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Die Ex und ihren Liebhaber mit dem Fleischerbeil attackiert

Aus Eifersucht soll der Visbeker zugeschlagen haben. Den Nebenbuhler hatte der Mann im Schlafzimmerschrank entdeckt.

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Symbolfoto: M. Niehues

Symbolfoto: M. Niehues

Wegen versuchten Totschlags muss sich seit Freitag ein Visbeker (45) vor der Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten. Dem Angeklagten wird eine böse Eifersuchtstat zur Last gelegt. Er soll am 21. Dezember 2013 in Großenkneten/Ahlhorn mit einem Fleischerbeil auf seine Ex-Frau und deren vermeintlichen Liebhaber eingeschlagen haben.

Beim Prozessauftakt ließ der Angeklagte kein gutes Haar an seiner Ex-Frau. Sie habe während der Ehe stets viel Alkohol getrunken und sei dann ihm gegenüber äußerst aggressiv gewesen, erklärte der 45-Jährige. Er sei auch häufig von seiner Frau angegriffen worden. Dann sei er ausgezogen. War damit die Sache erledigt? Mitnichten.

Der Angeklagte will von Bekannten gehört haben, dass sich seine Frau anderen Männern zugewandt habe.  Am Tattag wollte er nun nach dem Rechten sehen. Er begab sich zu dem ehemals gemeinsam bewohnten Haus in Großenkneten/Ahlhorn. Durch ein Fenster hatte der Visbeker dann gesehen, dass seine Frau nackt war. Der 45-Jährige mutmaßte nun, sie könnte Männerbesuch haben. Er brach in das Haus ein und durchsuchte es. In der Tat: Im Schlafzimmerschrank stand ganz klassisch der Nebenbuhler.

Nun holte der Angeklagte aus der Küche ein Fleischerbeil. Damit schlug er laut Anklage zunächst auf den Nebenbuhler ein, dann auf seine Frau. Der vermeintliche Liebhaber wurde nur leicht verletzt, die Frau aber schwer. Ein Schlag mit dem Fleischerbeil traf sie im Gesicht. Sie konnte dann fliehen.

45-Jähriger war jahrelang nicht auffindbar

Der Visbeker bestritt vor Gericht eine Tötungsabsicht, auch wenn er zu seinem Nachbar vor der Tat gesagt habe, er werde seiner Frau den Kopf abschneiden. Der 45-Jährige will nur deswegen das Fleischerbeil geholt haben, um seiner Frau und dem Nebenbuhler Angst zu machen. Keineswegs habe er vorgehabt, jemanden zu verletzen oder gar zu töten. Er habe das Fleischerbeil auch nicht als Schlagwerkzeug eingesetzt, sondern seine Frau und den Mann nur mit der flachen Seite des Beils zur Seite gedrückt, so der Angeklagte.

Jahrelang war der 45-Jährige nicht auffindbar gewesen. Erst im vergangenen Jahr wurde er gestellt. Deswegen kann ihm erst jetzt der Prozess gemacht werden. Ursprünglich war die Tat als gefährliche Körperverletzung beim Amtsgericht in Wildeshausen angeklagt gewesen. Doch das Amtsgericht hatte gemeint, bei dem Sachverhalt könne es sich auch um ein versuchtes Tötungsdelikt handeln. Deswegen wurde das Verfahren an die Oldenburger Schwurgerichtskammer abgegeben.

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