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Die Stadt Lohne richtet ein neues Portal zur Bürgerbeteiligung ein

Beim ersten Projekt geht es um die Jugendarbeit im Jugendtreff. Auf der Plattform "Zukunft Lohne" können Bürger bald aktiv an der Stadtentwicklung mitwirken, Wissen, Anregungen und Ideen einbringen.

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Ein Beteiligungsportal für bessere Entscheidungen: Auf der Plattform "Zukunft Lohne" können Bürger künftig bei Projekten ihr Wissen, ihre Anregungen und ihre Ideen einbringen. Foto: Tombrägel

Ein Beteiligungsportal für bessere Entscheidungen: Auf der Plattform "Zukunft Lohne" können Bürger künftig bei Projekten ihr Wissen, ihre Anregungen und ihre Ideen einbringen. Foto: Tombrägel

Die Bürger an Entscheidungsprozessen beteiligen: Diese Forderung hat Hochkonjunktur, nicht nur in Wahlkampfzeiten. Ein Schritt zu mehr Transparenz und Partizipation macht die Stadt Lohne mit ihrem neuen Portal "Zukunft Lohne". Auf der digitalen Plattform können Bürger aktiv an Projekten mitwirken und sie begleiten. Zur Premiere geht es um die Jugendarbeit im Jugendtreff. 

Während eines Pressetermins stellten jüngst Gert Kühling (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters), Sebastian Wolke (Leiter des Amtes für Familie und Soziales) und Christian Tombrägel (Referent für Marketing, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit) das neue Instrument vor. Via Videochat zugeschaltet war Dr. Ralf Grötker. Der Geschäftsführer der Firma CrowdInsights führte in das Portal ein und erläuterte dessen Funktionsweise.

Tombrägel obliegt die technische Betreuung. Er erinnerte an das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) vor gut 10 Jahren. Bei dem Entwicklungsprozess habe die Stadt die Bevölkerung erstmals über eine digitale Plattform eingebunden. Der Pressesprecher spricht von einem Restart, der nun erfolge und bei dem man sich an der Stadt Monheim am Rhein und dem österreichischen Bundesland Vorarlberg orientiere, die in puncto Bürgerbeteiligung führend seien – und ebenfalls auf das Angebot von CrowdInsights setzen.

Kernaussagen werden aus Antworten gefiltert

Laut Grötker gehe es nicht allein um die Bereitstellung einer digitalen Lösung, sondern um „Prozessvorstellungen, in Bits gegossen“. Die Fragen sind nach seinen Angaben bewusst offen gestellt. Besonders sei das Portal wegen seiner Vorgehensweise: Redaktionell werden die Kernaussagen aus den Antworten gefiltert und anschließend in Erkenntnissen geclustert. So sei ein strukturierter Zugang möglich.

Als erstes Projekt hat die Stadt eine Online-Befragung zur Jugendarbeit im Jugendtreff gestartet. Hintergrund ist, dass die Stadt im September 2021 auf Antrag des Jugendtreff-Vorstands damit beauftragt worden war, ein Beteiligungsprojekt mit dem Ziel der Entwicklung eines zukunftsorientierten Neukonzepts für die Jugendarbeit in Lohne durchzuführen. Dabei geht es sowohl um das Gebäude, das in die Jahre gekommen ist, als auch um die künftige inhaltliche Ausrichtung der Einrichtung.

Am Ende entsteht ein Konzeptpapier

Bis zum 28. März können Bürger ihr Wissen, ihre Anregungen und ihre Ideen einbringen. Aus den auf der Plattform abgegebenen Antworten werden die wichtigsten Erkenntnisse gewonnen. Wolke und seine Kollegin Sandra Lohmann, die das Projekt inhaltlich betreuen, verfassen gemeinsam mit dem CrowdInsights-Team jeweils Stellungnahmen, zum Beispiel zur Realisierbarkeit. Am Ende entsteht ein Konzeptpapier, das die Grundlage für die weiteren politischen Beratungen darstellt. Dieses soll nach Angaben von Wolke Ende September in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familien, Senioren und Soziales vorgestellt werden.

Flankierend zur Online-Befragung plant die Stadt am 23. März einen Workshop im Ratssaal, an dem vor allem Kinder und Jugendliche teilnehmen sollen. Die dort gesammelten Ergebnisse fließen ebenfalls in den Prozess ein. Die Stadt bittet darum, dass sich Mandatsträger nicht an der Befragung beteiligen.

Die Stadt kündigt an, in den kommenden Wochen an den Schulen und via Social Media für die Teilnahme werben zu wollen. Das Ziel ist es, "Zukunft Lohne" künftig regelmäßig bei Projekten einzusetzen. Laut Kühling werde die nächste Befragung voraussichtlich zum Bürger-Klimapark freigeschaltet.

  • Info: CrowdInsights-Geschäftsführer Dr. Ralf Grötker stellt die neue Plattform und deren Funktionsweise am Donnerstag (10. Februar) in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familien, Senioren und Soziales vor. Beginn ist um 17 Uhr in der Realschule. Es gilt die 2G-Plus-Regel sowie eine FFP2-Maskenpflicht.

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