Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Die Linke unterstützt Meldeportal gegen Mindestlohnbetrug

Besonders Arbeitnehmer mit schlechten Sprachkenntnissen und wenig Wissen um Arbeitnehmerrechte seien so oft Leidtragende „verbrecherischer Unternehmerpraxis", so die Partei.

Artikel teilen:
Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

Anlässlich des Tages der Arbeit hat auch „Die Linke“ im Landkreis Cloppenburg auf die Situation der Arbeitnehmer hingewiesen, die Partei unterstützt das Meldeportal gegen Mindestlohnbetrug. „Besonders der Kreis Cloppenburg ist durch den hohen Anteil prekärer Beschäftigung von 29 Prozent bei allen Arbeitnehmern besonders betroffen", so die Linke.

Viele ausländische Hilfskräfte im Bereich Ernte- und Schlachthelfer, als auch im Bereich Baugewerbe und Hoteliere würden unter der derzeitigen Situation leiden. Besonders Arbeitnehmer mit schlechten Sprachkenntnissen und wenig Wissen um Arbeitnehmerrechte seien so oft Leidtragende „verbrecherischer Unternehmerpraxis. Mindestlohnbetrug ist dabei kein Kavaliersdelikt, sondern Wirtschaftskriminalität“.

Neben den Menschen in diesen Bereichen seien es auch oft Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor. Frisöre, Floristen und  Einzelhandel liegen oft nur bei gut 1700 Euro brutto Verdienst im Monat, wie eine Anfrage der Linken im Bundestag ergab. „Davon lassen sich weder die stark ansteigenden Mieten mehr bezahlen, noch die eigene Familie ernähren“.

Wirtschaftlicher Erfolg zu Lasten von Mensch, Tier und Umwelt

In der OM-Region gehe der wirtschaftliche Erfolg zu Lasten von Mensch, Tier und Umwelt. „Das muss sich ändern und dafür kämpfen wir in der Region und im Bund“, so die Linke. Völlig unverständlich sei, dass die lokalen Politiker sich bei den großen Schlachtbetrieben inszenieren und diese Branchen als „systemrelevant“ bezeichnen. 

„Beim Mindestlohnbetrug werden manche Unternehmen kreativ, um im Falle einer Kontrolle nicht auffällig zu werden. So werden Arbeitsmittel, Unterkunft und Sicherheitsausststattung in Rechnung gestellt, die eigentlich das Unternehmen bezahlen müsste“. Auch die Einforderung von Überstunden, sowie Mehrarbeit an Wochenend- und Feiertagen, die in manchen Branchen maximal unvollständig erfassst würden, seien eine bekannte Form von Mindestlohnbetrug, die der Partei auch im Kreis Cloppenburg seit Jahren bekannt seien.

„Hier muss sich etwas ändern! Gute Löhne heißt regionale Wertschöpfung. Das wiederrum unterstützt die kleine Wirtschaft vor Ort, belebt die toten Innenstädte und schafft eine starke Gesellschaft, in der Teilhabe für jeden möglich ist“ fordern die Linken. Dabei suchen sie auch noch Unterstützung für die Kommunalwahl im Herbst. Interessierte können sich unter Tel. 0173/6714535 oder per Mail an kontakt@die-linke-cloppenburg.de melden.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Die Linke unterstützt Meldeportal gegen Mindestlohnbetrug - OM online