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Dinklage hat eine Baustelle weniger

Der Mini-Kreisel vor der Oberschule ist fertig. Auch der angrenzende Parkplatz ist kurz vor der Freigabe. Es fehlen zwar noch einige Markierungen; die Arbeiten stehen aber kurz bevor.

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Die finalen Arbeiten haben begonnen am Freitagvormittag: Der Mini-Kreisel vor der Oberschule soll ab sofort für den Verkehr nutzbar sein. Foto: Scholz

Die finalen Arbeiten haben begonnen am Freitagvormittag: Der Mini-Kreisel vor der Oberschule soll ab sofort für den Verkehr nutzbar sein. Foto: Scholz

Die Stadt Dinklage hat seit Freitag eine Baustelle weniger. Der Mini-Kreisel vor der Oberschule ist fertig. Somit ist nach knapp 2 Monaten Bauzeit die Kreuzung zwischen der Straße Köster Gang und Schulstraße wieder befahrbar. Der Kreisel ist im Zuge der Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) entstanden, mit dem in der Stadt das Verkehr- und Parkraumkonzept optimiert werden soll, sowie die Attraktivität für Fahrradfahrer und Fußgänger erhöht werden soll. 

Die Walze rollt auf den letzten Metern den überschüssigen Asphalt von der Straße. Am Straßenrand werden die letzten Steine in ihre Zielposition geklopft. Ein teils umstrittenes Bauvorhaben der Stadt nimmt seinen Abschluss. Dementsprechend groß ist auch die Erleichterung von Anne Miosga vom Dinklager Baumamt. "Endlich ist die Straße Köster Gang wieder zu befahren", sagt Miosga bei einer finalen Baustellenbesichtigung. 

Dass es am Ende überhaupt ein Kreisel vor der Oberschule werden soll, stand anfangs gar nicht zur Debatte. "Der ursprüngliche Plan war  eine T-Kreuzung", erzählt Miosga. Der Grund: Die vorherige Straßenbauweise war sehr unübersichtlich und daher nicht sicher für die Schüler und andere Fußgänger.

Letzte Seitenränder werden entfernt am Dinklager Mini-Kreisel. Foto: ScholzLetzte Seitenränder werden entfernt am Dinklager Mini-Kreisel. Foto: Scholz

Das war im Jahr 2019. Nach Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes und der Beratung durch das Fachbüro PGT Umwelt und Verkehr (Hannover) wurde dann dieser ursprüngliche Plan verworfen und ein Mini-Kreisel favorisiert. "Die Experten rieten uns zu dem Kreisel, da er deutlich verkehrssicherer für alle Teilnehmer ist", berichtet Miosga. Der Arbeitskreis zum VEP habe die Idee sofort unterstützt. 

Für die Fußgänger sollen es an dem neuen Kreisel Zebrastreifen geben. Die Übergänge wurden bereits barrierefrei gestaltet. "Wir sind als Stadt davon ausgegangen, dass die Schüler eigentlich einen ganz anderen Weg als Schulweg nutzen. Doch in Gesprächen kam heraus, dass die meisten am liebsten die Kreuzung zum Köster Gang passieren wollen", sagt Miosga. Darauf habe man nun reagiert. Der Weg sei nun deutlich sicherer.

Während der Bauphase hat es keine Probleme gegeben

Bei den Bauarbeiten habe es keine nennenswerten Probleme gegeben, berichtet Peter Nordlohne, der mit seinem Lohner Tiefbauunternehmen für die Umsetzung verantwortlich ist. "Wir rechnen damit, dass spätestens kommende Woche die Markierungen auch aufgebracht sind", sagt Nordlohne. Die Kosten in Höhe von rund 170.000 Euro für das Bauvorhaben trägt übrigens die Stadt Dinklage.

Parallel zum Mini-Kreisel wird auch aktuell der angrenzende Schulparkplatz neu gestaltet. Die Pflasterarbeiten sind dort zum großen Teil schon abgeschlossen. Neu ist, dass eine direkte Zufahrt zur neugestalteten Kreuzung nicht mehr möglich ist. "Auch wird in den nächsten Tagen auf dem Parkplatz eine E-Ladestation errichtet, wo bis zu 2 Autos gleichzeitig laden können", erklärt Miosga vom Bauamt.

Der Stadt Dinklage sei bewusst, dass es in den vergangenen Wochen und Monaten etliche Baustellen im Stadtgebiet gegeben hat. "Vor allem die Sanierung auf der innerörtlichen Entlastungsstraße hat für viel Frust bei den Bürgern gesorgt", sagt Miosga. Für sie selber und die Stadt sei das Problem genauso nervig gewesen.

Darum ist es laut Miosga nun auch mal an der Zeit, sich bei den Bürgern für die ständigen Baustellen zu entschuldigen. Wenn nun der Mini-Kreisel fertig sei, sei ein Großteil der Dinklager Baustellen abgeschlossen. 2021 würden nur noch kleinere Projekte folgen. "Die positive Seite ist, dass wir in den nächsten Jahren erstmal keine Baustellen in Dinklage haben werden", stellt Miosga lachend fest. Zudem sehe Dinklage jetzt viel schöner aus. 

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