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Die Corona-Zahlen im Oldenburger Münsterland steigen wieder

Auch in dieser Woche werden aus dem Kreis Cloppenburg wieder mehrere Todesfälle gemeldet. Der Anstieg bei den Infektionen betrifft auch den Landkreis Vechta.

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Symbolfoto: dpa

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Das wöchentliche Corona-Update für das Oldenburger Münsterland: In diesem Bericht geht es um die Entwicklungen vom 1. bis 8. Juni. Die Zahlen im Überblick:

Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg

Seit der letzten Meldung vom 1. Juni liegen dem Cloppenburger Gesundheitsamt 936 neue positive Testergebnisse vor. Um einen Vergleich zur Vorwoche vornehmen zu können, muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Cloppenburger Kreisverwaltung die ursprünglich am 1. Juni gemeldeten 1501 Coronafälle jetzt nachträglich nach unten korrigiert hat – und zwar sehr deutlich auf 669. Gleichwohl bedeutet das: Die Corona-Zahlen im Landkreis Cloppenburg steigen wieder.

"Bei der wöchentlichen Auswertung ist ein statistischer Fehler beim Programm aufgetreten. Die PoC-Antigen-Schnelltests sind fälschlicherweise mitgerechnet worden", erklärt Kreissprecher Frank Beumker am Mittwoch. Weil das Ergebnis eines PCR-Tests länger dauert, sei ein großer Teil dieser Schnelltest-Ergebnisse nun in dieser Woche bei den 936 nachgewiesenen Coronafälle enthalten, erklärt Beumker gegenüber OM-Online. Zusätzlich müsse berücksichtigt werden: Nicht jeder, der bei einem Schnelltest positiv auf Corona getestet wird, bemühe sich mittlerweile um ein PCR-Ergebnis.

Die notwendige Korrektur für die Vorwoche erklärt nunmehr auch die Abweichung bei der vom Robert-Koch-Institut berechneten 7-Tage-Inzidenz. Beim RKI lagen deutlich weniger nachgewiesene Coronafälle vor, als vom Kreishaus gemeldet. Das RKI berücksichtigt ausschließlich Coronafälle, die durch einen PCR-Test nachgewiesen worden sind.

Die nachträgliche Korrektur wirkt sich nun auch auf die Gesamtzahl der nachgewiesenen Coronafälle im Landkreis Cloppenburg aus: Sie liegt jetzt mit Stand vom 8. Juni bei 69.235.

Die aktuell gemeldeten Coronafälle verteilen sich in dieser Woche wie folgt auf die 13 Städte und Gemeinden (Vergleiche zur Vorwoche für einzelne Kommunen sind aufgrund der Korrektur nicht möglich). Ein örtlicher Schwerpunkt beim aktuellen Infektionsgeschehen ist in Friesoythe zu erkennen.

  • Barßel: 65 (Vorwoche: --)
  • Bösel: 39 (Vorwoche: --)
  • Cappeln: 28 (Vorwoche: --)
  • Cloppenburg: 166(Vorwoche: --)
  • Emstek: 50 (Vorwoche: --)
  • Essen: 37 (Vorwoche: --)
  • Friesoythe: 260 (Vorwoche: --)
  • Garrel: 82 (Vorwoche: --)
  • Lastrup: 41 (Vorwoche: --)
  • Lindern: 34 (Vorwoche: --)
  • Löningen: 59 (Vorwoche: --)
  • Molbergen: 16 (Vorwoche: --)
  • Saterland: 59 (Vorwoche: --)

Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, ist im Landkreis Cloppenburg seit der letzten Meldung vor einer Woche auf 247 gestiegen. Demnach sind dem Gesundheitsamt 6 weitere Todesfälle gemeldet worden. Das ist ein weiterer deutlicher Anstieg, nachdem das Gesundheitsamt bereits in der vorangegangenen Woche 9 Todesfälle gemeldet hatte. Es handele sich abermals um nachgemeldete Todesfälle, erklärt Beumker am Mittwoch: "Der jeweilige Todeszeitpunkt war im Mai, die Todesfälle wurden dem Landkreis Cloppenburg erst aktuell gemeldet."

Laut aktuellen Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: Divi) liegt zurzeit kein Covid-19-Patient auf der Intensivstation eines der Krankenhäuser im Landkreis Cloppenburg. Von 24 verfügbaren Betten sind laut Intensivregister aktuell 18 belegt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Mittwoch für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 278,6 gemeldet. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert mit 306,4 höher. Die aktuelle Berechnung des RKI basiert auf 481 nachgewiesenen Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen.

