Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Digitalpakt: Grundausstattung an Friesoyther Schulen weit fortgeschritten

Weit über die Hälfte der zugeteilten Mittel aus dem Digitalpakt hat die Stadt Friesoythe für die Modernisierung ihrer Schulen bereits ausgegeben. Die Netzanbindung ist überall auf dem neuesten Stand.

Artikel teilen:
Die Lehrkräfte Ines Rösler und Kai Rösler von der Heinrich-von-Oytha-Oberschule zeigen, wie Unterricht im Zusammenspiel von mobilen Endgeräten und digitalen Tafeln aussehen kann.  Archivfoto: Stix

Die Lehrkräfte Ines Rösler und Kai Rösler von der Heinrich-von-Oytha-Oberschule zeigen, wie Unterricht im Zusammenspiel von mobilen Endgeräten und digitalen Tafeln aussehen kann.  Archivfoto: Stix

Eine Million Euro stehen der Stadt Friesoythe aus dem Digitalpakt des Bundes und der Länder für die Digitalisierung der Schulen zur Verfügung. Weit über die Hälfte dieser Mittel hat die Stadt inzwischen ausgegeben oder verplant – und liegt damit deutlich über der Förderquote des Landes: Bis Mitte September waren von den niedersächsischen Schulen erst 24 Prozent der landesweit verfügbaren 470 Millionen abgerufen oder beantragt worden. Einen Überblick über die Digitalisierung der städtischen Schulen gab die Stadtverwaltung am Mittwochabend im Schulausschuss des Stadtrates. 

An der Verkabelung und dem W-Lan sollte der moderne, digital gestützte Unterricht demnach in Friesoythe nicht scheitern. Acht der neun Grundschulen im Stadtgebiet sowie die Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe und die Realschule Friesoythe sind demnach innerhalb der Gebäude bereits komplett neu verkabelt. Einzig die Ludgerischule, die in absehbarer Zeit in das Schulzentrum an der Dr.-Niermann-Straße umzieht, muss bis dahin mit den alten hausinternen Kabeln auskommen. 

Netz und Endgeräte können vom Rathaus aus verwaltet und konfiguriert werden

Darüber hinaus wurden alle Klassenräume mit neuen W-Lan-Komponenten ausgestattet. Diese Zugangspunkte, so Günther Wilkens, der zuständige IT-Mitarbeiter im Rathaus, arbeiten im Fünf-Gigahertz-Bereich, ermöglichen dadurch sehr hohe Datenraten und sind zukunftssicher. "Das gesamte W-Lan in den einzelnen Schulgebäuden, das Netzwerk und alle angeschlossenen Endgeräte können jetzt auch vom Rathaus aus verwaltet und konfiguriert werden", erläutert er. "Dadurch ist bei Störungen immer ein Ansprechpartner erreichbar, der viele Probleme lösen kann, ohne vor Ort sein zu müssen."

Bis auf die Grundschule Gehlenberg, bei der das technisch nicht möglich ist, sind inzwischen alle Grundschulen mit einer Datenübertragungsrate von 50 Megabit (MBit) an das Internet angeschlossen. "Damit sollte eine Grundschule hinkommen", sagt Wilkens. "Bei Mehrbedarf können die Anschlüsse schneller geschaltet werden." Realschule und Oberschule hängen bereits am 100-MBit-Glasfasernetz. "Das wird derzeit allerdings nie ausgereizt", betont Wilkens. "Aber wenn mal mehr gebraucht wird, können wir das noch erhöhen." Die Gesamtkosten für die neue Verkabelung und die Einrichtung des schulischen W-Lan liegen bei knapp 200.000 Euro, die zum Großteil aus Mitteln des Digitalpaktes gezahlt wurden.

70 interaktive Tafeln sind an den Friesoyther Schulen im Einsatz, 105 sollen es werden

Sichtbarer als Netzwerke und W-Lan sind die interaktiven Tafeln. 70 Stück hat die Stadt für insgesamt mehr als 333.000 Euro bislang angeschafft, bis Ende des Jahres werden dadurch alle 2., 3. und 4. Klassen der Grundschulen sowie ein Großteil der Räume an den weiterführenden Schulen damit ausgestattet sein. Weitere digitale Tafeln sollen 2022 hinzukommen. "Unser Ziel ist es, mit den Mitteln des Digitalpaktes zumindest alle Klassenräume mit diesen Tafeln auszustatten", versichert Wilkens. "Dafür fehlen uns noch 35 Stück." Im Einsatz sind zudem rund 450 iPads, die auf die städtischen Schulen verteilt und für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler vorgesehen sind.

Momentan ist noch nicht vollständig klar, wie viel nach der anzuschaffenden Grundausstattung von den verfügbaren Mitteln noch übrig ist. Klar ist allerdings, dass auch nach Auslaufen des Digitalpaktes im Jahr 2024 weitere Investitionen sowie Ersatzbeschaffungen und Reparaturen finanziert werden müssen. "Dafür müssen wir in die kommenden Haushaltspläne Mittel in einer vergleichbaren Größe aufnehmen", so Timmen. Noch ist nämlich offen, ob der Digitalpakt einen Nachfolger bekommen wird.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Digitalpakt: Grundausstattung an Friesoyther Schulen weit fortgeschritten - OM online