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Deshalb wächst der Unmut an der  Emsstraße in Galgenmoor

Die Bewohner des Cloppenburger Ortsteil haben auf ihrer Ortschaftsversammlung einen Forderungskatalog formuliert. Ein wichtiger Punkt ist der Verkehr.

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Der Vorstand des Ortsvereins Galgenmoor um den Vorsitzenden Ansgar Meyer (links) wurde im Amt bestätigt. Neuer Kassenprüfer ist Dennis Klaus (rechts). Es fehlen Walter Ostendorf und Bernd Gröneweg. Foto: Verein

Der Vorstand des Ortsvereins Galgenmoor um den Vorsitzenden Ansgar Meyer (links) wurde im Amt bestätigt. Neuer Kassenprüfer ist Dennis Klaus (rechts). Es fehlen Walter Ostendorf und Bernd Gröneweg. Foto: Verein

Die Bewohner der Ortschaft Galgenmoor blicken derzeit recht kritisch auf ihren Ortsteil. Vor allem die verkehrliche Situation war auf der jüngsten Hauptversammlung des Ortsvereins engagiert diskutiertes Thema. Die Ortschaftsversammlung war jetzt zum ersten Mal nach 2-jähriger Corona-Unterbrechung wieder im Haus Ketteler zusammengekommen. Dabei zeigten sich die Anwesenden mit der Arbeit des Vorstandes sehr zufrieden. Alle Amtsträger um den Vorsitzenden Ansgar Meyer wurden einstimmig auf ein oder 2 Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Im Zentrum des Rechenschaftsberichtes von Meyer standen die coronabedingten Absagen der Adventsidylle am Galgenmoor-See sowie der adventlichen Seniorenfeier der Ortschaft. Beide Veranstaltungen werden vom Ortsverein durchgeführt. Sie sollen in diesem Jahr wieder stattfinden. Da die Corona-Situation derzeit aber nicht vorhersehbar ist, wird die Adventsidylle in einer abgespeckten Version geplant. Auf den Hüttenaufbau soll verzichtet werden, der Adventskranz auf dem See wird jedoch wie gewohnt am 1. Adventssonntag (27. November) entzündet und den stimmungsvollen Hintergrund für eine adventliche Feier bieten.

Gewohnte Veranstaltungen wie Adventsidylle und Seniorenfeier sollen wieder stattfinden

Die im vergangenen Jahr erstmals an jedem Mittwoch im Advent veranstalteten Impulse am Seeportal werden wieder angeboten. Angedacht ist in diesem Rahmen oder an einem der Adventssonntage ein sogenanntes "Rudelsingen".

Zur Seniorenfeier wird für den 10. Dezember, dem Samstag vor dem 3. Advent, eingeladen. Für die musikalische Begleitung dieses Festes wird die Vahrener Dorfkapelle sorgen.

Dank der Hilfe von Sponsoren konnte der Ortsverein das mit Reet eingedeckte Dach des Portals am See sowie die Hinweistafel des Heimatvereins Cloppenburg erneuern.

Der Ortsverein hatte sich mit einem eindrucksvoll gestalteten Stand – es war unter anderem eigens das Willkommensschild des Portals herangeschafft worden – auch am Treffen der heimatlich orientierten Vereine und Gruppierungen in der Stadt Cloppenburg Anfang Juni im Museumsdorf beteiligt. Dieses hatte der Heimatverein im Rahmen seiner "nachgeholten" 100-Jahr-Feier organisiert.

Im Museumsdorf: Der Ortsverein hatte für seinen Stand unter anderem das Willkommensschild vom Galgenmoor-Portal am Göpel angebacht. Foto: KühnIm Museumsdorf: Der Ortsverein hatte für seinen Stand unter anderem das Willkommensschild vom Galgenmoor-Portal am Göpel angebacht. Foto: Kühn

Die Ortschaftsversammlung ist immer auch der Ort für Kritik und Anregungen der Bewohner in Richtung Politik und Verwaltung. Ein großes Ärgernis ist die Verkehrssituation an einigen Brennpunkten in der Ortschaft. So hat sich die Emsstraße zu einer Strecke für Raser entwickelt. Autofahrer scheren sich nicht um innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. Da sich an der Straße die viel genutzte Sportanlage von Blau-Weiß Galgenmoor und der neue Kindergarten Weltentdecker befinden, fragten Anwohner, ob hier erst etwas passieren müsse, bevor die Verwaltung mit der Einführung rigider Geschwindigkeitsbegrenzungsmaßnahmen beginnt.

Bewohner fordern bei Neubautengenehmigungen stärkere Beachtung der Siedlungsstrukturen

Dringend muss auch an der Änderung des Schulbusverkehrs im Galgenmoor gearbeitet werden. Der Bereich der Bodenseestraße müsse mit einer neuen Haltestelle ausgestattet werden, um die sich durch das Zentrum der Ortschaft windenden Busse herauszuhalten, lautete eine Forderung. Ausreichend Platz für eine großzügige Lösung wäre durchaus vorhanden.

Anwohner aus dem Pastorenbusch fordern von den städtischen Planern eine stärkere Beachtung des vor einigen Jahren im Stadtrat entworfenen städtischen Entwicklungskonzeptes. Weite Teile des Galgenmoors sind in diesem Konzept für maximal eine Ein- oder Zweifamilienhausbebauung vorgesehen. Das müsse auch so bleiben. In diesem Zusammenhang sei es unverständlich, dass es der Stadtrat nicht geschafft habe, bei der Priorisierung der Neuabfassung von Bebauungsplänen im Stadtgebiet nicht einen der zum Teil aus den 1960er-Jahren stammenden Bebauungspläne im Galgenmoor in die unmittelbare Umsetzung aufzunehmen.

Ratsvertreter waren nicht zur Versammlung gekommen. Ortsvorsteherin Christine Dickerhoff versprach, die Forderungen aus dem Treffen in Verwaltung und Stadtrat zu tragen.

Bei den Wahlen wurden Meyer als Vorsitzender, mit Martin Ostendorf und Roland Kühn seine Stellvertreter, Kerstin Raker als Schriftführerin und Hermann Wilmes als Kassenwart bestätigt. Als Kassenprüfer folgt Dennis Klaus auf Christian Limp, Klaus Ahlers amtiert ein weiteres Jahr. Dem Vorstand beigeordnet sind Walter Ostendorf als Leiter der Arbeitsgemeinschaft Galgenmoor-See, Bernd Gröneweg als Chronist der Ortschaft sowie Ortsvorsteherin Dickerhoff.

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