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DLRG Holdorf bekommt Unterstützung mit 60 PS

Die Lebensretter am Heidesee haben ein neues Rettungsboot angeschafft. Damit das Gefährt auf allen Gewässern des Landkreises einsetzbar ist, muss es  bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

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Neues Boot für die Wasserrettung: Bootsführer Carsten Weier (links) und Bootsführeranwärter Carsten Deters demonstrieren die Leistungsstärke auf dem Wasser im Notfall. Foto: Vollmer

Neues Boot für die Wasserrettung: Bootsführer Carsten Weier (links) und Bootsführeranwärter Carsten Deters demonstrieren die Leistungsstärke auf dem Wasser im Notfall. Foto: Vollmer

Der kaum zu hörende Heckmotor wühlt das Wasser des Heidesees auf, als Bootsführer Carsten Weiher das neue Rettungsboot der Ortsgruppe Holdorf der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für eine Kontrollfahrt am Anlegesteg in Gang setzt. Ein völlig neues Fahrgefühl vermittelt das 4,60 Meter lange und 2,15 Meter breite schwarz-rote Schlauchboot der Wasserrettung, das seit 4 Wochen einsatzfähig ist. "Nach 12 Jahren war das Vorgängerboot nicht mehr einsatzfähig", erklärt Eike Ohmstede von der DLRG. "Zudem entsprach der 30 Jahre alte Motor nicht mehr den heutigen Umwelt- und Sicherheitsanforderungen", ergänzt der DLRG-Einsatzleiter.

Planungen für Anschaffung begannen 2019

Im Laufe der Saison 2019 haben die Verantwortlichen mit den Planungen für eine Ersatzbeschaffung begonnen, verschiedenste Bootsmodelle angesehen und diverse Anträge auf Bezuschussung gestellt. "Wir haben uns für ein Boot entschieden, das für unsere Aufgaben der allgemeinen Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes im Landkreis Vechta brauchbar ist", so Eike Ohmstede.

Das Boot wird nicht nur auf dem Heidesee eingesetzt, sondern auf allen Gewässern des Landkreises. Es muss transportabel und auch an Uferstellen mit niedrigem Wasserstand einsetzbar sein. "Deshalb fiel die Wahl auf ein stabiles Schlauchboot mit einem Aluminium-Festrumpf. Das ist sehr robust und explizit für den Einsatz im beruflichen Rettungsbereich geeignet", erklärt der DLRG-Einsatzleiter.

Auch dem Katastrophenschutz ist geholfen

Bis zu einer Tonne Zuladung verkraftet das Boot. Es bietet für Zuladung entsprechend Platz, wie beispielsweise bei Tauchereinsätzen. Der Bootsinnenausbau ist so gewählt, dass man eine Person mit einer Trage transportieren und versorgen kann. Im Gegensatz zum ausgedienten Zweitaktmotor entspricht das neue Modell Mercury Sea Pro als Viertakter mit 60 PS den Umweltrichtlinien und eröffnet ein erweitertes Einsatzspektrum. Somit ist auch dem Katastrophenschutz im Landkreis Vechta geholfen.

Damit das Wasserrettungsgefährt auch im Ernstfall einsatzfähig ist, hat die DLRG-Ortsgruppe neben Carsten Weier 4 weitere Bootsführer speziell für Einsätze ausgebildet. Um zukunftssicher aufgestellt zu sein, absolviert Bootsführer-Anwärter Carsten Deters zurzeit eine qualifizierte Ausbildung. Untergebracht ist das Boot in der im Jahr 2019 an der Großen Eschstraße neu errichteten Fahrzeughalle.

"Wir lassen uns gerne ansprechen und geben Interessierten bereitwillig Auskunft über die ehrenamtliche Arbeit der DLRG und ein mögliches Mittun."Eike Ohmstede, DLRG Holdorf 

Die DLRG-Ortsgruppe ist den Stellen dankbar, die zur Finanzierung des 17.500-Euro-Projektes mit beigetragen haben. So steuerte die Gemeinde Holdorf den 5000 Euro Eigenmitteln der DLRG einen Zuschuss in Höhe von 7500 Euro bei. Private Spenden und Unterstützung durch die Bürgerstiftung Holdorf sowie der LzO-Stiftung sicherten die Finanzierung der Investition.

Zurzeit ist das Boot auf dem Heidesee beim Wachdienst der heimischen DLRG-Gruppe während der Sommerferien im Einsatz. Noch bis zum 8. August (Sonntag) verrichten im Wechsel 30 DLRGler den Wachdienst für die Wasserrettung im Notfall. Nicht zu verwechseln mit einer Badeaufsicht. "Wir lassen uns gerne ansprechen und geben Interessierten bereitwillig Auskunft über die ehrenamtliche Arbeit der DLRG und ein mögliches Mittun", erklärt Eike Ohmstede.

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