Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Die Hitze lässt auch die Straßen schwitzen

In Damme hat es 2 Landesstraßen erwischt. Nun sind sie mit Sand abgestreut. Auch wenn sie jetzt wieder freigegeben sind, wäre Rücksicht gut.

Artikel teilen:
"Schwitzende Stellen" erkennt man an ihrem Aussehen. Foto: E. Wenzel

"Schwitzende Stellen" erkennt man an ihrem Aussehen. Foto: E. Wenzel

Gebrochen, klebrig und ölig schimmernd: So sehen einige Straßen im Landkreis Vechta zurzeit aus. Sie sind durch die Hitze am Mittwoch aufgeplatzt. Das klingt gewaltig, sei aber in der Realität nur halb so schlimm, sagt die zuständige Straßenmeisterei. Die Strecken seien auch bereits wieder befahrbar. Allerdings sei Vorsicht nötig.

Betroffen im Landkreis waren unter anderem die Straße von Damme nach Holdorf und die von Damme nach Steinfeld. Auch in Damme selber kam es zu Hitzeschäden. Die seien im Sommer normal, sagt der Leiter der Polizeistation Damme, Martin Marquardt. Nicht ganz so normal seien Schäden allerdings bereits im Juni. Die gebe es sonst erst später im Jahr.

Die Straßenmeisterei Vechta kümmert sich 

Erwischt hatte es jetzt vor allem Landesstraßen; Trägerin ist also die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. In ihrem Auftrag kümmert sich vor Ort die Straßenmeisterei Vechta. Laut Leiter Peter Nienaber hätten das Problem vor allem Fahrbahndecken, bei denen 2020 eine Oberflächenbehandlung angestanden hatte. 

Die Straßenmeisterei streut Sand auf die Fahrbahn. Foto: E.WenzelDie Straßenmeisterei streut Sand auf die Fahrbahn. Foto: E.Wenzel

Die Fahrbahn sei mit einer Bitumenemulsion angespritzt worden, sagt der Diplom-Ingenieur. Danach werde die Strecke mit Split abgestreut.
So solle die Unterlage abgedichtet werden. Auch verbesserten sich die Oberflächeneigenschaften der Fahrbahn. Die Strecke sei griffiger und es gebe weniger Probleme mit Aquaplaning. Außerdem sei das Arbeitsverfahren umweltfreundlich, da es energiesparend und emissionsfrei ablaufe.

Zunächst wird Sand gestreut, dann folgte die Detailkontrolle

Allerdings: Aufgrund der hohen Temperaturen in den letzten Tagen sei die Emulsion durch die Splitabdeckung nach oben gekommen, erklärt Nienaber. So seien die schwitzende Stellen entstanden. Als Sofortmaßnahme werden sie mit Sand abgestreut. Ob eine weitere Sanierung der Bereiche erforderlich sei, werde in den kommenden Wochen geklärt.  Bis dahin seien die betroffenen Straßen befahrbar. Nur in Damme war ein kaputter Abschnitt vorübergehend gesperrt. 

Und wie sollen sich die Auto- und Lkw-Fahrer nun verhalten? Die Straßen sollten möglichst schonend behandelt werden. Das Beste sei natürlich, sie nicht zu befahren, meint Marquardt. Das wäre aber sehr umständlich und auch nicht zwingend nötig.

Wichtig sei, auf den Fahrstil zu achten. Der Sand auf der Fahrbahn verhalte sich wie Rollsplitt. Es sei also rutschiger. Sollte also ein Tempolimit gelten, habe das gute Gründe.

Vorsicht vor fliegenden Sandteilchen

Zudem fliegen Sandteilchen durch die Reibung der rotierenden Reifen durch die Gegend. Je schneller die Reifen sich drehen, desto schneller fliegen auch die Teilchen. Das könne zu Schäden am Auto führen. Auch störe es umstehende Personen, weil eine große Menge an Staub aufgewirbelt werden kann, sagt der Leiter der Polizei Damme.

Nicht zu unterschätzen seien die Auswirkungen der Fahrgeschwindigkeit auf die Fahrbahndecke. Sie müsse geschont werden. Und: Sollte das Team der Straßenmeisterei vor Ort sein, wäre Rücksicht gut. 

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Die Hitze lässt auch die Straßen schwitzen - OM online