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Die Botschaft von Jeremia hat es in sich

Die zweite Auflage „Laboratorium-Extrakt“ in der Dreifaltigkeitskirche war wieder gefragt. Alle verfügbaren Plätze waren belegt. Das Team würde gern mehr  anbieten.

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Auf Abstand: Alle 26 zu vergebenden Plätze waren besetzt. Foto: Martin Kröger

Auf Abstand: Alle 26 zu vergebenden Plätze waren besetzt. Foto: Martin Kröger

Unter dem Leitsatz „Egal wo du bist, Gott ist bei dir!“ fand in der Altenoyther Dreifaltigkeitskirche der zweite Gottesdienst in der Reihe „Laboratorium Extrakt“ statt. Die verfügbaren 26 Plätze waren komplett belegt. „Eine schöne Erfahrung“, meint Pastoralreferent Martin Kröger und fügt hinzu: „Wir würden gerne noch weitere Plätze anbieten, müssten aber deutliche Abstriche bei der Intensität in Kauf nehmen – aber wir arbeiten weiter an einer Lösung.“

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Schriftstelle aus Jeremia 29,1-14. Die ins Exil nach Babylon deportierte israelitische Oberschicht hadert mit ihrem Schicksal.

Die Botschaft, die Jeremia bringt, hat es in sich: Die Deportierten sollen sich in der Fremde beheimaten. Erst nach 70 Jahren – so der Brief – haben Sie die Aussicht, wieder nach Jerusalem zurückkehren zu können. Die deutliche Zusage der Rückkehr in das eigene Land enthält eine ebenso deutliche Ansage über die Dauer des Lebens in der Fremde.

Annette Jahn und Gabi Tepe, die den Gottesdienst gemeinsam leiteten, führten in das Thema ein. Zentral ist die Frage, welchen Ertrag der Text für die heutige Zeit bereit hält? „Die Frage, wie lange wir noch unter diesen veränderten Corona-Bedingungen leben müssen, stellen sich doch gegenwärtig viele Menschen“, stellt Gabi Tepe fest. „Auch wir sehnen uns, wie die Israeliten, zurück nach unserem alten, normalen Leben.“

"Auch in schwierigen Situationen das Beste daraus zu machen"

Im Text steht die Ermunterung, sich den veränderten Bedingungen anzupassen, sich einzurichten und das Beste daraus zu machen. „Sich nicht von falschen Propheten verwirren zu lassen, sondern zu beten für das Wohlergehen der Stadt und sich für den Frieden einzusetzen – all dies kann auch heute noch für uns eine gute Strategie sein“, fasst Annette Jahn die Botschaft des Briefes zusammen.

Unterstützt wurde diese Botschaft durch das virtuose Violinenspiel von Ruth Shaw. Neben dem Thema von „Schalom chaverim“ erklang die Melodie von „By the rivers of Babylon“ von Boney M. in Variationen, die immer wieder unterschiedliche Stimmungen hervorhoben und unterstrichen.

Zeitlich war das zweite „Laboratorium-Extrakt“ eine Punktlandung – genau 45 Minuten. „Wir freuen uns schon darauf, mit interessierten Menschen den nächsten Gottesdienst am 11. September zu feiern. Dann werden wir uns im Extrakt-Format mit dem Buch Hiob beschäftigen“, so Annette Jahn.


  • Info: Eine Anmeldung ist ab Freitag, 4. September, über Telefon 04496/9213230 möglich.

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