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Die "Zipfelmützen" sind fast schulreif

Mit der Gründung ihrer Kinder-Tagespflege füllte Annika Averbeck eine Marktlücke. Der Ausbau der Krippenbetreuung hatte gerade erst begonnen. Der Bedarf ist stets mitgewachsen.

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Happy Birthday: Vor fünf Jahren gründete Annika Averbeck (links)  "Zipfelmützenbande". Zum Team gehört Erzieherin Pia Heidjann. Foto: Meyer

Happy Birthday: Vor fünf Jahren gründete Annika Averbeck (links)  "Zipfelmützenbande". Zum Team gehört Erzieherin Pia Heidjann. Foto: Meyer

Montagmorgen, 9.30 Uhr: Die "Zipfelmützen" sind hellwach und mustern den Besucher ein wenig argwöhnisch. "Nach den Ferien müssen sich alle erst einmal wieder eingewöhnen", erklärt Annika Averbeck. Die Bevernerin hat Grund zum Feiern. Vor fünf Jahren gründete sie die private Kinder-Tagespflege. Längst hat sich ihr Angebot im Ort etabliert.

Begonnen hatte Averbeck mit fünf Kindern. Die Nachfrage stieg schnell. Mit Pia Heidjann holte sie wenig später eine ausgebildete Erzieherin an Bord. "So wurde es möglich, bis zu zehn Kinder gleichzeitig zu betreuen." Die Einrichtung gilt seitdem als Großtagespflege. An der Florianstraße ließ Averbeck die passenden Räumlichkeiten schaffen.  Der Alltag darin unterscheidet sich im Prinzip nicht von dem in einer öffentlichen Krippe. Während im Erdgeschoss gespielt, gekocht und gegessen wird, können sich müde gewordene Zipfelmützen in den oberen Räumen ausruhen. Für Stimmung sorgt außerdem Hündchen "Flocke".

Averbeck sieht keine Konkurrenzsituation

Betreut werden Kinder  von unter einem bis 3 Jahren. Sie stammen überwiegend aus Bevern, einige werden von ihren Eltern auch aus Quakenbrück und aus dem Kreis Vechta gebracht. Averbeck wirbt überwiegend in den sozialen Medien und verlässt sich ansonsten auf Mund-zu-Mund Propaganda. Das habe bislang gut geklappt, zumal der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter wachse, sagt sie. Als Konkurrenz zum Kindergarten, der ebenfalls über eine  Krippe verfügt, sieht sie sich deshalb nicht. Ihr Plus sei die Flexibilität. "Wenn eine Mutter ihr Kind etwas später abholt, richten wir das ein." Betreut wird bis zum frühen Nachmittag.  

Die Coronakrise hatte vergangenes Jahr auch die Tagespflege zum Stillstand gezwungen. "Wir waren neun Wochen lang zu", berichtet Averbeck. Anschließend konnten die beiden Frauen mit getrennten Gruppen weiterarbeiten. Die Zeit sei schwierig gewesen. Finanziell hat sie den Lockdown einigermaßen gut überstanden. Eltern zahlen den gleichen Eigenanteil wie für ein öffentliches Krippenangebot. Die Gemeinde Essen übernimmt den weiteren Kostenanteil. 

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