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Die "Obelix-Hose"

Kolumne: Das Leben als Ernstfall – Endlich Frühling. Endlich Sonne. Die warme Jahreszeit birgt aber auch so seine Tücken. Erst recht in Sachen Mode.

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Warme Sonnenstrahlen streicheln das Gesicht, Frühlingsgefühle erwachen, die ersten Sommersprossen kommen zum Vorschein, die Winterjacken und die dicken Boots werden in der hintersten Ecke des Schrankes verbannt. Hiermit erkläre ich die kalte Jahreszeit für offiziell beendet. Einem Ende wohnt allerdings auch immer ein Anfang bei. In diesem Fall: der Beginn gnadenloser Modesünden. Und damit meine ich nicht nur die klassischen wadenhohen Tennissocken in Sandalen. Während sich Frauen immer wieder für viel zu kurze Shorts entscheiden, wählen Männer gerne viel zu enge Cargo-Hosen. Bei Frauen blitzt im Sommer oft der hautfarbene BH hervor und Männer laufen – trotz Bierplauze – gern mit offenem Hemd oder gar ganz "oben ohne" herum. Die Hitze verzeiht viel. Aber nicht alles.

Aber es gibt auch einfach Kleidungsstücke, die wir Frauen lieben und Männer an uns hassen. Die "Obelix-Hose" zum Beispiel. Stellen wir uns doch jetzt alle einmal den liebenswerten großen und kugelrunden Gallier vor. Seine blau-weiß gestreifte Hose reicht fast bis zum Kinn, sein dicker ballonförmiger Bauch wird bestens in Szene gesetzt. Laut Männern passiert das auch mit uns Frauen, sobald wir eine "High-Waist-Hose" tragen. Unser Bauch wird zu Obelix. Da kann Frau auch noch so schlank sein. 

Der Klassiker unter Kleidungsstücken – in diesem Fall sind es Schuhe, die Männer nicht mögen, sind Ballerinas. Weil sie so flach sind, sorgen sie nämlich angeblich für einen plumpen Gang. Und: In ihnen sollen die Füße wahnsinnig groß aussehen. Angeblich. Macht nichts. Sie sind bequem, und allein deswegen haben sie schon ihre Daseinsberechtigung. Immerhin geduldet werden Birkenstocks. Früher als Ökolatschen verteufelt, sind Birkenstocksandalen seit zwei Sommern aus unseren Schuhschränken nicht mehr wegzudenken.  

"Für Männer ist die Handtasche einer Frau ein großes Mysterium. Sie gehört zu den großen ungelösten Rätseln unserer Zeit."Sandra Hoff

Ich persönlich liebe ihn: den Oversize-Look. Was sicherlich auch daran liegt, dass ich nach dem langen Winter das eine oder zehnfache Schokoladenpölsterchen zu verstecken habe. Die Herren der Schöpfung hingegen denken sich nur: „Wieso trägt sie keine Sachen, die ihr passen?“ und fragen sich, was wir unter dem weiten Shirt oder der XXL-Jacke zu verbergen haben.

Ein Thema für sich sind Handtaschen. Eines der ältesten Naturgesetze dieser Welt lautet, dass Frauen Taschen lieben. Hierbei gibt sich Frau äußerst polygam, es darf gerne mehr als eine sein (Ausnahmen bestätigen die Regel). Unter den Liebhaberstücken wird eine Tasche in der Regel bevorzugt behandelt. Die Auserwählte muss weder besonders gut aussehen, noch teuer sein. Nein, sie muss lediglich so geschnitten sein, dass Frau ihren halben Hausrat reinstopfen und möglichst nichts in unter 5 Minuten wiederfinden kann. Schließlich können es manche Taschen mit dem Fassungsvermögen eines Umzugswagens aufnehmen.

Für Männer ist die Handtasche einer Frau ein großes Mysterium. Sie gehört zu den großen ungelösten Rätseln unserer Zeit. Böse (männliche) Zungen behaupten sogar, Frau habe sich evolutionär gesehen nur deswegen so große Taschen zugelegt, damit sie im Restaurant so lange nach ihrem Portemonnaie wühlen kann, bis Mann schon längst die Rechnung beglichen hat. Das stimmt natürlich nicht. Lieben müsst ihr unser Faible für Handtaschen auch nicht, liebe Männer, aber wenn ihr an Geburtstagen oder an Weihnachten wieder nicht wisst, was ihr uns schenken könnt: Denkt an diese Kolumne. Handtaschen und Schmuck gehen immer.


Zur Person:

  • Sandra Hoff ist Redakteurin der OM-Medien.
  • Die Autorin erreichen Sie per E-Mail unter: redaktion@om-medien.de.

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