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Die Corona-Lage: Steigende Zahlen in Vechta, sinkende in Cloppenburg

Das Oldenburger Münsterland bleibt auch am Samstag Hochinzidenzgebiet. Beide Landkreise liegen weiterhin über der 100er-Marke.

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Noch keine Zeit für Öffnungen: Die Inzidenzen für das Oldenburger Münsterland liegen weiter über der 100er-Marke. Foto: dpa/Kahnert

Noch keine Zeit für Öffnungen: Die Inzidenzen für das Oldenburger Münsterland liegen weiter über der 100er-Marke. Foto: dpa/Kahnert

Das ist die Corona-Lage im Oldenburger Münsterland: Im Landkreis Vechta ist die 7-Tagesinzidenz am Samstag erneut angestiegen. Der Kreis liegt mit 130,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche jetzt im niedersachsenweiten Vergleich auf Platz 3 der am stärksten betroffenen Kommunen. Das geht aus Daten des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) hervor. Die Entwicklung im Landkreis Cloppenburg geht unterdessen in eine völlig andere Richtung: Die Zahlen gehen deutlich zurück. Nachdem die Landesbehörde am Freitag für den Bereich Cloppenburg eine Inzidenz von 141,2 ermittelt hatte, sind es am Samstag 115,4 - das NLGA führt am Samstagmorgen allerdings keine neuen Fälle in seiner Statistik.

Was hat das für Auswirkungen? Die Landkreise Cloppenburg und Vechta gehören mit den weiterhin hohen Infektionszahlen zu den sogenannten "Hochinzidenzkommunen" in Niedersachsen. Es gelten die bekannten Lockdown-Regeln mit den bekannten Ausnahmen - etwa für Buchläden und Friseure. Grundsätzlich gilt: Ein Landkreis wird als "Hochinzidenzkommune" eingestuft, bis die 7-Tagesinzidenz in 7 aufeinander folgenden Tagen unterhalb der 100-Marke liegt. Weitere Öffnungen gibt es, wenn die Kreisverwaltung die Infektionslage als stabil einschätzt.

Anders ist die Regelung für die Öffnung von Kitas: Für eine weitere Öffnung muss die 7-Tagesinzidenz mindestens 3 Tage unterhalb der 100er-Marke liegen. Oberhalb dieser Grenze dürfen sie allenfalls eine Notbetreuung anbieten. Das gilt auch, wenn ein Landkreis nach der Öffnung der Kitas wieder die 100er-Marke überschreitet.

Erneut aktualisierte Daten für den Landkreis Cloppenburg: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat die Infektionszahlen für den Landkreis abermals nach unten korrigiert - mitunter sogar deutlich. So hatte das NLGA am Freitag für den 9. März (Dienstag) noch eine Inzidenz von 153,5 angegeben. Nach der Aktualisierung liegt sie bei 146,5. Für den Landkreis Vechta gab es am Samstag keine Veränderungen der Datenlage der vergangenen 7 Tage.

Auswirkungen auf mögliche Lockerungen der Lockdown-Regeln haben diese Korrekturen aber nicht. Darauf weist die Landesbehörde ausdrücklich hin. Es gelte ausschließlich der tagesaktuelle Wert. Rückwirkend aktualisierte Daten spielen keine Rolle. Sie geben nur genauere Auskunft über das bekannte Infektionsgeschehen.

Das Oldenburger Münsterland bleibt auf der Inzidenz-Karte tiefrot

Neuer Überblick: Das NLGA veröffentlicht seit dieser Woche im täglichen Lagebericht eine Tabelle samt Inzidenzampel, die alle Werte der vergangenen Woche anzeigt. Im Oldenburger Münsterland bleiben die Werte - mit einem Ausreißer im Kreis Vechta - tiefrot.

Die Lage im Landkreis Cloppenburg: Die 7-Tagesinzidenz für den Landkreis Cloppenburg ist am Samstag (Stand 9 Uhr) weiter gesunken und liegt nun bei 115,4. Am Freitag lag die vom NLGA ermittelte Inzidenz noch bei 141,2. Der Wert ergibt sich aus 197 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen. In der Statistik führt die Landesbehörde 7659 Gesamtfälle seit Ausbruch der Pandemie. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum Vortag nicht verändert. 135 Menschen im Kreis Cloppenburg sind - die Zahl ist ebenfalls unverändert - bereits im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens zeigt die 7-Tage-Übersicht. 

Landkreis Cloppenburg:

  • Sonntag (7. März): 154,1
  • Montag (8. März): 151,2
  • Dienstag (9. März): 146,5
  • Mittwoch (10. März): 143,5
  • Donnerstag (11. März): 141,8
  • Freitag (12. März): 141,2
  • Samstag (13. März): 115,4

Die Lage im Landkreis Vechta: Die 7-Tagesinzidenz für den Landkreis Vechta pendelt sich deutlich oberhalb der 100er-Marke ein und liegt am Samstagmorgen bei 130,9. Das ist im landesweiten Vergleich der dritthöchste Wert. Die Berechnungen des NLGA basieren auf 187 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen. In der Statistik verzeichnet die Behörde einen Anstieg um 26 bei den Gesamtfällen.

Damit wurden im Kreisgebiet bisher 6021 Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die infolge einer Ansteckung verstorben sind, liegt unverändert bei 76. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens zeigt die 7-Tage-Übersicht.

Landkreis Vechta:

  • Sonntag (7. März): 111,3
  • Montag (8. März): 107,1
  • Dienstag (9. März): 106,4
  • Mittwoch (10. März): 94,5
  • Donnerstag (11. März): 116,2
  • Freitag (12. März): 126,7
  • Samstag (13. März): 130,9

Die Lage in den Nachbarkreisen:

  • Landkreis Osnabrück: 79,0
  • Landkreis Oldenburg: 48,9
  • Landkreis Diepholz: 58,5
  • Emsland: 82,3
  • Ammerland: 76,9
  • Landkreis Leer: 114,2

Neben dem Oldenburger Münsterland und dem Nachbarlandkreis Leer überschreiten die 100er-Inzidenz außerdem die Stadt Osnabrück (120,4), der Landkreis Wesermarsch (129,8), die Region Hannover (113,6), der Kreis Peine (151,3) und die kreisfreie Stadt Salzgitter (161,1). Die Inzidenz für das gesamte Land Niedersachsen liegt bei 74,7.

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