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Die Stadt Lohne fördert grüne Dächer und Fassaden sowie private Wasserspeicher

Das neue Programm tritt ab dem 1. August in Kraft. Es ist Teil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt. Das Förderprogramm besteht aus 5 Bausteinen. Der OOWV bietet in Lohne ebenfalls Vergünstigungen an.

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Grüne Welle fürs Klima: Die Stadt Lohne hat ein Förderprogramm für Gründächer und -fassaden sowie ein privates Regenwassermanagement aufgelegt. Foto: dpa/Optigrün

Grüne Welle fürs Klima: Die Stadt Lohne hat ein Förderprogramm für Gründächer und -fassaden sowie ein privates Regenwassermanagement aufgelegt. Foto: dpa/Optigrün

Die Stadt Lohne fördert grüne Dächer und Fassaden sowie eine optimale Nutzung von Regen- und gebrauchtem Wasser. Das neue Förderprogramm tritt laut einer Pressemitteilung ab dem 1. August in Kraft und ist Teil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt.

Immobilieneigentümer können Anträge per Online-Formular auf der Internetseite der Stadt Lohne (www.lohne.de) stellen. Das Förderprogramm enthält 5 Bausteine. Die Stadt unterstützt künftig Eigentümer von Immobilien beim Bau von Gründächern, bei der Bepflanzung von Fassaden, bei der Installation einer Nutzungsanlage für Regenwasser oder gebrauchten Wasser – so genanntem Grauwasser – oder beim Bau einer Versickerungsanlage.

Unabhängig von dieser Richtlinie gewährt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) unter bestimmten Voraussetzungen ein vermindertes Niederschlagswasserentgelt, wenn eine Dachbegrünung, Regenwassernutzungsanlage oder Versickerungsanlage nachgewiesen wird. Dazu ist ein entsprechender Antrag beim OOWV erforderlich.

Förderung von Gründächern: Förderfähig sind die Ausgaben für die fachgerechte Herstellung von intensiven und extensiven Begrünungen von Flach- und Steildächern durch die dafür vorgesehenen Schichtsysteme. Die begrünte Dachfläche muss eine zusammenhängende Mindestgröße von 20 Quadratmetern aufweisen. Die Höhe der Förderung beträgt 25 Euro pro Quadratmeter begrünter Dachfläche, maximal 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Aus dem städtischen Haushalt gibt es dafür höchstens 2.500 Euro für Wohngebäude und 10.000 Euro für Gewerbegebäude.

Fassadenbegrünung: Gefördert werden fest installierte Rankhilfen an Gebäudefassaden und die Ausgaben für die Bepflanzung. Die Fassadenbegrünung muss eine Mindesthöhe von 3 Metern und eine Mindestbreite von insgesamt 10 Metern aufweisen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die maximale Förderhöhe beträgt 2.500 Euro für Wohngebäude und 10.000 Euro für Gewerbegebäude.

Regenwassernutzungsanlage: Baut ein Immobilieneigentümer eine Zisterne oder einen Regenwassertank auf seinem Grundstück, kann die Stadt bis zu 50 Prozent der Kosten erstatten. Die Regenwassernutzungsanlage muss allerdings ein Mindestvolumen von 1.000 Litern aufweisen und an mindestens 100 Quadratmetern Dachfläche angeschlossen sein. Die maximale Förderhöhe beträgt 1.500 Euro pro Gebäude beziehungsweise Grundstück. Die Voraussetzung der Förderung ist der Nachweis, dass der OOWV das Niederschlagswasserentgelt aufgrund der Regenwassernutzungsanlage reduziert. Diese Voraussetzung gilt nicht für Grundstücke im Außenbereich, für die der OOWV nicht zuständig ist.

Versickerungsanlage: Förderfähig sind die Ausgaben für die Ausstattung von Gebäuden mit Versickerungsanlagen. Das Niederschlagswasser ist dabei vollständig auf dem Grundstück zu versickern, sodass ein Überlauf oder ein Anschluss des Niederschlagswassers an die Kanalisation nicht vorhanden ist. Die Förderhöhe beträgt die Hälfte der förderfähigen Ausgaben und maximal 1.500 Euro pro Gebäude beziehungsweise Grundstück. Voraussetzung für die Förderung ist die Befreiung vom OOWV-Niederschlagswasserentgelt aufgrund der Versickerungsanlage. Diese Voraussetzung gilt nicht für Grundstücke im Außenbereich, für die der OOWV nicht zuständig ist.

Grauwassernutzungsanlage: Grauwasser ist Wasser, das zum Beispiel zum Duschen oder Geschirrspülen genutzt wurde und sich beispielsweise für Toiletten wiederverwerten ließe. Lohne fördert die Ausstattung von Gebäuden mit Grauwassernutzungsanlagen. Die Anlage muss allerdings über ein unabhängiges Leitungsnetz sowie eine Aufbereitungsanlage verfügen und von einer Fachfirma eingebaut werden. Die Höhe der Förderung beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens aber 3.000 Euro pro Gebäude beziehungsweise Grundstück.

  • Info: Ansprechpartner ist Jannis Niehaus. Er ist im Lohner Bauamt unter Telefon 04442/8866004 oder per E-Mail an jannis.niehaus@lohne.de erreichbar. Den Förderantrag können Immobilieneigentümer online ausfüllen. Das Formular ist auf der städtischen Webseite unter „Dienstleistungen“ zu finden.

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