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Die Polizei warnt vor Kettenbriefen

Im Landkreis Vechta sind Kettenbriefe mit dem Titel "Coronahilfe" aufgetaucht. Den Empfängern wird versprochen, schnelles Geld zu machen. Die Polizei warnt vor einem Betrug.

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Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Kettenbriefe sind keine neue Erfindung. Sie gehen an viele Empfänger und versprechen diesen häufig einen Vorteil, wenn der Brief erneut weitergeschickt wird.

Offenbar gibt es nun einen neuen Kettenbrief, den am Dienstag einige Vechtaer bekommen haben. Wie viele, ist derzeit noch nicht klar. Die Pressestelle der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta betont aber, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. 

Der Text ist mit "Coronahilfe" überschrieben. Der Empfänger wird darin dazu aufgefordert, an eine unten auf dem Brief stehende Person 50 Euro per Post zu übersenden. Dann solle man den Brief, ergänzt um die eigene Adresse, an 10 weitere Personen schicken. Irgendwann, so die Logik des Briefes, würde der erste Empfänger also selbst von späteren Empfängern mehrere Briefe mit Bargeld erhalten – und so seinen eigenen Einsatz in Höhe von 50 Euro mehr als wettmachen.

Ob das Versenden und Weiterschicken dieses Kettenbriefes strafbar ist, prüft die Polizei derzeit noch, wie ein Pressesprecher der Polizeiinspektion erklärte. Zugleich rief er die Bürger dazu auf, nicht auf den Kettenbrief einzugehen. Man solle "niemals an fremde Menschen Geld senden", denn dieses sei "häufig unwiderruflich weg". Wer hoffe, durch einen solchen Brief Geld zu verdienen, habe am Ende meist "eher Schaden als Vorteil", weil dahinter in aller Regel "Bereicherungsabsichten" Dritter stünden. 

Die Person, deren Name zu oberst auf dem in Vechta aufgetauchten Kettenbrief erwähnt wurde und die mithin nach der Logik des Briefes etwaige Geldsendungen erhalten würde, erklärte unterdessen gegenüber OM online, dass sie nicht Urheberin des Kettenbriefes sei und unter der auf dem Brief angegebenen Adresse seit 30 Jahren nicht mehr wohne. 

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