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Die Rote Schule im Kliemannsland: Ferienfreizeit mit Fantreffen

39 Kinder und Jugendliche haben 5 Tage auf dem Hof bei Rüspel im Landkreis Rotenburg verbracht. Der Ort für Kreative ist über seinen Gründer Fynn Kliemann bei Youtube bekannt geworden.

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Wären auch noch länger geblieben: David, Ole, Julius und Henri (von links). Foto: Hermes

Wären auch noch länger geblieben: David, Ole, Julius und Henri (von links). Foto: Hermes

Hofsafari, Nachtwanderung und verschiedene Workshops: Die Ferienfreizeit der Roten Schule hat im Kliemannsland stattgefunden, seit Freitag sind die 39 Kinder und Jugendlichen sowie 16 Betreuer wieder zurück in Cloppenburg. "Es ist cool hier und macht Spaß, dass wir zusammen in der Gruppe sind. Es wird nie langweilig", erzählt die 13-jährige Antonia. 

Der Treffpunkt für Kreative in Rüspel im Landkreis Rotenburg ist durch seinen Gründer Fynn Kliemann bei Youtube bekannt geworden. Wöchentlich am Sonntagabend gibt es ein neues Video auf dem Kanal, dem inzwischen 634.000 Menschen folgen. Dabei wird mit Spaß und ohne Blick auf Perfektion gewerkelt. Unter anderem ist so jüngst ein Karrusell aus einem Betonmischer entstanden oder 2 Autos sind zu einem verschmolzen.

Neben verschiedenen handwerklichen Kursen stand für die Cloppenburger Gruppe auch eine Tagesfahrt nach Hamburg mit Besuch des Miniatur-Wunderlandes und einer Hafenrundfahrt auf dem Programm. Einige waren zum ersten Mal in einer Großstadt, dementsprechend positiv war auch die Resonanz.

Foto: Oliver Hermes
Foto: Oliver Hermes
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Foto: Oliver Hermes
Foto: Oliver Hermes
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Die meisten der Teilnehmer kannten die Videos und das Kleimannsland schon vorher. "Ich gucke das gerne, weil es witzig ist. Fynn ist verrückt und das bin ich auch ein bisschen", sagt Louisa mit einem Lachen. Einige der Protagonisten haben die Kinder und Jugendlichen auch persönlich getroffen. "Das war aufregend. Als Brian mich beim Abwaschen angesprochen hat, ist mir der Teller ins Wasser gefallen", so Antonia lachend. 

Gemeint ist Brian Jakubowski, der im Kliemannsland für die Social-Media-Kanäle zuständig ist. "Es ist auch für uns eine coole Erfahrung, wir haben das so noch nie gemacht. Wir haben vorher auf dem Hof aber ein bisschen was in Sicherheit gebracht", erzählt der 32-Jährige mit einem Augenzwinkern. Das Kliemannsland sei bunt, schräg und offen, da passe auch der Besuch einer Kinder- und Jugendgruppe. Es sei allerdings nicht als klassisches Klassenfahrtziel gedacht.

Das Team freue sich aber, dass das Gelände von einer jüngeren Generation mit Lagerfeuer und Spielen mal anders genutzt wird. Den Ablauf stört die Gruppe nicht und positiv sei, dass genügend Betreuer mit angereist sind. "Wir schließen eigentlich nur morgens auf, abends wieder ab und manchmal fragen die Kids uns etwas", berichtet Jakubowski. 

Sozialpädagoginnen ziehen positives Fazit

Ein positives Fazit ziehen ebenfalls Britta Drees und Nora Behrens. Die Sozialpädagoginnen der Roten Schule haben die Woche mitgezeltet. "Das ist für einige hier wie ein Fantreffen", sagt Drees. Bisherige Ferienfreizeiten gingen nach Dankern oder in Jugendherbergen, die Idee für das Kliemannsland kam von den jugendlichen Ehrenamtlichen. "Wir haben dann einfach mal angefragt und es kam auch prompt die Zusage", so Drees weiter. Für die 3 neuen FSJler war dies der Einstieg in ihren Freiwilligendienst.

Nachdem das Ferienprogramm 2020 aufgrund der Pandemie fast weitestgehend ausfallen musste, freuen sich beide, dass sie wieder loslegen können. "Das ging gefühlt von 0 auf 100", sagt Behrens. Man habe auch den Kindern schnell die Freude angemerkt, Corona war mal kein Thema.  Morgens und abends haben sich die Cloppenburger selbst verpflegt, gegessen wurde gemeinsam im ausrangierten Pferdestall. Mittags wurde ein Essen zubereitet, auf dem Hof geht es familiär zu. "Weil eine Küchenkraft ausgefallen war, übernahm kurzerhand Fynns Mama das Kochen. Es war sehr lecker", erzählt Drees.

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