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Diakon Holger Meyer feiert sein silbernes Weihejubiläum

Die Festmesse ist am Samstag (20. November) in Molbergen. Der gebürtige Osnabrücker engagiert sich auch seit 20 Jahren als Gehörlosenseelsorger.

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Mit einer Festmesse am Samstag (20. November) wird das 25-jährige Diakonatsjubiläum von Holger Meyer zelebriert. Foto: Heinzel

Mit einer Festmesse am Samstag (20. November) wird das 25-jährige Diakonatsjubiläum von Holger Meyer zelebriert. Foto: Heinzel

Journalist wollte er werden, Ordensbruder wurde er beinahe und nun ist er bereits seit 34 Jahren im kirchlichen Dienst. 25 Jahre davon als ständiger Diakon. Die Rede ist von Holger Meyer. Der 60-Jährige erlebte seine Diakonweihe am 17. November 1996 im Dom zu Münster. Das Jubiläum wird am Samstag (20. November) mit einem Festgottesdienst um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Molbergen zelebriert. Anschließend gibt es einen Empfang im neuen Pfarrheimsaal. Teilnehmer sollten sich im Pfarrbüro (Telefon 04475 346) anmelden.

Der gebürtige Osnabrücker ist mit Herz und Leidenschaft Seelsorger. Er hat sich in der Internetseelsorge engagiert, war in der Notfallseelsorge aktiv und ist seit 20 Jahren Gehörlosenseelsorger. 

Früh habe er sich in seiner Kirchengemeinde im Osnabrücker Stadtteil Schinkel engagiert, sei Messdiener gewesen, Lektor, Gruppenleiter und im Pfarrgemeinderat. Zehn Jahre habe er zudem für  Jugendzeitung „Kreuzfeuer“ geschrieben. Rückblickend sagt Holger Meyer: „Wir waren ziemlich kritisch und revolutionär.“ 

Der Plan damals: Journalist werden. Er habe für verschiedene Zeitung gearbeitet, erzählt Meyer. Dann allerdings, nach dem Zivildienst, habe er Sozialwissenschaften an der Uni Osnabrück studiert. Der spätere Diplom-Sozialwirt engagierte sich bereits während seiner Studienzeit bei den Salesianern Don Boscos. Ihn habe die Jugendarbeit des Ordens fasziniert. Daher habe er mehrere Jahre in der Jugendbildungsstätte in Calhorn gearbeitet. Und: Er sei Ordensmitglied geworden. Dann allerdings habe er feststellen müssen, dass diese Lebensform nicht zu ihm passe. 

Holger Meyer betreut seit zehn Jahren die Monatszeitschrift für Gehörlose epheta. Foto: HeinzelHolger Meyer betreut seit zehn Jahren die Monatszeitschrift für Gehörlose "epheta". Foto: Heinzel

So ganz ohne Kirche ging es ebenso wenig wie ohne Journalismus. 1988 begann Meyer in Holdorf seine Ausbildung zum Pastoralreferenten.  Anschließend war er als erster Laie Stadtjugendseelsorger in Cloppenburg. Über Cappeln kam er 2011 nach Molbergen. Letzteres hing mit seiner Entscheidung zusammen, die Redaktion der Monatszeitschrift für Gehörlose „epheta“ zu übernehmen. Bereits 2001 habe er die Nachfolge von Kunibert Busenhagen in der Gehörlosenseelsorge angetreten, sagt Meyer. „Ich sah das damals als einen Bereich an, in dem ich eigenständig etwas aufbauen kann.“ Was er dann auch tat.

Mit einer halben Stelle kümmert er sich nun um den Bereich Gehörlosenseelsorge und die Publikation "epheta". Daneben betreut Meyer in der Gemeinde St. Johannes Baptist einzelne Gruppen wie die Messdiener, die Senioren oder den Trauerbesuchsdienst. Zudem übernimmt er die Seelsorge im Demenzzentrum sowie zahlreiche weitere Aufgaben.

„Ich habe meine Entscheidung für die Kirche nicht bereut. Aber ich habe schon in den letzten Jahren mit meiner Kirche zu kämpfen gehabt“, sagt Holger Meyer mit Blick auf die ganze Missbrauchsthematik. Das betreffe die Institution, nicht aber die Seelsorge. Daran habe er nie Zweifel gehabt. Menschen zu helfen, das sei seine Aufgabe.

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