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Die Bienenretter ziehen Bilanz

Die Eheleute Meyer zu Höne hatten das von Paten unterstützte Projekt "Bienenfeld" im vergangenen Sommer angeschoben. Mit dem Ergebnis sind sie sehr zufrieden.

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Viele Paten halfen Brigitte und Clemens Meyer zu Höne ein Insektenparadies anzulegen. Fotos: Böckmann

Viele Paten halfen Brigitte und Clemens Meyer zu Höne ein Insektenparadies anzulegen. Fotos: Böckmann

Als Brigitte und Clemens Meyer zu Höne am vergangenen Mittwoch einen Ausflug auf ihr "Bienenfeld" unternehmen, macht sich bei dem Ehepaar aus Höne ein gutes Gefühl breit. Rund ein Jahr lang hatte es Zeit in sein  Bienenfeld-Projekt investiert, hatte mögliche Paten kontaktiert und auch ein wenig Geld investiert. Nun stehen die Eheleute an ihrer fast 3,5 Hektar großen Fläche in Höne an der Grenze zu Carum und Gut Lage und sind begeistert.

Denn nachdem Landwirt Clemens Meyer zu Höne Ende April die Ackerfläche mit 40 verschiedenen Bienen-freundlichen Blühmischungen besät hatte, zeigen sich direkt an der Brücke über die Aue erste Erfolge: Das erste Bienenfeld blüht und wächst, die Wildbienen summen und die Schmetterlinge fühlen sich ebenfalls wohl.

Es ist das erhoffte Paradies für Tiere und Pflanzen, das noch lila, aber bald - so die Hoffnung - kunterbunt blühen soll. Der Standort am Höner Ring ist aber auch ideal für Wanderer und Radfahrer, die an der Brücke Halt machen und sich entspannen wollen.

Das findet auch Brigitte Meyer zu Höne: "Es ist hier mega-schön, einfach herrlich, wir sind total begeistert", sagt sie und hebt auch die besondere ruhige Akustik der Fläche, abseits von Straßen und Lärm, dafür zwischen Wasser und Wald gelegen, hervor. Meyer zu Höne und ihr Mann hatten das Projekt im Sommer 2019 angeschoben.

Die Eheleute wollten mit ihrem Bienenfeld einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten auf Flächen, auf denen sie die Tierhaltung zugunsten von Blühflächen eingestellt haben. Diese sollen den Erhalt der Artenvielfalt und der Umwelt in der Region unterstützen. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sollen neuen Lebensraum finden, Pollen sammelnde Insekten sich wohlfühlen und ausreichend Nahrung finden.

Firmen und Privatleuten haben Patenschaft übernommen

Das Projekt funktioniert aber nur dank der Unterstützung von Firmen und Privatleuten, die eine Patenschaft von einem bis vier Jahre übernommen haben. Insgesamt 16 Paten beteiligen sich an dem Bienenfeld - darunter Kunststofffirmen, Banken, eine Batterienfirma, ein Personenzusammenschluss und die Stadt Dinklage. Die Mindestinvestition für eine der 2.000 Quadratmeter großen Flächen liegt bei 1.000 Euro im Jahr. Das Saatgut spendete der Dinklage Futtermittelhersteller Bröring.

"Der Aufwand hat sich echt gelohnt", ist Brigitte Meyer zu Höne erleichtert und bedankt sich mit ihrem Mann ausdrücklich bei den Spendern, für die es - sobald es Corona erlaubt - auch ein kleines Hoffest geben soll.

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