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Die Rentnerband Mühlen feiert 25-Jähriges

Rund um die Kirche St. Bonaventura sind die Männer im Einsatz. Sie pflegen das Gelände des Gotteshauses. Aktuell zählt die Gruppe 13 rüstige Rentner. Wie kam es zu dem Ehrenamt? Ein Rückblick.

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Eine starke Truppe: (von links) Richard Willenborg, Josef Ortmann, Alfons Olberding, Aloys Bohmann, Alwin Lichtenstein, Alwin Schraad, Anton Scheper, Siegfried Kolar, Josef Kühling, Ernst Pille, Pater Gisbert Preuß, August Fangmann, Bernd Vagelpohl, Pater Ansgar Koch, Josef Barhorst und Andreas Hartke. Foto: Willenborg

Eine starke Truppe: (von links) Richard Willenborg, Josef Ortmann, Alfons Olberding, Aloys Bohmann, Alwin Lichtenstein, Alwin Schraad, Anton Scheper, Siegfried Kolar, Josef Kühling, Ernst Pille, Pater Gisbert Preuß, August Fangmann, Bernd Vagelpohl, Pater Ansgar Koch, Josef Barhorst und Andreas Hartke. Foto: Willenborg

Die Rentnerband spielt seit 25 Jahren rund um die Kirche St. Bonaventura in Mühlen die Musik. Ihre Instrumente heißen Schubkarre, Schaufel und Rechen. Aktuell zählt die Gruppe, die ehrenamtlich das Gelände im Herzen des Dorfes pflegt, 13 rüstige Rentner bis ins hohe Alter von 88 Jahren.

Auch im bald endenden Jubiläumsjahr ließen sich Männer nicht von Sturm und Hagel oder der Corona-Pandemie aufhalten. Doch wie kam es überhaupt zu dem ehrenamtlichen Engagement, welches nun schon ein Vierteljahrhundert andauert – und das mittlerweile Nachahmer in den drei weiteren Gemeindeteilen der Pfarrei St. Johannes Baptist gefunden hat?

Ein Blick zurück ins Jahr 1996: Schon länger konnten die Franziskaner viele Dienste in der Kirche und im Kloster nicht mehr wahrnehmen, weil ihre Anzahl stetig abnahm. Ordensschwestern und Mühler Bürger übernahmen einige Aufgaben. Dadurch lockerte sich auch die Klausur auf dem Klostergelände.

Diese Landwirte unterstützen die Rentnerband: (von links) Clemens Wolking, Stephan Athmann, Werner Lichtenstein, Heinz Lichtenstein und Heinrich Athmann fahren in jedem Jahr viele Fuder Laub ab und verteilen es auf ihren Feldern.   Foto: WillenborgDiese Landwirte unterstützen die Rentnerband: (von links) Clemens Wolking, Stephan Athmann, Werner Lichtenstein, Heinz Lichtenstein und Heinrich Athmann fahren in jedem Jahr viele Fuder Laub ab und verteilen es auf ihren Feldern.   Foto: Willenborg

August Schlarmann – ein umtriebiger Einzelkämpfer

Besonders umtriebig und tatkräftig hatte sich viele Jahre August Schlarmann für kirchliche Belange eingesetzt. Der Straßenwärter versorgte unter anderem ehrenamtlich die Hühner und pflegte die Außenanlagen – oftmals unterstützt von seiner Familie. Aufgrund seines Alters und aus gesundheitlichen Gründen musste er 1996 die Arbeit niederlegen.

Nun mussten der Kirchenausschuss und die Franziskaner für Ersatz sorgen. Die Debatte war durchaus kontrovers. Schließlich setzte Pater Wolfgang Jurowski, bestärkt durch seine Erfahrungen als Pfarrer in Ohrbeck-Sutthausen, auf das Ehrenamt. Die dortige Situation hatte jener in Mühlen geähnelt. 

Heinz Blömer war der erste "Boss"

Der Franziskaner als geistlicher Beirat und Ideengeber und Heinz Blömer als Kirchenprovisor suchten, erst zögerlich und dann doch erfolgreich, nach ehrenamtlicher Unterstützung. Anfang Dezember gründete sich die fünf Mann starke Rentnerband.

Blömer selbst stieg als erster "Boss" und "Finanzminister" direkt ein. Ein "Minister", also Diener, war er im reinsten Sinne dieses Wortes: Er sorgte für Getränke, Arbeitsgeräte und griff selbst zu Harke und Besen. Sein Nachfolger ist Alfons Völkerding.

Die Rentnerband ist nicht nur rund ums Gotteshaus aktiv. Radtouren und Besichtigungen bereichern den Alltag der Ehrenamtlichen. Das Festessen zum Jahresabschluss bereiteten in den ersten Jahren die Klosterköchinnen Gertrud Niehaus und später Maria Scherbring zu. Heute finden die Feierlichkeiten – unter Beteiligung der Geistlichkeit – beim "Bandwirt" Clemens Ruwe und seiner Frau Elisabeth statt.

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