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Deutsch-Yezidischer Kulturverein feiert sein Neujahrsfest

Die erste größere Veranstaltung der Cloppenburger Gemeinde seit Beginn der Pandemie war gut besucht. Gemeinsam wurde gebetet, gesungen und getanzt.

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Yezidisches Neujahrsfest: Auch einige Kinder hatten zur Feier einen Auftritt vorbereitet. Foto: Hermes

Yezidisches Neujahrsfest: Auch einige Kinder hatten zur Feier einen Auftritt vorbereitet. Foto: Hermes

Sein Neujahrsfest hat der Deutsch-Yezidische Kulturverein in Cloppenburg in dieser Woche gefeiert. Es ist eine der wichtigsten Feiern innerhalb der Gemeinde, rund 300 Besucher kamen zu der ersten größeren Veranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie. Gefeiert wird jeweils immer am ersten Mittwoch des julianischen April.

"Wir hatten natürlich auch nur wenig persönlichen Kontakt in den vergangenen 2 Jahren, jetzt freuen sich alle umso mehr auf das Wiedersehen", berichtet Lokman Koyun, der als Vorstandsmitglied und Moderator durch den Nachmittag führte. Man spürte bei dieser Veranstaltung gleich, wie wichtig den Teilnehmern die Gemeinschaft ist und wie herzlich die Familien miteinander umgehen. Es habe während der Pandemie zwar kleinere Treffen unter Einhaltung der Verordnungen und Hygienemaßnahmen gegeben, dies könne die größeren Feste aber nicht ersetzen.

Lokman Koyun führte durch das Programm. Foto: HermesLokman Koyun führte durch das Programm. Foto: Hermes

Die Besucher bringen etwas zu essen mit, gemeinsam wird außerdem gebetet, gesungen und getanzt. Unter anderem hatte dieses Mal auch die Kindergruppe einen kleinen Auftritt vorbereitet. "Wir Yeziden glauben, dass Tawisi Melek an diesem Tag zum ersten Mal zur Erde kam und seine Pfaufarben in der ganzen Welt verbreitete", hieß es in der Einladung.

Bereits im Vorfeld haben einige Familien gemeinsam gespeist, um der Verstorbenen zu gedenken. Einige richten an diesem Tag ihre Hauseingänge mit Blumenschmuck her, zudem färben oder bemalen sie Eier mit bunten Farben. Dies soll unter anderem daran erinnern, dass einst der Erzengel Tawasi Melek die Erde für die Menschen geschmückt hat. Sinn des Festes ist es außerdem, den Himmelsboten um Beistand, Schutz und eine ertragreiche Ernte zu bitten.

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