Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Die Dersabad-Sanierung wird deutlich teurer als erwartet

Die Bauarbeiten am Dammer Freibad beginnen Anfang September. Für Diskussion sorgten aber die Baukosten.

Artikel teilen:
Wird bald zur Baustelle: Der Verwaltungsausschuss stimmte der Sanierung des Dersabads am Donnerstag zu – trotz der stark angestiegenen Baukosten. Foto: E. Wenzel

Wird bald zur Baustelle: Der Verwaltungsausschuss stimmte der Sanierung des Dersabads am Donnerstag zu – trotz der stark angestiegenen Baukosten. Foto: E. Wenzel

Für Schwimmfreunde gibt es gute Neuigkeiten: Der 2. Abschnitt der Dersabad-Sanierung wird nun in Angriff genommen. Die Bauarbeiten sollen nach der diesjährigen Freibad-Saison am 5. September beginnen. Das teilt Dammes Bürgermeister Mike Otte mit.

Das Ja hatte der Verwaltungsausschuss am Donnerstag in einer außerordentlichen Sitzung gegeben. Getrübt wird die Freude durch die Kosten des Vorhabens. Die für die Gewinnung der Fördergelder nötige Baukostenschätzung aus dem Jahr 2021 hatte ergeben, dass die Nettobaukosten bei 933.865 Euro liegen werden. Bei der Angebotseröffnung in der vergangenen Woche machten sich die Folgen der Pandemie sowie diverse Lieferkettenprobleme bemerkbar: Mittlerweile liegen die Nettobaukosten bei 1.428.766 Euro – sie sind um rund 495.000 Euro gestiegen. Trotz des enormen Kostenanstiegs hat sich der Ausschuss für die Sanierung entschlossen, berichtet Otte. Er ergänzt: Die Entscheidung folgte einer intensiven Diskussion der Ausschussmitglieder.

Bund fördert das Dammer Bauprojekt mit 370.350 Euro

Unterstützung bei der Begleichung der Kosten bekommt die Stadt Damme von einer Förderung des Bundes. Das war dem Dammer Stadtrat wichtig, als er der Sanierung 2020 zustimmte. Das Ja des Rates war gekoppelt daran, dass sich der Bund mit Mitteln aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" an den Kosten beteiligt. Die Förderung liegt bei 370.350 Euro.

Trotz der explodierten Kosten steht Dammes Bürgermeister Mike Otte hinter dem Bauprojekt. Das Funktionsgebäude des Freibads stamme aus den Anfängen der 60er-Jahre – eine Sanierung sei nötig. Im ersten Bauabschnitt der Dersabad-Sanierung – im Jahr 2017 – wurden bereits das Becken und die Technik angegangen. Jetzt sei es an der Zeit, dass das Gebäude folge.

Geplant sind ein Neubau der Umkleide- und Sanitärbereiche sowie der Räume für das Personal und des Kiosks. Darüber hinaus soll der Eingang des Freibads verlegt werden. "Wir hoffen, dass wir bis zur Freibadsaison nächstes Jahr fertig sind", meint der Bürgermeister. Damit sei das Ziel der Mai 2023. Ob sich die Bauzeit aber tatsächlich in dem Rahmen hält, stehe noch aus. Das könne keiner sicher zusagen, erklärt Otte.

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Die Dersabad-Sanierung wird deutlich teurer als erwartet - OM online