Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Die 30. Molberger Sommerakademie steht im Zeichen des Friedens

Der Kunstprofessor Ivan Hutsul hat die diesjährige Sommerakademie des Heimatvereins Molbergen geleitet. Unter dem Thema "Baum des Lebens“ waren Kinder und Erwachsene aus der Ukraine eingeladen.

Artikel teilen:
Der „Baum des Lebens“: Der Heimatverein Molbergen hat Kinder und Erwachsene aus der Ukraine eingeladen, ihre Werke auszustellen und ein gemeinschaftliches Bild zu schaffen. Foto: Landwehr

Der „Baum des Lebens“: Der Heimatverein Molbergen hat Kinder und Erwachsene aus der Ukraine eingeladen, ihre Werke auszustellen und ein gemeinschaftliches Bild zu schaffen. Foto: Landwehr

Mit Leonard Cohens "Halleluja“ eröffneten Kinder aus der Ukraine die Abschlussveranstaltung der 30. Molberger Sommerakademie des Molberger Heimatvereins. Erneut hatten junge und ältere Künstler unter der Leitung des ukrainischen Kunstprofessors Ivan Hutsul 2 Wochen unter dem Thema "Der Baum des Lebens“ gemalt und ihren Fantasien freien Lauf gelassen. Trotzdem war es in diesem Jahr völlig anders. Denn es waren nur Kinder und Erwachsene, die aus der Ukraine geflüchtet waren, eingeladen. 50 Kinder und 10 Erwachsene waren gekommen und stellten nun ihre Werke aus. Traditionell hatten sie zusammen außerdem ein Gemeinschaftswerk gestaltet.

"Ohne die Initiative von Ivan Hutsul, der nun seit 29 Jahren regelmäßiger Molberger Gast ist, hätten wir die Sommerakademie nicht. Sie ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Molberger Sommerferien“, lobte Heimatvereinsvorsitzender Kurt Bussmann, der sich auch für die Unterstützung der Veranstaltung bei Nadja Kurz bedankte.

Gegenseitiges Verstehen: Mit der Malaktion konnten die Kinder und Erwachsenen aus der Ukraine ihre Gedanken zum Ausdruck bringen. Foto: LandwehrGegenseitiges Verstehen: Mit der Malaktion konnten die Kinder und Erwachsenen aus der Ukraine ihre Gedanken zum Ausdruck bringen. Foto: Landwehr

Nach der musikalischen Eröffnung durch ukrainische Kinder, die sich nach der Melodie von Leonard Cohens "Halleluja“ gesanglich für alles bedankten, was ihnen gegeben wurde, und dazu aufriefen, denen zu verzeihen, die Böses tun, enthüllte Christoph Eilers (MdL) das Gemeinschaftswerk der kleinen und großen Künstler, das unter dem Motto "Kinderherzen, kleine Seelen brauchen Zuversicht“ stand.

"Es ist für Kinder besonders schwer zu verstehen, dass Menschen Kriege führen, sich töten für Land, Öl oder Ehre. Wir können nur wünschen, dass die Menschen zum Frieden zurückfinden.“ Die Sommerakademie sei besonders in dieser Zeit eine richtige Aktion zum gegenseitigen Verstehen. Eilers lobte die Initiative von Ivan Hutsul, aber auch die Qualität der Arbeiten. Molbergen sei mit begnadeten Künstlern reich gesegnet. Als besonders beeindruckend bezeichnete Eilers das Mottobild. "Hoffentlich findet die Gemeinde dafür einen würdigen Platz“, so der Politiker.

Heimatvereinsvorsitzender Kurt Bussmann hatte dann für die Kinder einen Eis-Gutschein und einen Gutschein für den Besuch des Mollibär-Parks mitgebracht. Vladten Portnikov, Theaterschauspieler und Regisseur aus Kiew, der mit Frau und Kind nun in Molbergen lebt, erzählte auf Ukrainisch lebendig, temperamentvoll und gestenreich zwei lustige ukrainische Geschichten, die dann von Nadja Kurz übersetzt wurden.

Verpassen Sie nichts von der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag. Wer regiert in den nächsten 5 Jahren? Wer zieht in den Landtag in Hannover ein?  Alle Ergebnisse aus allen Wahlkreisen und den Städten und Gemeinden im OM finden Sie auf unserer Themenseite, inklusive Liveticker. 

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Die 30. Molberger Sommerakademie steht im Zeichen des Friedens - OM online