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Die Luca-App geht im Kreis Cloppenburg an den Start

Ein Schritt in Richtung Öffnungen und Lockerungen: Im Landkreis Cloppenburg ist die Luca-App ab sofort startklar. Das teilt die Kreisverwaltung am Freitag mit.

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Symbolfoto: dpa

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Noch geben die aktuellen Infektionszahlen keinen Anlass, um über Öffnungen und Lockerungen in der Pandemie zu sprechen. Am Freitag ist aber zumindest eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen worden. Der Landkreis Cloppenburg sieht die Luca-App "ab sofort einsatzbereit". Das teilte Kreissprecher Frank Beumker am Freitagnachmittag mit. Mit der App, die auch im Nachbarlandkreis Vechta zum Einsatz kommt, soll vor allem die digitale Kontaktnachverfolgung von Corona-Neuinfektionen gewährleistet sein. 

"Die App wird zum schnellen Unterbrechen von Infektionsketten beitragen", zeigt sich Beumker überzeugt. Die Voraussetzungen seien durch "wochenlange vorbereitungen" jetzt geschaffen worden. Doch bei der reinen digitalen Kontaktnachverfolgung soll es nicht bleiben. Die App soll auch Öffnungsperspektiven im Landkreis Cloppenburg eröffnen. 

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und "ermöglichen den Einsatz zum Beispiel in Gastronomiebetrieben, Krankenhäusern, Friseursalons sowie im Einzelhandel", erklärt der Kreissprecher. Landrat Johann Wimberg rief am Freitag schon dazu auf, dass sich möglichst viele Bürger und Betriebe die App herunterladen und nutzen

„Restaurants, die besonders geeignet für den Einsatz derartiger Apps sind, dürfen zwar aktuell nicht öffnen. Der Landkreis Cloppenburg möchte jedoch bereits jetzt bestmöglich auf zukünftige Öffnungsschritte vorbereitet sein“, erklärte Landrat Johann Wimberg.

Und so funktioniert's: Gäste oder Kunden müssen ihre Kontaktdaten nur einmal in der Luca-App eintragen und sich dann registrieren, indem vor Ort ein QR-Code gescannt wird. Damit kommt der Anbieter seiner Dokumentationspflicht nach, gleichzeitig werden sämtliche Informationen datenschutzkonform verschlüsselt und sind bei Bedarf für das Gesundheitsamt verfügbar. "Die Kontaktdatenlisten müssen durch den Betreiber einer Einrichtung, wie eines Restaurants, auf Anfrage der Behörden freigegeben werden", erklärt Beumker. Auch das Land Niedersachsen will bei möglichen Öffnungsstrategien auf die Luca-App setzen.

Die App gibt es Android-Smartphone und iPhones. sie kann über die jeweiligen App-Stores kostenfrei heruntergeladen werden. Alle Informationen gibt es auf der Website der Entwickler. Die haben mittlerweile auch an einem analogen "Schlüsselanhänger" getüftelt. Er soll Ende April auf den Markt kommen und richtet sich speziell an jene, die kein Smartphone haben oder nicht ihr Handy nutzen wollen.

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