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Dinklager Verein baut Schulen in Afghanistan

Der Name ist Programm: Bildungshilfe Afghanistan setzt sich dafür ein, dass Kinder unterrichtet werden. Besonders wichtig sind dem Verein dabei die Mädchen.

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Noch ein Rohbau, bald eine Schule? Hier sollen einmal 300 Mädchen unterrichtet werden. Foto: Bildungshilfe Afghanistan

Noch ein Rohbau, bald eine Schule? Hier sollen einmal 300 Mädchen unterrichtet werden. Foto: Bildungshilfe Afghanistan

Es war im Sommer 2019, da hatte Dr. Saleh Sultansei eine Idee. Aus „emotionaler Verbundenheit“ wollte der Dinklager seinem Heimatland Afghanistan etwas zurückgeben, dem armen und von Kriegen gebeutelten Land helfen.

Sein Plan: Dr. Saleh Sultansei wollte in Afghanistan Schulen bauen, das Bildungssystem unterstützen. Er wollte seinen Anteil dafür leisten, dass mehr Mädchen die Schule besuchen können; aktuell sei das nur etwa 15 Prozent möglich. Dazu gründete Sultansei einen Verein, der die Arbeit koordinieren und Spendengelder akquirieren sollte.

Mehr als zwei Jahre nach den ersten Überlegungen freut sich der Anästhesist nun über die ersten Erfolge. Gleich zwei Schulbau-Projekte seien in Zadran, einer Region im Südosten des Landes gestartet – durchaus mit Erfolg, wie Sultansei zufrieden berichtet. Und es habe sich in Dinklage ein Verein gegründet: Bildungshilfe Afghanistan.

Sie bilden den Vorstand von Bildungshilfe Afghanistan: (von links) Bettina Schlarmann, Petra Beumker, Leo Behnke und Dr. Saleh Sultansei. Es fehlt Elke Käther-Höne. Foto: Bildungshilfe AfghanistanSie bilden den Vorstand von Bildungshilfe Afghanistan: (von links) Bettina Schlarmann, Petra Beumker, Leo Behnke und Dr. Saleh Sultansei. Es fehlt Elke Käther-Höne. Foto: Bildungshilfe Afghanistan

In einer Schule werden bereits 80 Mädchen unterrichtet, zudem seien sie mit Schulbüchern und einer Schuluniform ausgestattet worden. "Die Schule ist zwar im Vergleich zu Deutschland nur ein Provisorium, aber es läuft dort gut an", freut sich Dr. Saleh Sultansei. Das erhofft sich der Anästhesist auch vom zweiten Projekt: dem Bau einer Schule für rund 300 Mädchen. Der Rohbau stehe; es fehlen aber noch 10.000 bis 15.000 Euro, damit das Gebäude weiter wachsen könne, sagt der Dinklager.

Mit dem Verein Bildungshilfe Afghanistan hofft Sultansei, der seit 1990 im Landkreis lebt, weitere Spenden sammeln zu können. Neben dem Vorsitzenden Sultansei gehören auch Bettina Schlarmann, Petra Beumker, Leo Behnke und Elke Käther-Höne dem Vorstand an. Elf Mitglieder hat der Verein nach eigenen Angaben aktuell. "Ein guter Anfang", sagt Sultansei.

Seit der Corona-Pandemie habe er Afghanistan nicht mehr besuchen können, erzählt der Mediziner. Mit Bekannten tausche er sich regelmäßig aus – und habe auch bereits mit dem Taliban-Chef in Zadran telefoniert. Bislang gebe es keine Probleme, betont Dr. Saleh Sultansei. "Die sind froh, dass wir uns dort einsetzen. Die Taliban haben ja selber kein Geld."


  • Info: Wer den Verein unterstützen möchte, meldet sich bei Saleh Sultansei: s.sultansei@gmx.de, Telefon: 0162/9699113. Spenden gehen bei folgender Iban ein: DE 46 2806 5108 0016 9900 00.

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