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Die Neubauplanungen der Löninger Förderschule stocken

Schulleiterin Annegret Krassen hat Löningens Bürgermeister Sibbel über fehlende Räume am derzeitigen Standort informiert. Sie wünscht sich für den geplanten Neubau einen Standort im Schulzentrum.

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Nicht mehr geeignet: Die Maximilian-Kolbe Förderschule platzt aus allen Nähten. Der vom Kreis als Schulträger erarbeitete Raumbedarfsplan kann nur durch einen Neubau erfüllt werden. Foto: Siemer

Nicht mehr geeignet: Die Maximilian-Kolbe Förderschule platzt aus allen Nähten. Der vom Kreis als Schulträger erarbeitete Raumbedarfsplan kann nur durch einen Neubau erfüllt werden. Foto: Siemer

Diskutiert und beraten werden die Planungen für einen Neubau der Maximilian-Kolbe Förderschule schon seit rund 2 Jahren. Auch zum möglichen Standort gibt es bereits konkrete Überlegungen: Ein neues Gebäude als Teil des Schulzentrums an der Linderner Straße direkt gegenüber der Realschule.

Doch momentan gibt es in dieser Frage keine Bewegung, das heißt die Neubauplanungen stocken. Ursache sind nach Informationen von OM-Online noch nicht abschließend geklärte Fragen, die trotz der grundsätzlichen Einigung zwischen allen Beteiligten noch nicht formell abgeschlossen werden konnten. „Alle sind sich einig, wir hoffen, dass diese Sache schon bald vom Tisch ist“, erklärt Bürgermeister Burkhard Sibbel. Gleichzeitig betont er, dass die Stadt die Pläne des Landkreises als Schulträger der Förderschule natürlich nach besten Kräfte unterstütze. Während eines Besuchs der Schule am Hohen Ufer versicherte er der Rektorin Annegret Krassen, dass sich die Stadt für den von der Schule gewünschten neuen Standort an der Linderner Straße einsetzen werde. Grundlage für die Überlegungen, die Schule neu zu bauen, ist der von der Verantwortlichen der Kreisverwaltung erstellte Raumbedarfsplan.

Stadt macht sich Hoffnungen Schule zu übernehmen

Die Maximilian-Kolbe-Schule (MKS) ist eine Ganztags-Förderschule für Schüler und Schülerinnen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung. Dieser Bedarfsplan sei im Schulausschuss vorgestellt worden, erläutert der Vorsitzende Stefan Schute (CDU) aus Lindern. Der notwendige Platz könne, so sei festgestellt worden, nur durch einen Neubau und nicht durch Erweiterungen und Umbauten der jetzigen teilweise über 50 Jahre alten Gebäude gedeckt werden, so Schute. Ein Abriss und Neubau am Hohen Ufer mache wegen der damit verbundenen Probleme wie einer teuren Container-Zwischenlösung überhaupt keinen Sinn, sieht auch Schute die Überlegungen für den neuen Standort an der Linderner Straße als einzig sinnvolle Lösung an.

Dass die Weichen auch bei den Verantwortlichen bereits so gestellt sind, zeigt sich auch am Verzicht der Stadt auf den Bau eines neuen Kindergartens mit Krippe neben der neuen Feuerwehr. Das eingeplante Geld wurde bereits für 2021 aus dem Haushalt gestrichen, da sich die Stadt berechtigte Hoffnungen macht, dass sie die Kolbe-Schule übernehmen und sie dann zum Kindergarten und zur Krippe umbauen kann. Der Standort in unmittelbarer Nähe zu mehreren bestehenden großen und auch zu neuen Baugebieten wie "Böener Esch II und III“ ist ideal.

Möglicher neuer Standort: Eine Fläche im Schulzentrum an der Linderner Straße gegenüber der Realschule und südlich der neuen Verbindung zwischen Elberger und Linderner Straße. Foto: SiemerMöglicher neuer Standort: Eine Fläche im Schulzentrum an der Linderner Straße gegenüber der Realschule und südlich der neuen Verbindung zwischen Elberger und Linderner Straße. Foto: Siemer

Wie dringend notwendig ein Neubau ist, hatte Schulleiterin Annegret Krassen dem Bürgermeister während eines Besuchs erläutert. Die derzeitige Raumsituation belaste die Arbeit jeden Tag aufs Neue. Die MKS sei zwar bei der Ausstattung mit digitalen Medien auf neuestem Stand, aber platze aus allen Nähten, jeder winzige Winkel sei, zum Teil auch multifunktional, ausgenutzt für therapeutische und unterrichtliche Zwecke.

Nichtsdestotrotz fehle es an den notwendigen Fach-, Gruppen-, Ausweich- sowie Förderschwerpunkt-spezifischen Räumen, die für eine intensive Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie für das gesamte Schulleben notwendig seien und auch für gute Arbeitsbedingungen des Lehr- und Fachpersonals sorgten. Die Rektorin betonte, dass es von enormer Bedeutung sei, die Kolbe-Schüler im Schulzentrum anzusiedeln. Denn nur ein gemeinsamer Standort mit den anderen Schulen biete die Chance, Barrieren zu überwinden und Inklusion zu leben.

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