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Dicke Anklage, dünne Beweislage: Duo aus dem Saterland kommt glimpflich davon

Die Angeklagten sollten sich wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels und Geldfälschung vor Gericht verantworten. Hinter Gitter müssen sie nicht.

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Symbolfoto: Vorwerk

Symbolfoto: Vorwerk

Glimpflich davongekommen sind zwei Männer aus der Gemeinde Saterland (30 und 29 Jahre alt), die sich vor dem Cloppenburger Amtsgericht wegen gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Rauschgift in nicht geringer Menge und wegen Geldfälschung verantworten mussten. Am Ende der Beweisaufnahme wurde der ältere Angeklagte wegen Drogenbesitzes zu 6 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, der jüngere Angeklagte wurde freigesprochen.

Im Zuge von Ermittlungen gegen eine größere Drogenbande waren auch die beiden Saterländer ins Visier der Polizei geraten. Bei dem 30-Jährigen fand eine Hausdurchsuchung statt. Dabei wurden Drogen gefunden: 150 Gramm Marihuana in einer Plastiktüte und 10 Gramm Marihuana in einer Kommode. Dass der 30-Jährige mit dem Rauschgift Handel getrieben haben könnte, wie ursprünglich angeklagt, ließ sich aber nicht feststellen.

Die Drogen seien für den Eigenbedarf bestimmt gewesen, so der 30-Jährige im Verfahren. Das war ihm auch nicht zu widerlegen. Nichts wies auf ein Drogengeschäft hin: kein Verpackungsmaterial, keine Feinwaage oder andere Utensilien, die man für den Rauschgifthandel benötigt. Und weil der Angeklagte nicht vorbestraft ist, wurde er nur wegen Drogenbesitzes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Dem Mitangeklagten wurde zunächst vorgeworfen, für die größere Drogenbande eine Kurier-Fahrt nach Bremen durchgeführt zu haben. Es sollten größere Mengen Rauschgift besorgt werden. Weil die Polizei die Bande bereits observierte, kam es dazu aber nicht mehr. Das Auto, das der 29-Jährige fuhr, wurde kontrolliert. Zwar wurden keine Drogen gefunden, dafür aber Falschgeld (13 falsche 50-Euro-Scheine).

Der 29-Jährige konnte im Verfahren indes versichern, weder von dem Falschgeld noch von einer Beschaffungsfahrt etwas gewusst zu haben. Er sei lediglich gefragt worden, ob er eine Fahrt nach Bremen unternehmen könne. Die anderen hätten keinen Führerschein gehabt. Er habe sich dabei nichts gedacht. Gegenteiliges konnte dann nicht festgestellt werden, sodass der 29-Jährige freigesprochen wurde.

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