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Die Mehrheit der Bürger sieht eine gute Perspektive für Dammes Zukunft

Insgesamt rund 405 Befragte aus Damme haben sich zu den unterschiedlichen Themenbereichen Stadt, Kultur, Kommunalpolitik und Schule geäußert. Die Resonanz fiel dabei grundsätzlich positiv aus.

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Viel Optimismus: Nach Ansicht der Mehrheit der Teilnehmer an einer Umfrage von OM-Medien befindet sich Damme auf einem guten Weg. Foto: von den Driesch

Viel Optimismus: Nach Ansicht der Mehrheit der Teilnehmer an einer Umfrage von OM-Medien befindet sich Damme auf einem guten Weg. Foto: von den Driesch

Großer Optimismus hinsichtlich der Dammer Perspektiven, Zustimmung zum kulturellen Angebot, eine aus Sicht der Kommunalpolitiker gewiss akzeptable Bewertung ihrer Arbeit und eine von einer größeren Zurückhaltung geprägte Einschätzung, ob die Trennung zwischen der Haupt- und der Realschule zu begrüßen ist: OM-Medien hat in einer Umfrage 405 Bürgerinnen und Bürger zu ihrer ganz persönlichen Einschätzung von vier Themen gebeten.

Über 70 Prozent der Dammer Befragten befürworten die Zukunftspläne

Sehr erfreut reagierte Bürgermeister Mike Otte (CDU) auf den Optimismus, mit dem die große Mehrheit der Befragten die Zukunftsaussichten der Stadt Damme bewerten. Mehr als 70 Prozent sehen die als gut oder zumindest eher gut an. „Die Zahl stimmt mich sehr froh“, sagte der Bürgermeister. Als einen Grund für die Einschätzung nannte er die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Stadt.

Anerkennung: Insgesamt durchaus zufrieden mit der Arbeit der Kommunalpolitiker, hier Mike Otte (Mitte) und seine stellvertrtenden Bürgermeister Ruth Bresser und Bernard Decker, sind die Befragten in Damme. Foto: LammertAnerkennung: Insgesamt durchaus zufrieden mit der Arbeit der Kommunalpolitiker, hier Mike Otte (Mitte) und seine stellvertrtenden Bürgermeister Ruth Bresser und Bernard Decker, sind die Befragten in Damme. Foto: Lammert

Die Wirtschaft habe sich auch während der Corona-Pandemie als sehr robust erwiesen. Sie wachse weiter, es gebe viele Arbeitsplätze vor Ort. Das sei einer der Gründe, warum viele, vor allem auch jüngere Menschen nach Damme ziehen. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Walter Goda sagte mit Blick auf die Zukunft Dammes: „Die sehe ich als sehr gut an. Wir sind auf einem guten Weg.“ Die Stadt werde weiter wachsen, sowohl in den Bereichen Gewerbe als auch Wohnen. Das Umfeld sei für die Menschen von der Gesundheitsversorgung über das umfangreiche Vereinsangebot bis hin zu den Schulen hervorragend. „Und wir haben eine schöne Landschaft“, sagt Walter Goda. Alles das, ergänzt Mike Otte, sei manchen Bürgern vielleicht auch gerade während der Pandemie wieder richtig bewusst geworden.

Auch Ilse Honkomp sieht Dammes Zukunft sehr optimistisch. „Die Stadt hat trotz Corona viel auf den Weg gebracht. Ich denke zum Beispiel an den neuen Kindergarten im Baugebiet Holter Kapelle oder den Neubau der Hauptschule“, erklärte das SPD-Ratsmitglied aus Bergfeine. Vieles stehe weiter auf der Agenda, um Damme noch weiter voranzubringen. Ihr ist in dem Zusammenhang vor allem die Sicherung des Krankenhauses St. Elisabeth wichtig. Dafür wolle sie sich in Zukunft besonders einsetzen. Ebenfalls besonders am Herzen liegt ihr die Attraktivität der Dammer Innenstadt. Auch daran wolle sie in dieser Wahlperiode intensiv mitarbeiten.

Die Aufteilung der Schulformen soll beibehalten werden

Mit 34,87 Prozent war „keine Antwort“ bei der Frage nach der Trennung der beiden Schulen die meist gewählte. Bei der Trennung müsse es auch in Zukunft unbedingt bleiben, sagten Natalie Schwarz als Vorsitzende des Schulausschusses sowie Maria Pille und Birgit Meyer, die Vorsitzenden der Schulelternräte der Realschule beziehungsweise der Hauptschule. Welch hohes Ansehen diese beiden Schulen über die Grenzen Dammes hinaus besitzen, zeigt sich nach Worten Maria Pilles daran, dass viele auswärtige Jugendliche sie besuchen wollen.

