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Die "echten" Dachdecker warnen vor Betrügern

Die Kreishandwerkerschaft Vechta warnt vor unseriösen Haustürgeschäften im Oldenburger Münsterland. Die vermeintlichen Profis verlangen für mangelhafte Arbeiten Wucherpreise.

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Vor Haustürgeschäften warnen die Polizei und die Kreishandwerkerschaft Vechta. Foto: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Vor Haustürgeschäften warnen die Polizei und die Kreishandwerkerschaft Vechta. Foto: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Die Dachdecker-Innung Vechta-Cloppenburg warnt vor unseriösen Haustürgeschäften. Mit einer entsprechenden Meldung hat sich am Wochenende die Kreishandwerkerschaft Vechta zu Wort gemeldet. Demnach gibt es seit einigen Tagen vermehrt Beschwerde-Anrufe von Kunden bei den "echten" Dachdeckern.

Die geprellten Kunden seien dabei auf "unseriöse Haustürgeschäfte" eingegangen und von Betrügern geprellt worden. Mit echten Handwerkern hätten die dubiosen Dienstleister nichts zu tun, heißt es. Es seien vor allem ältere Mitbürger, bei denen die Betrüger an der Haustür klingeln. "Ihnen werden Dachpfannenreinigungen inklusive Imprägnierung zu deutlich überhöhten Preisen angeboten", berichtet die Kreishandwerkerschaft Vechta.

Wucherpreise für verpfuschte Arbeiten

Dabei sei von bis 4000 Euro, die obendrein auch noch in bar bezahlt werden mussten, berichtet worden. Die Kreishandwerkerschaft spricht dabei von "Wucherpreisen". Doch es kommt noch schlimmer: Die Opfer seien von den vermeintlichen Profis auf angebliche Schadstellen am Dach hingewiesen worden. Die angebliche Reparatur werde dann auch noch "mangelhaft ausgeführt".

Die Kreishandwerkerschaft rät dringend von derartigen Angeboten ab. Sie werden mittlerweile nicht nur an der Haustür unterbreitet, sondern auch telefonisch. Generell sollten Hausbesitzer keine Verträge unter Zeitdruck an der Haustür unterzeichnen.

In dieselbe Richtung geht auch die Warnung der Polizei. Erst Ende Juni hatten die Beamten berichtet, dass Betrüger an Türen klingeln, um Schäden an den Dachrinnen zu reparieren. Besonders perfide: Die Schäden hatten die Betrüger vor dem Klingeln an der Haustür offenkundig selbst verursacht.

Um sich vor derartigen Betrügereien zu schützen, gibt die Polizei diese Tipps:

  • Kaufen oder unterschreiben Sie niemals etwas an der Haustür.
  • Bedenken Sie: Die angebotenen Gegenstände oder Handwerkerleistungen sind meistens nur geringwertig, wenn nicht sogar wertlos.
  • Lassen Sie unaufgefordert kommende Handwerker oder Vertreter niemals in Ihr Haus oder Ihre Wohnung.
  • Zahlen Sie nie per Vorkasse!
  • Unterschreiben Sie nichts unter Zeitdruck.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht ganz genau verstanden haben. Unterschriften sind nie "reine Formsache".
  • Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten – beispielsweise durch Falschgeld – betrogen werden.
  • Sollten Sie sich zu sehr bedrängt fühlen, schließen Sie die Tür und rufen Sie die Polizei.
  • Falls Sie doch ein Geschäft abschließen sollten:
  • Bitten Sie Nachbarn oder Bekannte als Zeugen dazu, denn wenn Sie unterschreiben, schließen Sie einen Vertrag, ein verbindliches Rechtsgeschäft ab.
  • Achten Sie bei Haustürgeschäften auf das richtige Datum und die Unterschriften. Ein fehlendes oder falsches Datum erschwert gegebenenfalls die Durchsetzung Ihres Widerrufsrechts.
  • Fordern Sie eine Vertragsdurchschrift, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind.
  • Umfangreiches Informationsmaterial gibt es auch online unter www.polizei-beratung.de.

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