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Die Zahl der aktiven Coronafälle steht jetzt auf dem Niveau von Mitte Oktober

Mittlerweile gibt es im Landkreis Cloppenburg 98 Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion stehen. 8 Patienten liegen auf der Intensivstation. Es gibt aber auch Zahlen, die Mut machen.

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Symbolfoto: dpa

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Nachdem das Cloppenburger Gesundheitsamt erst am Montag vier Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, gemeldet hat, ist die Zahl am Dienstag abermals um einen weiteren Fall auf nunmehr 98 gestiegen. "Ein 68-jähriger Mann aus Löningen ist im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben", berichtet Kreissprecher Frank Beumker am Dienstag.

Darüber hinaus hätten die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet dem Gesundheitsamt mitgeteilt, dass 26 infizierte Patienten stationär behandelt werden müssen. 8 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Das stimmt mit den Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) überein. Demnach müssen 5 Covid-Patienten beatmet werden. Mit Meldestand von Dienstagmittag (12.15 Uhr) sind derzeit 24 von 27 zur Verfügung stehenden Intensivbetten im Landkreis Cloppenburg belegt.

Die gute Nachricht: Die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen ist am Dienstag deutlich gesunken (Vortag: 483). Es liegen mit 11 positiven Testergebnissen aus 6 Städten und Gemeinden verhältnismäßig wenig Neuinfektionen vor. Gleichzeitig gelten seit Dienstag 77 Personen als genesen. Dementsprechend liegen jetzt 416 aktuelle Coronafälle im Kreisgebiet vor. Damit bewegt sich diese Zahl erstmals seit Mitte Oktober wieder in diesem Bereich. Einen ähnlich hohen Wert hatte das Gesundheitsamt am 16. Oktober gemeldet - also während der Anfangsphase der 2. Infektionswelle. In den darauffolgenden Tagen stieg die Infektionskurve steil an.

Wie bereits berichtet, hat das Landesgesundheitsamt für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tagesinzidenz von 124,2 gemeldet. Nach derzeitigem Stand stehen 911 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordnete Quarantäne.

Aufgrund vermehrter Anfragen am Corona-Bürgertelefon des Landkreises weist Beumker am Dienstag darauf hin, dass das Desinfizieren von Oberflächen außerhalb der eigenen Wände quasi eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Während der Landkreis in einer früheren Allgemeinverfügung die Einzelhändler dazu verpflichtete, dass sie zum Beispiel Einkaufswagen und -körbe desinfizieren müssen, wird dies nun in der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen geregelt. Und die nimmt auch den Kunden in die Pflicht. Der Einzelhändler könne zwar die Desinfektion im Rahmen des Kundenservices übernehmen, so Beumker. Es reiche aber auch, wenn der Händler Desinfektionsmittel oder Einweg-Handschuhe zur Verfügung stellt. "Dann liegt es auch in der Eigenverantwortlichkeit der Bürger, die Hygienevorgaben einzuhalten", so Beumker.

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