Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Diese Frau soll für die Enkeltrickbetrüger den Opfern das Geld abnehmen

Wer die mutmaßliche Botin der Betrüger erkennt oder sieht soll sich umgehend an die Polizei wenden. Die Frau ist von einer Überwachungskamera in Osnabrück gefilmt worden.

Artikel teilen:
Fahndungsfoto: Polizeiinspektion Osnabrück

Fahndungsfoto: Polizeiinspektion Osnabrück

Die Polizei in Osnabrück wendet sich mit zwei Fahndungsfotos an die Öffentlichkeit: Zu sehen ist eine Frau, die unter dringendem Verdacht steht, für die sogenannten Enkeltrickbetrüger zu arbeiten beziehungsweise Mitglied der deutschlandweit agierenden Betrügerbande zu sein.

Die abgebildete Frau soll einer 84-Jährigen einen fünfstelligen Bargeldbetrag abgenommen haben. Die Rentnerin hatte zuvor einen sogenannten Schockanruf erhalten. Am Telefon meldete sich angeblich die Tochter der 84-Jährigen. Sie erklärte der Rentnerin, sich in einer Notlage zu befinden und benötige deshalb dringend eine größere Geldsumme. Kurz darauf kam es zur Geldübergabe. Die Tat passierte bereits 28. Mai. Die Polizei hat die Bilder der Überwachungskamera, die allerdings nur in einer geringen Auflösung vorhanden sind,  jetzt veröffentlicht.

Erst im September Welle von Schockanrufen im Oldenburger Münsterland

Die sogenannten Schockanrufe werden auch immer wieder im Oldenburger Münsterland von der Polizei gemeldet - zuletzt ist im September von einer regelrechten Welle dieser Anrufe berichtet worden. In einem Fall konnte der Mitarbeiter einer Bank in Emstek in letzter Sekunde verhindern, dass ein 81-Jähriger 30.000 Euro an die Betrüger verliert. In diesem Fall meldete sich angeblich der Sohn des Mannes. Er habe einen Unfall verursacht, bei dem eine Person tödlich verletzt wurde und säße deshalb in Untersuchungshaft. Um wieder auf freien Fuß zu kommen, sei eine Kaution fällig, die der 81-Jährige begleichen müsse.

Während die Gesprächsinhalte variieren und auf die Opfer regelrecht individuell zugeschnitten werden ist das Ziel immer dasselbe. Es wird ein Treffpunkt vereinbart, an dem ein Bote auf die Opfer wartet. Dort soll die vereinbarte Geldsumme übergeben werden. "„Auch wenn in den zurückliegenden Wochen und Monaten bereits vermehrt auf diese Betrugsmasche hingewiesen wurde, werden die Täter nicht müde, bevorzugt ältere Mitbürger durch Anrufe mit schockierenden Inhalten in Angst und Schrecken zu versetzen“,erklärt Simone Buse, Sperecherin der Polizei Cloppenburg/Vechta.

Weil die Betrüger flächendeckend arbeiten, ist davon auszugehen, dass die nun gesuchte Frau nicht nur in Osnabrück aktiv ist. Wer die Frau erkennt oder sieht, soll sich umgehen an die Polizei wenden. Die Ermittler bitten ausdrücklich darum, die Frau nicht direkt anzusprechen. Laut Angaben der Polizei in Osnabrück ist es möglich, dass sich die Frau im besonderen Maße auf Bahnhöfen und Verkehrsknotenpunkten aufhält.

Die präventiven Tipps gibt die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer nicht selber mit Namen melden oder sich als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer (also nicht die Rückruftaste nutzen!) an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert, besprechen Sie das mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks oder Schockanrufs geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei bei den Ermittlungen und der Präventionsarbeit helfen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (z.B. A. Mustermann). Der Grund: Anhand eines Vornamens leiten die Betrüger ein vermutliches Alter her.
  • Bewahren Sie hohe Geldbeträge und Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Diese Frau soll für die Enkeltrickbetrüger den Opfern das Geld abnehmen - OM online