Für die Beibehaltung der Trennung spricht nach Ansicht der Rüschendorferin Birgit Meyers, die im Landeselternrat Niedersachsen die Hauptschulen vertritt, ferner, dass sich die Kinder und Jugendlichen in der Hauptschule auch wegen der kleineren Klassen individueller fördern lassen, als wenn sie eine Oberschule mit wesentlich größeren Klassen besuchen würden: „Ich halte die Hauptschulen für sehr wichtige Glieder in der Schullandschaft.“ Das sieht Maria Pille ähnlich. Durch die Trennung sei in den Schulen ein wesentlich differenzierterer Unterricht möglich, der sich an der Leistungsstärke der Kinder und Jugendlichen orientieren könne. Natalie Schwarz verwies in dem Zusammenhang darauf, dass die Hauptschule ein ganz anderes Curriculum hat als eine Oberschule.

Es gebe definitiv kein Bestreben in der Dammer Kommunalpolitik, die Haupt- und die Realschule zu einer Oberschule zusammenzulegen, erklärte sie. Zwar werden in absehbarer Zeit die beiden Schulen unmittelbare Nachbarn sein, wenn das neue Hauptschulgebäude direkt angrenzend an das der Realschule gebaut ist, aber auch dann wird es nach Ansicht der Ratsfrau von der CDU und langjährigen Vorsitzenden des Schulausschusses des Rates bei der Trennung bleiben.

Die Zufriedenheit mit der Kommunalpolitik ist durchwachsen

Fast 50 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Dammer Kommunalpolitiker als gut oder eher gut, fast 30 Prozent vergeben die Note „Ausreichend“. Nicht einmal 10 Prozent urteilen mit mangelhaft. Er habe den Eindruck, dass die meisten Bürger die Arbeit der örtlichen Politik als gut einschätzen, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Frank Hörnschemeyer, seine Einschätzung unabhängig vom Ergebnis der Umfrage. Heiko Bertelt, Chef der FDP-Fraktion, sieht im Umfrageergebnis den Ansporn, als Kommunalpolitiker noch besser zu werden und die Öffentlichkeitsarbeit weiter zu steigern. Über das wie müsse die Politik diskutieren.

Auf jeden Fall müsse sie vermehrt auf die Sozialen Medien setzen, um auch jüngere Bürger anzusprechen. Florian Thamann, Die Grünen und Vorsitzender der Fraktionsgemeinschaft Die Grünen/SPD, hält es für essenziell, die Dammer Bürger noch intensiver in Entscheidungsprozesse einzubinden. Das gelte nicht nur für die Jugendlichen, denen die Fraktionsgemeinschaft ein Mitwirken über ein Jugendparlament ermöglichen möchte. Er denke zum Beispiel auch an Beiräte. Je mehr Beteiligungsformen es gebe, desto besser sei es.

Ganz wichtig sei aber: Wenn Bürger in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, dann müsse die Politik deren Anregungen und Wünsche auch berücksichtigen, unterstrich Florian Thamann. Frank Hörnschemeyer sagte, in der Vergangenheit habe die Politik Bürger immer wieder beteiligt. So bei der Dorfentwicklung Damme-Ost, wo die Bürger nicht nur ihre Vorschläge bei Umfragen äußern konnten, sondern auch in Arbeitsgruppen an der Umsetzung mitwirken. Das sollte es auch in Zukunft geben, wenn es demnächst zum Beispiel um die Innenstadt und die weitere Steigerung ihrer Attraktivität geht.

Trotz Ausfällen besteht Zufriedenheit mit dem kulturellen Angebot

Dem ländlichen Raum haftet manchmal der Ruf an, kulturell hinterherzuhinken. Diesen Eindruck hat die große Mehrheit der Befragten offenbar nicht. Immerhin mehr als 62,5 Prozent bewerten das kulturelle Angebot als gut oder eher gut, 30,51 als ausreichend. „Das Angebot ist gut“, befindet der Fotograf Norbert Enker. Es überzeuge durch seine Vielfalt, für die etwa im musikalischen Bereich die Namen Matthias Stöver und Hendrik Abeln stehen, die für den Kunst- und Kulturkreis Konzerte organisieren. Aber auch Lesungen, Ausstellungen und anderes rundeten das umfangreiche Programm ab.

Zur Vielfalt der Kulturszene gehörten jedoch zum Beispiel auch die Theaterfreunde Osterfeine, die ihre Stücke auf Platt spielen, damit das Plattdeutsche pflegten und viele Fans hätten, sagte Norbert Enker. Der würde, wenn er denn einen Wunsch frei hätte, gerne eine Ausstellung des weltbekannten Fotografen Sebastio Salgado in Damme ansehen. Aber das wird sich nie erfüllen lassen, meinte er. Dr. Lars Petersen, der Vorsitzende des Kunst- und Kulturkreises, sieht trotz der recht positiven Bewertung Luft nach oben.

Wichtig sei es da auch, die Bürger schon im Vorfeld von Veranstaltungen noch intensiver auf diese hinzuweisen. Allerdings sei die Arbeit der Kulturschaffenden wegen Corona in den vergangenen beiden Jahren äußerst schwierig gewesen. Viele geplante Veranstaltungen seien ausgefallen. Für das laufende Jahr stellt der Kunst- und Kulturkreis wieder ein Programm auf, in der gewohnten Bandbreite. Und das in der Hoffnung, es durchziehen zu können.

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