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Die CDU will Friesoythe sauberer machen

Mit "Müllcaching" und einem kurzen Draht zur Stadtreinigung wollen Jann Christian Hegewald und Lukas Reinken die unsachgemäße Müllentsorgung reduzieren.

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Müllsammler: Jann Christian Hegewald (links) und Lukas Reinken wollen die Friesoyther dazu animieren, weniger Müll achtlos wegzuwerfen. Foto: Stix

Müllsammler: Jann Christian Hegewald (links) und Lukas Reinken wollen die Friesoyther dazu animieren, weniger Müll achtlos wegzuwerfen. Foto: Stix

Mit "zivilgesellschaftlichen" Aktionen will die Friesoyther CDU gegen das ihrer Ansicht nach immer schlimmer werdende Müllproblem in der Stadt vorgehen. Ziel ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und so die spontane, oft gedankenlose, manchmal auch absichtliche Müllentsorgung im öffentlichen Raum zu reduzieren. "Es ist unsere Stadt, unser Müll, unsere Verantwortung", sagt der Friesoyther Ortsverbandsvorsitzende Jann Christian Hegewald.

Dabei sieht es, wenn man durch die Innenstadt als die "gute Stube" geht, erstmal gar nicht so schlimm aus. Hin und wieder ein Kaugummi, gelegentlich eine Zigarettenkippe, nichts was zum Stichwort Vermüllung passt. Hegewald und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Lukas Reinken können auf Nachfrage aber sofort diverse Orte nennen, an denen das Problem sichtbar werde. "Am Bahnhof etwa oder am Europaplatz sieht man ganz schnell, was wir meinen", sagt Hegewald. Und überquellende Mülleimer gebe es an vielen Orten, etwa im Umfeld der Fast-Food-Restaurants. Aber auch Grünflächen hat er im Blick, etwa den Fußwegbereich des Schwaneburger Weges. "Da lagen auch schon Autoreifen rum", erzählt er.

"In einer Stadt unserer Größenordnung muss man herumliegenden Müll nicht akzeptieren."Lukas Reinken

Im Wahlkampf und in Bürgergesprächen habe er immer wieder gehört, dass der herumliegende Müll schlimm sei, erzählt der Stadtverbandsvorsitzende Lukas Reinken. "Und ich finde, in einer Stadt unserer Größenordnung muss man herumliegenden Müll nicht akzeptieren", sagt er. "Verschmutzung ist nicht normal." Hegewald will sich an diesem Punkt auch gar nicht auf einen Vergleich mit anderen Städten einlassen. "Wir haben hier ein immer schlimmer werdendes Problem. Was anderswo ist, ist dabei egal."

Zu den Vorschlägen, die Reinken und Hegewald auf den Tisch legen, gehören mehr und größere Mülleimer ebenso wie häufigere Reinigungen. Beiden ist aber auch klar, dass damit das Problem nicht zu lösen ist, zumal, so Reinken, die Stadtreinigung nicht 24 Stunden am Tag unterwegs und überall gleichzeitig sein könne. Er wolle an diesem Punkt auch keinen Vorwurf in Richtung Stadtverwaltung erheben, sagt Hegewald. "Schuld sind die, die den Müll wegschmeißen."

Die fünf besten Müllsammler werden mit Stadtgutscheinen belohnt

Im Zentrum ihrer Aktion steht deshalb die Marketingkampagne "Friesoythe tickt sauber". Sie soll Menschen dazu mobilisieren, sich gemeinsam "für ein sauberes Friesoythe zu engagieren." Ein Element dabei ist das "Müllcaching" mit integriertem Wettbewerb, das zwei Mal im Jahr – am Umwelttag der Stadt und am letzten Samstag der Sommerferien – stattfinden soll. Statt "Schätze" wie beim Geochaching soll dabei Müll gesucht und gesammelt werden. Müllsäcke gibt die CDU aus, die fünf besten Müllsammler werden mit Stadtgutscheinen zu je 55 Euro belohnt. 

Das 2. Element ist die Mailadresse sauber@cdu-friesoythe.de. Dorthin kann man ab sofort Bilder von unsachgemäß entsorgtem Müll mit Standortangaben schicken. Die CDU will die eingesandten Fotos dann an den Bauhof weiterleiten. "Lasst uns mit der Friesoyther Stadtreinigung Hand in Hand für ein sauberes Friesoythe sorgen", heißt es dazu in dem Flyer, der in Kürze verteilt werden soll.

Ob die Kampagne erfolgreich sei, müsse man sehen, sagt Hegewald. "Wenn der Versuch nicht klappt, muss was anderes her. Und wenn jemand eine bessere Idee hat, machen wir das Bessere", versichert er. "Nichtstun ist jedenfalls keine Alternative."

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