Darüber wurde mir bereits von Beginn an viel berichtet. "Da wirst du die Südoldenburger Mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Zum Stoppelmarkt ticken die Uhren hier anders", erzählten mir Freunde und Kollegen. 

10. August 2022: der Heiligabend in Vechta

Nach diesen ganzen Anspielungen schwappte die Vorfreude auch auf mich über. Ich brauche die volle Stoppelmarkt-Erfahrung, dachte ich mir. Wie es sich gehört, ging es Heiligabend auf die Westerheide. Auch wenn der Markt am Mittwoch noch nicht offiziell eröffnet war, fühlte sich das erste Bier wie ein Startschuss für die nächsten Tage an.

Am Donnerstagmittag auf dem Weg zu Arbeit sind die Straßen wie leer gefegt. Alle bereiten sich vor, alle sind im Stoppelmarkt-Fieber. Kurz vor dem Festumzug dann auf einmal volle Straßen. Mit viel Stimmung und guter Laune geht es offiziell los. 

"Eines kann ich festhalten: Feiern können die Südoldenburger!"Lisa Bernhardt

Bei der Arbeit werden bereits die Pläne für den Abend geschmiedet: Wann geht es los? Wo treffen wir uns? Ich höre Namen wie Linnemann, Brackmann oder Flotte. Ich als Stoppelmarkt-Erstgänger habe natürlich keine Ahnung, wovon hier gerade gesprochen wird. Von einer Orientierung auf dem Marktgelände will ich gar nicht erst anfangen. Mein Orientierungspunkt: das Riesenrad. Das finde ich immer wieder. Von hier aus schlage ich mich durch, bis ich die jeweiligen Zelte gefunden habe. 

Der erste Eindruck am Donnerstagabend: Die Leute sind gut gelaunt, die Stimmung ist ausgelassen und trotz der Marktgröße trifft man immer wieder Bekannte und Freunde. Die nächsten Tage helfen mir, mich besser zu orientieren. Nach einer gewissen Zeit lerne ich sogar die Namen der Zelte. Immer wieder komme ich mit Menschen ins Gespräch und lerne dabei Neues über die Region und ihre Einwohner kennen. 

Gute Laune und ausgelassene Stimmung prägen den Stoppelmarkt

Als ich am Montag das letzte Mal das Festgelände verlasse und auf dem Weg nach Hause bin, fühle ich etwas Wehmut. Die aufregenden Tage sind nun erst mal wieder vorbei. Die Stadt findet in ihren gewohnten Rhythmus zurück. Genau wie ich. Trotz alledem ist es das, was den Stoppelmarkt ausmacht: die Besonderheit, dass er eben nur einmal im Jahr stattfindet. 

Nach meinem ersten Jahr im Oldenburger Münsterland, nun inklusive Stoppelmarkts-Erfahrung, kann ich endlich sagen: Ich bin angekommen. Ich habe bereits viel erlebt und die Region intensiv kennengelernt. Nun bin ich gespannt, was die nächsten Jahre und besonders der nächste Stoppelmarkt mit sich bringen werden. Eines kann ich festhalten: Feiern können die Südoldenburger!


Zur Person:

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