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Die vierthöchste 7-Tage-Inzidenz in Deutschland kommt aus Cloppenburg

Cloppenburg – aber auch Vechta – stehen am Karfreitag weit oben in der bundesweiten Inzidenztabelle, die das RKI täglich veröffentlicht. Nur: Belastbar sind die Zahlen nicht.

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Symbolfoto: dpa

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Mit einem Wert von 2298,5 meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Karfreitag für den Landkreis Cloppenburg die vierthöchste7-Tage-Inzidenz in ganz Deutschland. Höhere Werte kommen nur aus dem Landkreis Neunkirchen (Saarland, 2640,8), Erfurt (Thüringen, 3134,9) und dem Landkreis Neumarkt in der Oberfpalz (Bayern, 3190,2). Aber auch der Landkreis Vechta zählt mit 1774,6 zu den 20 höchsten Werten in ganz Deutschland.

Dass auch andere niedersächsische Kommunen auffallend oft an der Spitze der tagesaktuellen RKI-Tabelle vertreten sind, liegt daran, dass das Landesgesundheitsamt noch vor Karfreitag und dem Osterwochenende aktuelle Coronazahlen an das RKI weitergereicht hat. In anderen Bundesländern wird das offenbar anders gehandhabt. Denn das RKI selbst weist in den aktuellen Daten von Karfreitag darauf hin, dass es aktuell eine "erhöhte Untererfassung der Fälle im Meldesystem" gibt.

Relativ belastbare Inzidenzen wohl erst ab Mittwoch

Die Zahlen für Niedersachsen sind zumindest  am Karfreitag einigermaßen aussagekräftig. Die Übermittlung der COVID-19 Meldefälle in Niedersachsen geschehe seit Anfang April, wie im Infektionsschutzgesetz vorgeschrieben, an Werktagen, erklärt Holger Scharlach, Sprecher des Landesgesundheitsamtes. "An den Wochenenden und Feiertagen werden keine Meldefälle vom Landesgesundheitsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt."

Konkret bedeutet das: Am Donnerstag sind die letzten Daten weitergeleitet worden. Neue Fälle an das RKI folgen erst wieder am 19. April (Dienstag). "Am 20. April wird die durch das RKI für Niedersachsen veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz alle Meldefälle aus den Vortagen berücksichtigen, da die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz nach dem Meldedatum erfolgt, also dem Tag, an dem das Gesundheitsamt den Fall elektronisch erfasst", erklärt Scharlach. Er weist aber auch daraufhin, dass wie schon bei vorangegangenen Feiertagen aber auch naturgemäß weniger Arztbesuche stattfinden und obendrein die meisten Labore nicht besetzt seien. "Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die 7-Tage-Inzidenz zur Beobachtung des Infektionsgeschehens weiterhin bedeutsam bleibt, aber nicht mehr der vorrangige Leitwert für die Lagebeurteilung ist."

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