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Dorfentwicklung: Jetzt sind die Einwohner von HoKeBü gefragt

Im Dreiländereck wurde in dieser Woche der Plan zur Dorfentwicklung anerkannt. Neben öffentlichen Vorhaben können auch private Projekte gefördert werden.

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Den Anerkennungsbescheid nahmen Bürgermeister Thomas Höffmann (Garrel, links), Wigbert Grotjan (Allgemeiner Vertreter des Cloppenburger Bürgermeisters, rechts) und Emsteks Bürgermeister Michael Fischer (vorne, 2. von rechts) aus den Händen von Dana Neumann vom Amt für regionale Landesentwicklung entgegen. Über dieses Etappenziel freut sich auch Frank Schwerter (Mitte) als Vorsitzender des Dorfvereins. Foto:  Vorwerk

Den Anerkennungsbescheid nahmen Bürgermeister Thomas Höffmann (Garrel, links), Wigbert Grotjan (Allgemeiner Vertreter des Cloppenburger Bürgermeisters, rechts) und Emsteks Bürgermeister Michael Fischer (vorne, 2. von rechts) aus den Händen von Dana Neumann vom Amt für regionale Landesentwicklung entgegen. Über dieses Etappenziel freut sich auch Frank Schwerter (Mitte) als Vorsitzender des Dorfvereins. Foto:  Vorwerk

Ein Berg an Vorarbeiten wurde in den vergangenen fast 4 Jahren im Dreiländereck Hoheging, Kellerhöhe, Bürgermoor geleistet, jetzt können Anträge für einzelne Maßnahmen der Dorfentwicklung gestellt werden. Offiziell wurde die Plananerkennung in dieser Woche den Vertretern der drei beteiligten Kommunen Emstek, Garrel und Cloppenburg übergeben. Die erste Antragsfrist läuft am 30. September ab. Zu diesem Stichtag können auch in den Folgejahren bis 2029 weitere Vorhaben angemeldet werden.

Um die Einwohner zu informieren, ist am 5. September um 18 Uhr eine Bürgerversammlung im Pater-Titus-Haus vorgesehen, doch schon jetzt sollten sich Privatleute Gedanken machen, welche Ideen sie umsetzen wollen. Für die Antragstellung gibt es eine kostenlose Beratung durch ein Büro für Landschaftsplanung. Im baulichen Bereich liegt der Schwerpunkt auf Ortsbild prägende Gebäude. Das geht von der Hülle, wenn Fassade und Dach neu gemacht werden, bis hin zu einer kompletten Umnutzung, wenn aus dem alten Schweinestall Ferienwohnungen werden. "Die Anträge müssen nicht aus dem Ortskern kommen, sie können auch für Außenbereiche gestellt werden", machte Richard Gertken vom "Büro für Landschaftsplanung" deutlich.

Förderbeträge sind gedeckelt

Allerdings sind die Summen gedeckelt. Die Richtlinie dazu wird am 1. August neu veröffentlicht. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Außenhülle mit bis zu 50.000 Euro gefördert wird (maximal 35 Prozent Dorfentwicklung plus 5 Prozent Leader-Förderung) und eine Umnutzung eine Finanzspritze von bis zu 150.000 Euro bekommt. "Es ist auch denkbar, dass auf einer Hofstelle mehrere Maßnahmen umgesetzt werden, die jeweils wieder förderwürdig sind", so Gertken. Wichtig ist in jedem Fall, dass mit den Arbeiten noch nicht begonnen wurde.

In den Beratungsgesprächen wird geklärt, ob die Maßnahme überhaupt den Kriterien der Dorfentwicklung entspricht. Wenn dies geklärt ist, wird ermittelt, wie viele Punkte nach einer vorgegebenen Matrix mit dem Vorhaben generiert werden können. Denn am Ende wird es eine Reihenfolge geben, nach der die Gelder ausgezahlt werden.

Auch im öffentlichen Bereich sollen einige Dinge in Angriff genommen werden. So steht die Sanierung des Pater-Titus-Hauses auf dem Plan, es soll einen Rundweg um den Ort mit Trimm-Dich-Pfad geben, die Folgenutzung des alten Kindergartens wird ein Projekt werden, und außerdem steht die Aufwertung des Fest- beziehungsweise Schützenplatzes auf der Agenda.

Bürger waren in den Entscheidungsprozess eingebunden

Diese Entscheidungen sind nicht im stillen Kämmerlein gefallen. Die Bürger konnten sich an Befragungen beteiligen und eine Bewertung abgeben. "Wir haben Ideen aus verschiedenen Generationen bei mehreren Treffen des Arbeitskreises gesammelt", erklärte bei dem Pressetermin Frank Schwerter als Vorsitzender von Dorfverein und Arbeitskreis. "Jetzt freuen wir uns, dass es konkret wird, und wir haben 7 Jahre Zeit, um viele Dinge anzuschieben. Die Rahmenbedingungen sind gut."

Über den aktuellen Stand wird der Arbeitskreis auf Facebook informieren, es wird aber auch auf den Internetseiten der Kommunen Cloppenburg, Garrel und Emstek laufend aktualisierte Bekanntmachungen geben.

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