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Dreifaltigkeitskirche wird 50: Altenoyther feiern Weihefest

Über den Standort gab es Anfang der 70er Jahre noch Diskussionen. Die Mehrheit der Altenoyther plädierte damals jedoch für einen Neubau an zentraler Stelle.

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Moderner Bau: Die Dreifaltigkeitskirche am Kellerdamm in Altenoythe wurde vor 50 Jahren eingeweiht. Foto: Wimberg

Moderner Bau: Die Dreifaltigkeitskirche am Kellerdamm in Altenoythe wurde vor 50 Jahren eingeweiht. Foto: Wimberg

Die Kapazitäten der Vitus-Kirche waren schon lange erschöpft, jeder Sitzplatz hätte vor 50 Jahren vermutlich zweimal vergeben werden können. Nicht ohne Grund: Altenoythe hatte sich zunehmend weiterentwickelt und der Kirchgang war damals für die meisten Bewohner noch selbstverständlich.

Im 1000 Jahre alten Gotteshaus konnten jedoch nur wenige das Hochamt angemessen begehen, somit wurde der Ruf nach Veränderungen immer lauter. Anfang der 70er schmiedeten die kirchlichen Vertreter konkrete Pläne und am 28. Mai 1972 fand schließlich die Einweihung der Dreifaltigkeitskirche statt. Ein halbes Jahrhundert später soll nun das Jubiläum gefeiert werden: Der Ortsrat lädt die Bevölkerung zu Gottesdienst und Weihefest am 29. Mai (Sonntag) an den Kellerdamm ein.

Dass der Neubau dort platziert wurde, war nicht sofort klar. Heimatforscher Hermann Reiners erinnerte an die Überlegungen, einen Anbau an die Vitus-Kirche vorzunehmen. Im Ortsteil Hohefeld sprachen sich die Anwohner dafür aus, das Gebäude bei sich an der Riege zu realisieren und organisierten sogar eine Unterschriftenaktion. Der Großteil der Bevölkerung lehnte dieses Begehren allerdings ab und plädierte für einen zentralen Standort nahe Schule und Kindergarten.

Hofstelle wurde für Kirchenneubau umgesiedelt

Unter der Regie von Pfarrer Witte, der seit 1965 im Ort war, sollte es dann auch so kommen. Die Hofstelle der Familie Lüchtenborg wurde umgesiedelt und ein Architektenwettbewerb auf den Weg gebracht. Rund 1 Million Mark waren veranschlagt. Die Finanzierung sicherte die damals noch selbstständige Altenoyther Kirchengemeinde über Grundstücksverkäufe, doch „die Belastung blieb erheblich“, heißt es in der Dorfchronik.

Die Gemeinde entschied sich für einen modernen Bau mit „Zeltcharakter“ und legte 1971 dafür den Grundstein. 650 Besucher finden im geräumigen Innenraum Platz und sehen mit dem Taufbecken das älteste steinerne Zeugnis. Im 11. oder 12. Jahrhundert aus einem Findling gehauen, wurde es bis 1668 in der alten Pfarrkirche für die Sakramentenspendung genutzt. Danach wechselte es in den Pfarrgarten und ging dann für 30 Jahre als Leihgabe ins Museumsdorf Cloppenburg, bevor es 1974 nach Altenoythe zurückkehrte und in der Dreifaltigkeitskirche ebenso wie die Herz-Jesu und die Herz-Mariä-Statuen zu den Kunstschätzen zählt.

Glockenturm ist rund 4 Meter höher als der Kirchturm

Nicht zu vergessen der Glockenturm, der einige Meter vom Gotteshaus entfernt steht. 31,50 Meter hoch überragt er den Turm der Vituskirche um rund 4 Meter und konnte durch eine großzügige private Spende verwirklicht werden.

Ursprünglich hatte der Ortsrat mal das Datum der Grundsteinlegung für die Jubiläumsfeier anvisiert. Da diese Idee 2021 coronabedingt zu den Akten gelegt werden musste, findet nun anlässlich der Einweihung die Veranstaltung statt.

Wie Anna-Maria Cloppenburg mitteilte, beginnt das Jubiläum um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst. Danach schließt sich ein unterhaltsames Weihefest an, „für das wir Vereine und Verbände gewinnen konnten, die für eine bunte Gestaltung sorgen“, dankt sie als Mitglied des Ortsrates für die Unterstützung.

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