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Dinklager Skaterpark wird in U-Form eingezäunt und bleibt dennoch frei zugänglich

Nach einigen Diskussionen um die Anlage haben sich Verwaltung, Politik und Jugendtreff nun auf eine Lösung verständigt. Unklar ist noch, wer die Betriebsführung übernimmt.

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Ein beliebter Treffpunkt für Skater und Biker: der Skaterpark mit seinen fünf Hindernissen. Foto: Böckmann

Ein beliebter Treffpunkt für Skater und Biker: der Skaterpark mit seinen fünf Hindernissen. Foto: Böckmann

Den Skaterpark schließen? Die Anlage einzäunen oder besser beleuchten? Oder doch alles so lassen, wie es ist? Um die Sportanlage hinter dem Jugendtreff und dem TVD-Sportpark gab es in den vergangenen Monaten viele Diskussionen. Es gab Vandalismus, ein paar Polizeieinsätze und dann grätschte auch noch die Corona-Pandemie dazwischen, die die Situation mit ihren Verordnungen und Teil-Schließungen nicht unbedingt vereinfachte.

Doch nun scheinen Verwaltung, Politik und der Jugendtreff eine Lösung gefunden haben, mit der alle Seiten zufrieden sind. Das Ergebnis: Der Stadtrat hat mit einem einmütigen Votum beschlossen, den Skaterpark mit seinen 5 Hindernissen, im Jahr 2000 für 81.000 DM errichtet, in Richtung Obstwiese und zum Graben in U-Form einzuzäunen. Das heißt, die 450 Quadratmeter große Anlage bleibt in Richtung des Jugendtreffs offen. 

Mit der Einzäunung könne man den Zu- und Abgang besser kontrollieren, findet Jugendpfleger Kalle Kamlage. Vor allem die SPD hatte darauf bestanden, dass die Anlage frei zugänglich bleibt. Auch die CDU und das Bürgerforum, aus deren Reihen einige Ratsherren in der Vergangenheit auch eine Schließung des Skaterparks in Erwägung gezogen hatten, waren damit einverstanden. 

So war es im Frühjahr: Der Skaterpark war eingezäunt und nur zu bestimmten Zeiten geöffnet, worauf Amtsleiter Uwe Middendorf und Jugendtreff-Leiterin Anna Nies hinweisen. Foto: BöckmannSo war es im Frühjahr: Der Skaterpark war eingezäunt und nur zu bestimmten Zeiten geöffnet, worauf Amtsleiter Uwe Middendorf und Jugendtreff-Leiterin Anna Nies hinweisen. Foto: Böckmann

Noch nicht geklärt ist indes die Betriebsführung. Seit 2018 ist die Stadt Dinklage für Wartung, Unterhaltung und Reinigung der Anlage zuständig. Das hatte bis dahin der Verein Pro Jugend übernommen. Nun hat der Verein den Antrag gestellt, zukünftig wieder übernehmen zu wollen. Bei einer Vorstandssitzung will der Verein über das Thema beraten. Jugendpfleger Kalle Kamlage, Vorsitzender von Pro Jugend, ließ aber durchblicken, dass die Betriebsführung wohl doch eher bei der Stadt bleiben könnte.

Denn wenn Pro Jugend diese Aufgaben wieder übernehmen würde, entstehen unter anderem jährliche Kosten von 800 Euro für die Haftpflichtversicherung wegen der Einzäunung. Matthias Windhaus (SPD) machte einmal mehr deutlich:  Es sollte einen qualifizierten Ansprechpartner für den Skaterpark geben. Dies könnte zum Beispiel auch der Sozialarbeiter der Stadt sein.

Schäden auf der Skateranlage werden behoben

Während der Teil-Schließung der Anlage wegen der hohen Inzidenzzahlen im Frühjahr – es durfte nur eine kleine Gruppe unter Aufsicht für eine bestimmte Zeit skaten –, wurde die Zeit genutzt, um Schäden auf der Anlage zu beheben. Es wurden kleine Wellen abgefräst, Asphaltstellen ausgebessert und kleine Löcher verfüllt. Mittlerweile ist der Bauzaun übrigens wieder verschwunden, die Anlage frei zugänglich für Skater und Biker. 

Im Jugendtreff-Umfeld wird sich neben der Einzäunung des Skaterparks übrigens noch mehr tun. Denn zwischen der Feuerwehrzufahrt und der Tartanbahn soll es auf einer 40 Quadratmeter großen Fläche einen Platz für Kinder und Jugendliche geben. Die öffentlich einsehbare Fläche kann der Jugendtreff für Aktionen nutzen; sie kann aber auch als Sammelplatz für die Schulkinder dienen. Die Stadt möchte dort aussortiertes Mobiliar zur Verfügung stellen.

Die außerplanmäßigen Kosten für die Arbeiten an der Skateranlage und dem Platz beziffert die Stadtverwaltung auf rund 10.000 Euro. Unterstützen möchte die Projekte der Verein "Tanzen verbindet" mit 1.000 Euro. 

Zwischen Jugendtreff und Tartanbahn soll ein Platz für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Foto: BöckmannZwischen Jugendtreff und Tartanbahn soll ein Platz für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Foto: Böckmann

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