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Die Bokerner Clique sammelt Geldspenden für die Ukraine

Die Gruppe leistet seit 27 Jahren humanitäre Hilfe. Sie pflegt enge Kontakte und Freundschaften. Umso stärker bewegt die Ehrenamtlichen das Schicksal der Menschen in dem osteuropäischen Land.

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Große Gastfreundschaft: Im Dezember des vergangenen Jahres besuchten die Mitglieder der Bokerner Clique die Internatsschule in Saturzi. Sie wurden mit Musik und Tänzen empfangen.   Foto: Schulte

Große Gastfreundschaft: Im Dezember des vergangenen Jahres besuchten die Mitglieder der Bokerner Clique die Internatsschule in Saturzi. Sie wurden mit Musik und Tänzen empfangen.   Foto: Schulte

Seit 27 Jahren hat sich die Bokerner Clique der humanitären Unterstützung von Menschen in der Ukraine verschrieben. In dieser Zeit seien viele enge Kontakte geknüpft worden und Freundschaften entstanden, sagt Sprecher Otto Schulte.

Umso stärker bewegen die Ehrenamtlichen der Lohner Hilfsorganisation der Krieg und das Schicksal der Menschen. Schulte kündigt an: Sobald es möglich ist, werden Mitglieder der Bokerner Clique in das osteuropäische Land reisen, um vor Ort finanzielle Unterstützung zu geben.

Schulte und seinen Mitstreitern ist es wichtig, sich persönlich einzusetzen. "Wir könnten auch einfach Geld überweisen. Aber uns ist es wichtig, zu sehen, dass das Geld eins zu eins an den Stellen ankommt, an denen es dringend benötigt wird." Er zählt Kindergärten, Internatsschulen, die Caritas-Spes, die Organisation „Deutsche Minderheit in der Ukraine“ für den Bezirk in Lutzk und ganz besonders auch das Regionale Krankenhaus in Tortschyn auf.

Nach der Mittagsruhe im Kindergarten Sonnenschein in Saturzi wachen die Kinder auch dank der Spenden der Bokerner Clique mit glücklichen Gesichtern auf. Foto: SchulteNach der Mittagsruhe im Kindergarten Sonnenschein in Saturzi wachen die Kinder auch dank der Spenden der Bokerner Clique mit glücklichen Gesichtern auf. Foto: Schulte

Sachspenden werden nicht mehr gesammelt

Zu der Klinik in der Region Wolhynien in der Westukraine bestehen seit vielen Jahren enge Verbindungen. "Der medizinische Leiter und Chefarzt Andrey Konoval bittet uns regelmäßig um Unterstützung für sein Haus. Das wird nach diesem Krieg noch notwendiger sein", sagt Schulte.

Die Sammlung von Sachspenden hat die Gruppe zum Jahresende 2021 eingestellt. Schulte führte das Alter der Engagierten und damit verbundene körperliche und gesundheitliche Probleme als Grund für diesen Schritt an. "Dass wir keine Sachspenden mehr sammeln, hat auch weiterhin Gültigkeit", sagt Schulte.

Wichtigster Kontakt vor Ort ist die Caritas-Spes in Lutzk

1995 organisierten die Ehrenamtlichen der Bokerner Clique erstmals einen Transport in das osteuropäische Land. Insgesamt 11 Einrichtungen, Institutionen und Organisationen profitieren seitdem regelmäßig von der humanitären Hilfe aus Lohne. "Unser wichtigster Kontakt ist die Caritas-Spes in Lutzk", sagt Schulte. 

Der Lohner kennt zahlreiche Deutsch sprechende Ukrainer. Er erzählt, dass er regelmäßig Informationen aus dem Land erhalte. Der Krieg sei unerwartet und mit großer Intensität zu den Menschen gekommen. "Die Menschen sprechen mit uns über ihre großen Ängste und Panik." Schulte berichtet von Lebensmittelknappheit durch Hamsterkäufe und Umverteilungen an Soldaten und freiwillige Verteidigungskräfte.

Schulte ruft dazu auf, Geld an die Bokerner Clique zu spenden, damit möglichst bald vielen Ukrainern, vor allem armen Familien und Kindern, geholfen werde. Umso länger der Krieg andauere, desto dramatischer werde die Lage für die Menschen vor Ort. Schulte schließt deshalb nicht aus, dass die Bokerner Clique demnächst noch einmal einen gezielten Spendenaufruf für dringend benötigte Hilfsgüter startet.

  • Info: Wer die Bokerner Clique finanziell unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto der Hilfsorganisation bei der Volksbank Lohne-Mühlen tun – BAN: DE41 2806 2560 0050 7008 04, Stichwort: Ukrainehilfe.
Mit den Spendengeldern aus Lohne werden bei der Caritas-Spes in Lutzk Lebensmittel für Bedürftige gekauft.  Foto: SchulteMit den Spendengeldern aus Lohne werden bei der Caritas-Spes in Lutzk Lebensmittel für Bedürftige gekauft.  Foto: Schulte

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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