Die mobilen Impfteams des Landkreises Cloppenburg haben mit Stand vom 7. Juni 2136 Erst-, 2653 Zweit- und 22.350 Booster-Impfungen durchgeführt. Mit Blick auf die Zahlen der Vorwoche heißt das: In der letzten Woche sind 6 Erstimpfungen, 3 Zweitimpfungen und 25 Boosterimpfungen durch die mobilen Impfteams hinzugekommen. Bei der Sonderimpfaktion im Landkreis Cloppenburg für 5- bis 11-Jährige mit dem für Kinder zugelassenen Vakzin von Biontech/Pfizer wurden bisher 2351 Impfungen von den mobilen Impfteams verabreicht (plus 5 seit der letzten Meldung in der Vorwoche).


Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Dem Vechtaer Gesundheitsamt sind seit der letzten Meldung vom 1. Juni 703 neue positive Testergebnisse gemeldet worden. Zum Vergleich: In der Vorwoche sind es 383 Neuinfektionen gewesen. Damit wurden mit Stand vom 8. Juni seit Beginn der Pandemie insgesamt 64.621 Infektionen im Landkreis Vechta registriert.  Die neuen Coronafälle verteilen sich in dieser Woche wie folgt auf die zehn Städte und Gemeinden:

  • Bakum: 55 (Vorwoche: 26)
  • Damme: 104 (Vorwoche: 41)
  • Dinklage: 63 (Vorwoche: 13)
  • Goldenstedt: 24 (Vorwoche: 24)
  • Holdorf: 42 (Vorwoche: 20)
  • Lohne: 149 (Vorwoche: 49)
  • Neuenkirchen-Vörden: 33 (Vorwoche: 35)
  • Steinfeld: 43 (Vorwoche: 24)
  • Vechta: 157 (Vorwoche: 121)
  • Visbek: 33 (Vorwoche: 30)

Laut aktuellen Angaben aus dem Vechtaer Kreishaus werden zurzeit 6 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt. Es befindet sich ein Covid-Patient auf der Intensivstation, der beatmet werden muss.

Das Robert-Koch-Institut hat am Mittwoch für den Landkreis Vechta eine 7-Tage-Inzidenz von 287,4 gemeldet. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert bei 251,2. Die aktuelle Berechnung des RKI basiert auf 413 nachgewiesenen Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen. In der 21. Kalenderwoche haben die mobilen Impfteams des Landkreises 93 Impfdosen verabreicht (Vorwoche: 10).

Der Landkreis Vechta weist aktuell darauf hin, dass das Gesundheitsamt nicht für die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen im Falle einer Infektion zuständig ist, sondern der behandelnde Arzt. Darauf hatte der Landkreis Cloppenburg bereits Ende April hingewiesen.

„Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus und Krankheitssymptomen, aufgrund derer der Berufstätigkeit nicht nachgegangen werden kann, stellt die Ärztin oder der Arzt eine AU-Bescheinigung aus“, erklärt Kreissprecherin Eva-Maria Dorgelo. Dies gelte auch dann, wenn das Gesundheitsamt eine Isolation angeordnet hat. „In diesem Fall haben Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz und nicht auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz.“

Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus ohne Krankheitssymptome könne der Arzt ebenfalls grundsätzlich eine AU-Bescheinigung ausstellen, da der Patient aufgrund der Infektion die Wohnung nicht verlassen kann, um seinen Arbeitsplatz aufzusuchen. Ausnahme: Der Arbeitnehmer kann im Home-Office während der Isolation arbeiten.


Die Corona-Lage in Niedersachsen:

Ein Blick auf die landesweite Entwicklung zeigt: Die beiden Landkreise Cloppenburg und Vechta bewegen sich mit ihren aktuellen 7-Tage-Inzidenzen aktuell im unteren Mittelfeld. Die niedersachsenweit höchste Inzidenz wird für das benachbarte Ammerland mit 636,7 gemeldet (das ist übrigens gleichzeitig auch der zweithöchste Wert bundesweit). Der landesweit niedrigste Wert kommt am Mittwoch aus dem Landkreis Northeim mit 152,5. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 313,8.

Die Hospitalisierung ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Aus Hannover wird am Mittwoch ein Wert von 4,4 gemeldet (vor genau einer Woche: 4,1).  Die Intensivbettenquote ist im Vergleich zu Vorwoche (2,2) hingegen leicht gesunken. Am Mittwoch wird aus Hannover ein Wert von 1,8 gemeldet.


Die Corona-Lage bilden wir (soweit möglich) auch weiterhin täglich aktualisiert auf unserer Corona-Sonderseite www.om-online.de/corona ab. Hier finden Sie eine Corona-Karte für die Kommunen des Oldenburger Münsterlandes sowie die vom Robert-Koch-Institut und Landesgesundheitsamt zur Verfügung gestellten Daten von uns grafisch aufbereitet. Dazu auf einem Blick: die aktuellsten Meldungen und Berichte zum Thema Corona.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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