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Dorfladen Beverbruch bekommt Geld vom Landkreis und der Gemeinde

"Andere Gemeinden beneiden uns um das Projekt", sagt Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann stolz. Basis ist ein Genossenschaftsmodell. Geöffnet ist der Laden täglich.

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Der Dorfladen Beverbruch hat Lebensmittel des täglichen Bedarfs im Sortiment. An 7 Tagen in der Woche ist das Geschäft geöffnet. Foto: Hahn

Der Dorfladen Beverbruch hat Lebensmittel des täglichen Bedarfs im Sortiment. An 7 Tagen in der Woche ist das Geschäft geöffnet. Foto: Hahn

Seit März klingelt im neuen Dorfladen Beverbruch die Kasse. Ein wirtschaftlicher Verein ist der Träger, gegründet von Bürgerinnen und Bürgern, die eine Einkaufsmöglichkeit vor Ort erhalten wollten. 

Jetzt bekommt das Projekt, das auf einer Art Genossenschaftssystem fußt, eine kräftige Anschubfinanzierung durch die Gemeinde Garrel und den Landkreis Cloppenburg. Der Rat der Gemeinde hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Dorfladen mit einem einmaligen Investitionszuschuss in Höhe von 10.000 Euro zu unterstützen.  Das Geld soll im Haushaltsjahr 2021 ausgezahlt werden.

Die gleiche Summe kommt noch einmal vom Landkreis über das Programm „Demografischer Wandel“. Voraussetzung für die Bewilligung des Landkreis-Zuschusses ist die Kofinanzierung durch die Gemeinde in gleicher Höhe. Die wurde im Rat einstimmig und ohne Diskussion beschlossen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung war der wirtschaftliche Verein von Investitionen in Höhe von 52.400 Euro ausgegangen – auch um Waren einkaufen sowie Löhne und Mieten sichern zu können. Einen weiteren Zuschuss in Höhe von 2.500 Euro hat der Dorfladen aus dem sogenannten „Soestetopf“ des Landkreises erhalten.

"Andere Gemeinden beneiden uns"

Vor der Abstimmung im Rat hatte Bürgermeister Thomas Höffmann dafür geworben, den Zuschuss-Antrag des Dorfladens zu unterstützen. „Hier haben die Beverbrucher selbst etwas auf die Beine gestellt. Das kann ein Leuchtturmprojekt für den ganzen Landkreis sein“, sagte der Verwaltungschef. Aktuell gebe es im Kreis keine andere Kommune, die einen Dorfladen habe. „Hier sehen wir, dass die Dorfgemeinschaft etwas ins Leben gerufen hat. Das muss man honorieren und voranbringen“, warb Höffmann. Der Dorfladen komme in der Bevölkerung sehr gut an. „Für die dörfliche Struktur ist es ein Gewinn. Andere Gemeinden beneiden uns um das Projekt und fragen auch schon an, wie das gelaufen ist.“

Gegenüber der Redaktion hatte Otto König, Vorsitzender des wirtschaftlichen Vereins "Dorfladen Beverbruch" die positive Resonanz der Kunden bereits bestätigt. Die Nachfrage sei "sehr gut".

Ehrenamtliche haben mit angepackt

25 Ehrenamtliche hatten vor der Eröffnung rund 500 Stunden Arbeit in den genossenschaftlich geführten Laden gesteckt. Bis zum 19. Dezember war in den Räumen am Beverbrucher Damm noch der Nahversorger Bert zu finden, der den Betrieb eingestellt hatte. Aus der Dorfgemeinschaft heraus entstand schließlich die Idee, den Laden unter neuer Flagge zu reaktivieren – mit größerem Sortiment und längeren Öffnungszeiten.  Das Projekt Dorfladen lebt vor allem von den Mitgliedern des Trägervereins, die insgesamt rund 250 Anteile am Laden zu je 250 Euro gezeichnet haben. So konnten bislang rund 35.000 Euro in die Modernisierung der 120 Quadratmeter großen Verkaufsfläche investiert werden.

  • Info: Der Dorfladen ist montags bis freitags von 5 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags können Kunden von 6.30 bis 12 Uhr und sonntags von 7.30 bis 11 Uhr einkaufen.

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