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Die älteste Kolpingsfamilie im Oldenburger Münsterland feiert 150. Jubiläum

Vor 150 Jahren ist in Damme der 1. Gesellenverein gegründet  worden. Das Jubiläum wurde mit einem Festgottesdienst mit Weihbischof Wilfried Theising in der St. Viktor-Kirche begangen.

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Adolph Kolping immer im Blick: Pfarrer Abraham Parappallil (von links), Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Heiner Zumdohme beim Festgottesdienst in der St.-Viktor-Kirche. Foto: Oevermann

Adolph Kolping immer im Blick: Pfarrer Abraham Parappallil (von links), Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Heiner Zumdohme beim Festgottesdienst in der St.-Viktor-Kirche. Foto: Oevermann

Maßgeblich prägten die zahlreichen Kolpingsfamilien in der Region mehr als ein Jahrhundert lang die südoldenburgische Gesellschaft – bis heute. Ihren Anfang nahm das Wirken Adolph Kolpings im Oldenburger Land in Damme. Vor 150 Jahren wurde dort die 1. Kolpingsfamilie gegründet. Mit einem Festgottesdienst in der St. Viktor-Kirche wurde das 150-jährige Bestehen am Sonntagvormittag ausgiebig gefeiert.

Theising erinnert an Wirken Adolph Kolpings

"Es freut mich sehr, dass ich das Jubiläum mit Ihnen heute feiern darf", sagte Weihbischof Wilfried Theising bei der Eröffnung des Gottesdienstes. Vieles habe in den letzten Wochen und Monaten nicht stattfinden können, umso schöner sei es, dass dieses Jubiläum im kleinen Rahmen gefeiert werden könne. Der Weihbischof erinnerte in seiner Predigt an das Wirken Adolph Kolpings, der stets die sozial Schwächeren im Blick hatte. Eine Aufgabe, die auch heute ebenso wichtig und notwendig sei.

Es sei faszinierend, dass sich im agrarisch geprägten Damme bereit 1871 der erste Gesellenverein gegründet habe. Schließlich habe sich erst nach und nach das Handwerk und die Industrie in der Region entwickelt. Bei all diesen Veränderungen hätten die Kolpinger stets eine bedeutende Rolle inne gehabt. "Was hat noch Bestand was vor 150 Jahren gegründet wurde?", fragte Theising. Dies zeige, dass sich die Kolpinger stets weiterentwickelt hätten und die Botschaft Kolpings in jede Zeit hineinpasse.

Der Diözesanvorsitzende Harold Ries überreicht Norbert Grafemeyer (rechts) ein Ehrendiplom zum 150-jährigen Bestehen. Foto: OevermannDer Diözesanvorsitzende Harold Ries überreicht Norbert Grafemeyer (rechts) ein Ehrendiplom zum 150-jährigen Bestehen. Foto: Oevermann

Zu den Gratulanten des besonderen Jubiläums gehörte auch der Präsident des Heimatbundes Oldenburger Münsterland, Stefan Schute. In seiner Festrede erinnerte auch er an das Wirken Adolph Kolpings, das trotz aller gesellschaftlichen und politischen Veränderungen noch heute von Bedeutung sei und eine Herausforderung für alle Kolpingsfamilien darstelle. "Die Idee Kolpings trägt noch immer Früchte", meinte auch der Vorsitzende des Kolping-Diözesanverbandes Münster, Harold Ries.

"Die Stimme für soziale Gerechtigkeit und christliche Werte sein – das ist unsere heutige Aufgabe."Gaby Kuipers, Vorsitzende des Kolpingwerks Land Oldenburg

Sehr zur Freude des Dammer Vorsitzenden Norbert Grafemeyer überreichte er im Anschluss an sein Grußwort der Dammer Kolpingsfamilie ein Ehrendiplom zum 150-jährigen Bestehen. "Die Stimme für soziale Gerechtigkeit und christliche Werte sein – das ist unsere heutige Aufgabe", sagte die Vorsitzende des Kolpingwerks Land Oldenburg, Gaby Kuipers, in ihrem Grußwort. Wie zu Lebenszeiten Kolpings befinde man sich nun in einer kirchlichen und gesellschaftlichen Umbruchphase. Diese positiv zu begleiten, sei keine Frage des Alters. "Es kommt auf das Zusammenwirken aller an", so Kuipers. Die Landesvorsitzende lobte die einstigen Gründer der Dammer Kolpingsfamilie für ihren Mut und ihre Weitsicht. Schließlich war Kolping erst 6 Jahre tot, als sich der 1. katholische Gesellenverein in Damme gründete. "Die Idee einer sozialen Gesellschaft war noch ganz frisch", so Kuipers.

Der scheidende Bürgermeister Gerd Muhle (CDU) hob ebenfalls das Vorreitertum der Dammer Kolpinger hervor. "Die Kolpingsfamilie Damme war die 1. im Oldenburger Münsterland, die das Wirken Kolpings aufgegriffen hat", so der Bürgermeister. Und dies gelte nicht nur für die Idee Kolpings. "Wir Dammer waren die Vorreiter. So war es vor 150 Jahren und so ist es in vielen Bereichen noch immer", meinte Muhle. Die Kolpingsfamilie Damme sei noch heute ein fester Bestandteil des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens, dies zu bewahren, sei die künftige gemeinsame Aufgabe.

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