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Digitaler Neujahrsempfang wird fleißig geklickt

Normalerweise hätten sich rund 500 Menschen in der Goldenstedter Mehrzweckhalle getroffen. Doch wegen Corona hat die Gemeinde improvisiert. Mit Erfolg, wie Bürgermeister Alfred Kuhlmann findet.

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Blick hinter die Kulissen: Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann ließ sich unter anderem vor dem Haus im Moor für den Podcast filmen. Archivfoto: Boning

Blick hinter die Kulissen: Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann ließ sich unter anderem vor dem Haus im Moor für den Podcast filmen. Archivfoto: Boning

Das Experiment ist gelungen. So das Fazit von Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann nach dem digitalen Neujahrsempfang. Das Live-Event, das sonst mit rund 500 Teilnehmenden in der Mehrzweckhalle Goldenstedt stattfindet, musste 2021 Corona-bedingt ausfallen. Doch gänzlich darauf verzichten? Nein. Es musste eine Alternative her.

5 kurze Filme sind im Januar auf diversen Plattformen veröffentlicht worden – auf der Homepage der Gemeinde, bei Facebook und bei Instagram. In jeder Folge – die jeweils etwa 3 Minuten dauert – beschäftigt sich der Bürgermeister jeweils mit einem Themenschwerpunkt. Es geht um Bildung wie Wirtschaft. Das Ziel war es, auf das Jahr 2020 zurückzublicken, aber auch einen Ausblick für 2021 zu geben. „Es sollte kein Image-Film sein“, betont Kuhlmann.

Zahlreiche Klicks bei Social Media

Doch sieht sich das jemand an? Ja, „die Zahlen sprechen für sich“, sagt Kuhlmann. Insgesamt gab es bislang auf Facebook 8.000 Aufrufe. Im Schnitt haben sich 1.500 Menschen eine Folge angesehen, die erste Folge sogar 2.100. Die Seitenaufrufe des Facebook-Auftritts der Gemeinde Goldenstedt sind durch die Podcast-Folgen um 56 Prozent gestiegen, erklärt Elke Looschen, die bei der Gemeinde für die Internetpräsenz verantwortlich ist.

Bei Instagram ist die Interaktion sogar um 150 Prozent gestiegen. Die Podcast-Folgen haben dem Auftritt der Gemeinde dort einen deutlichen Schub gegeben. Insgesamt gab es bei Instagram 4.000 Aufrufe für den Podcast, pro Folge etwa 800 im Schnitt. Die Zahlen steigen immer noch, ergänzt Looschen. Auf der Gemeinde-Homepage sind die Folgen im Vergleich weniger geklickt worden. Insgesamt gab es fast 200 Aufrufe.

Dennoch: „Der Aufwand hat sich gelohnt“, zeigt sich Alfred Kuhlmann zufrieden. Mit dem digitalen Neujahrsempfang habe man sogar mehr Menschen erreicht, als mit dem traditionellen. „Mehr als 500 wollten wir schon erreichen“, gibt Steffen Boning, unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde zuständig, zu.

Überwiegend positives Feedback

Dabei war es der Gemeinde laut Kuhlmann wichtig, die Botschaft zu senden: Trotz Corona sei 2020 einiges passiert und es werde auch 2021 einiges passieren. Die Gemeindearbeit stehe nicht still. Das Feedback darauf sei überwiegend positiv gewesen, sagt Kuhlmann. Es habe nur vereinzelt negative Rückmeldung gegeben. Auch Boning sei auf das Format mehrmals angesprochen worden. Dabei sei die Qualität gelobt worden. „Wir müssen uns im Vergleich nicht verstecken“, sagt er zufrieden.

Trotzdem, gibt Kuhlmann zu, sei so ein Podcast viel Arbeit. „Das entsteht nicht so nebenbei.“ Dabei müsse viel untereinander wie auch technisch abgestimmt werden. Das habe viel Zeit in Anspruch genommen. Erfreulicherweise sei alles „Hand in Hand“ gelaufen, sagt Kuhlmann. Die Umsetzung sei bei Doro Stania „in guten Händen“ gewesen.

Traditioneller Neujahrsempfang ist nicht zu ersetzen

Insgesamt habe der Podcast aber viel Spaß gemacht, sagt der Bürgermeister. Und einer Wiederholung ist er nicht abgeneigt. „Wenn es sich bei einem Thema anbietet, könnte ich mir vorstellen, dass wieder so zu machen“, sagt Kuhlmann. Für ihn sei auch ein Format denkbar, in dem nicht nur er, sondern auch Gäste zu Wort kommen. „Eine Gesprächsrunde vielleicht“, lässt der Bürgermeister an seinen Überlegungen teilhaben.

Doch trotz des Erfolgs des Podcasts: „Den traditionellen Neujahrsempfang kann er nicht ersetzen“, sagt Alfred Kuhlmann. Die Atmosphäre vor Ort mit den vielen Gästen vermisse er. Die Festredner, die Musik, die Ehrungen, die persönlichen Gespräche an den Tischen – das alles sei einzigartig. Deshalb sei es der große Wunsch von Alfred Kuhlmann, dass der Neujahrsempfang 2022 wieder in gewohnter Form – live – stattfinden kann. Und besonders wichtig ist ihm: Dass wieder alle gemeinsam das Goldenstedter Neujahrslied singen können.

  • Info: Die einzelnen Podcast-Folgen sind auf der Homepage der Gemeinde Goldenstedt zu finden, ebenso beim Facebook-Auftritt der Gemeinde wie auch bei Instagram.

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