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Deutschland 2031 – ein Blick in die Zukunft

Kolumne: Das Leben als Ernstfall – Wie sieht die Welt in der Bundesrepublik in 10 Jahren aus? Der Autor wagt eine Vorausschau.

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"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen", befand einst Ex-Kanzler Helmut Schmidt. Nun, trotz aller Risiken und Nebenwirkungen wage ich dennoch am Jahresanfang eine kleine Zukunftsschau in die nächste Dekade. Wie sieht‘s in Deutschland 2031 aus? Ein Blick in die Glaskugel:

Friedrich Merz sorgt auch 2031 für Aufsehen

Das Hoffen auf einen dauerhaft wirksamen Corona-Impfstoff geht weiter … sorry... kleiner Scherz. Der ist natürlich längst gefunden. Aber Querdenkertum und Verschwörungstheorien der vergangenen 10 Jahre haben Spuren hinterlassen – europaweit. In Italien zum Beispiel hat das Unternehmen Borsalino seine Produktion komplett auf Aluhüte umgestellt. Im Ranking der beliebtesten Jungen-Vornamen in Deutschland verteidigen Attila und Xavier ihre Spitzenpositionen. Bei den Mädchen rangiert weiter Siri vor Alexa auf Platz 1. Danach folgt Jana (aus Kassel).

In der Regierung sorgt Bundeskanzler Friedrich Merz (Die Linke) mit einer Personalie für Aufsehen, als er Greta Thunberg, CEO des russischen Energiekonzerns Gazprom, als Wirtschaftsministerin und Nachfolgerin von Kevin Kühnert (CSU) vorschlägt. Der Ex-Sozi war über eine Bestechungsaffäre gestolpert. An der Diskussion, ob eine Ausländerin überhaupt in einem deutschen Kabinett sitzen darf, droht die Koalition mit der Mutterpartei aus Bayern zu zerbrechen. Alle Hoffnungen ruhen auf einem Vermittlungsgespräch unter der Leitung von Friedensnobelpreisträger Viktor Orbán. Währenddessen hat Bernd Höcke der AfD abgeschworen und reüssiert als Autor eines Fachbuchs über alternative Heilmethoden bei Muskelbeschwerden. Titel: "Mein Krampf". Und als Flügelstürmer bei den Alten Herren von Rot-Weiß Erfurt. Auf der rechten Außenbahn.

"In Erinnerung bleibt außerdem der 4:3-Sieg von Viertligist Schalke 04 im DFB-Pokalfinale gegen Vizemeister RW Essen."Florian Ferber, Redakteur

Und nun zum Spocht: Nach einer 0:4-Heimniederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Gibraltar – kommentiert von Béla Réthy aus einem Alten- und Pflegeheim am Mainzer Lerchenberg – sorgt Nationalkeeper Manuel Neuer, mit 2 Fehlern maßgeblich an der historischen Pleite beteiligt, für einen Eklat vor laufender TV-Kamera. Auf die Reporterfrage, ob er nun einen Rücktritt vor der nächsten EM definitiv ausschließe, fährt der 45-Jährige seinen Reklamier-Arm aus. Kein Abseits, Volltreffer. Katrin Müller-Hohenstein geht sofort k.o. Rückendeckung bekommt Neuer tags darauf von Bundestrainer Jogi Löw. In Erinnerung bleibt außerdem der 4:3-Sieg von Viertligist Schalke 04 im DFB-Pokalfinale gegen Vizemeister RW Essen. Dessen Top-Stürmer Simon Engelmann gelingt diesmal nur ein Hattrick.

Des Weiteren tobt 2031 an der Abo-Front ein erbarmungsloser Streaming-Krieg. Netflixianer, Disney Pluser und Amazon Primer stehen sich unversöhnlich gegenüber. Viele Fernsehsender sehen nur in der Fusion und Bündelung von Ressourcen eine Überlebenschance angesichts der übermächtigen Unterhaltungskonkurrenz aus dem Netz. Besonders die Zusammenarbeit von arte und RTL2 trägt dabei Früchte und sorgt für stabile Einschaltquoten. Das Programm, in dem sich "Frauentausch" und kaukasische Beziehungsdramen, "Hartz und herzlich" und mit Laiendarstellern gedrehte Existentialismus-Tragödien aus der Sahelzone abwechseln, kommt beim Publikum an. Die verbliebenen Kinogänger fiebern derweil "Star Wars: Episode XXV" entgegen. Und "Avatar 2".

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