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Die Pfarrei St. Gertrud Lohne will einen Besuchsdienst für Senioren aufbauen

Am Montag (10. Oktober) findet ein Informationstreffen statt. Beginn ist um 19 Uhr im Adolf-Kolping-Haus.

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Sie werben um Ehrenamtliche: Die Mitglieder des Sachausschusses Caritas der Pfarrei St. Gertrud, Franz-Josef Kröger (links) und Paul Seelhorst, informieren gemeinsam mit Cornelia Emken vom Fachdienst Gemeindecaritas im Dekanat Damme über den neuen Besuchsdienst. Foto: Timphaus

Sie werben um Ehrenamtliche: Die Mitglieder des Sachausschusses Caritas der Pfarrei St. Gertrud, Franz-Josef Kröger (links) und Paul Seelhorst, informieren gemeinsam mit Cornelia Emken vom Fachdienst Gemeindecaritas im Dekanat Damme über den neuen Besuchsdienst. Foto: Timphaus

Ehrenamtliche gesucht: Die Pfarrei St. Gertrud in Lohne möchte einen Besuchsdienst für Senioren einrichten. Unterstützung erhält der Sachausschuss Caritas des Pfarreirats als Impulsgeber von Cornelia Emken. Sie leitet den Fachdienst Gemeindecaritas im Dekanat Damme beim Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth in Lohne. Wer sich für das Projekt interessiert, ist am Montag (10. Oktober) um 19 Uhr ins Adolf-Kolping-Haus zu einem Informationsabend eingeladen.

Aus Gesprächen und Kontakten zu Pflegediensten in der Stadt sowie zu Betreuern des St.-Elisabeth-Hauses wissen die Mitglieder des Sachausschusses nach Angaben von Franz-Josef Kröger, dass es zahlreiche ältere Menschen in Lohne gibt, denen die Vereinsamung droht. Emken führt aus: "Diesen Senioren stirbt nach und nach der Bekanntenkreis weg. Gleichzeitig schränkt sich ihre eigene Mobilität immer weiter ein." Der Bedarf sei fraglos vorhanden – und die Corona-Pandemie habe die Situation weiter verschärft. 

Allein kann der Sachausschuss Caritas, dem momentan sieben Mitglieder angehören, dem Wunsch vieler Senioren nach regelmäßigen Kontakten nicht nachkommen. Kröger und seine Mitstreiter rufen deshalb zum ehrenamtlichen Engagement auf: "Ein Besuch schenkt den Menschen etwas Aufmerksamkeit – für das aktuelle Befinden, die Lebensgeschichte oder persönliche Bedürfnisse. Er trägt dadurch zur Lebensfreude und gesellschaftlichen Teilhabe der besuchten Menschen bei."

Einen Besuchsdienst gibt es momentan nur für Alten- und Pflegeheime

Bisher gibt es einen Besuchsdienst nur für die Alten- und Pflegeheime. "Auch dort sind Neulinge jederzeit willkommen", sagt Emken. Dieses Projekt richtet sich besonders an daheim allein lebende Senioren. Ehrenamtliche können ihnen als Rollstuhlschieber, Vorleser, Gesprächspartner, Mitspieler oder Ausgehhilfe kostbare Zeit schenken.

Emken erläutert das Vorhaben: Demnach entscheiden sich Interessierte zu Beginn, ob sie regelmäßig eine Seniorin oder einen Senior besuchen, einige Male im Jahr ein Gruppenangebot im Seniorenwohnheim unterstützen oder im Namen der Pfarrei einen Geburtstagsbesuch übernehmen möchten. Damit variiert das zeitliche Engagement von einem Mal pro Halbjahr bis zu einem Mal pro Woche. 

Besuche bei Senioren geben auch den Ehrenamtlichen viel mit

Paul Seelhorst ergänzt, dass der Zeitraum des Engagements ebenfalls begrenzt werden könne. Auch Hospitationen bei Gruppenangeboten seien denkbar, bevor man sich festlegt.

Kröger, Emken und Seelhorst rufen auch zu gemeinsamen Aktivitäten auf. Diese richteten sich aber selbstverständlich nach den Bedürfnissen und Befindlichkeiten der Besuchten. Vieles sei denkbar: vom einfachen Gesellschaft leisten bis hin zu Ausflügen oder dem Besuch kultureller oder sportlicher Veranstaltungen.

Emken nennt als Vorteile eines organisierten Besuchsdienstes das Engagement in der Gemeinschaft, die Anleitung und Begleitung sowie den gegenseitigen Austausch. "Sie setzen Ihre Fähigkeiten ein, entwickeln sich persönlich weiter und setzen sich über die Begleitung älterer Menschen mit der eigenen Schwäche, Endlichkeit und dem Glauben auseinander", sagt sie.

  • Info: Der Informationsabend zum Besuchsdienst der Pfarrei St. Gertrud findet am Montag (10. Oktober) um 19 Uhr im Adolf-Kolping-Haus statt. Mitglieder des Sachausschusses, der Fachdienst Gemeindecaritas, Susanne Uchtmann vom St. Elisabethhaus sowie bereits Engagierte werden berichten und stehen für Rückfragen bereit. Cornelia Emken ist außerdem unter Telefon 04442/9341682 erreichbar.

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