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Der Trenkampsbach ist jetzt neu geschwungen

Die Mitarbeiter der Hase-Wasseracht haben dem Gewässer in Dinklage einen neuen Verlauf gegeben. Der nördliche Uferbereich des Gewässers wurde durch Abgrabungen zu einer Sekundäraue umgeformt.

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Bei der Arbeit: Die Mitarbeiter der Hase-Wasseracht (von links) Ulrich Vaske, Klaas Schiplage und Arno Scheper sorgten für die Umsetzung der Auenentwicklung am Trenkampsbach. Foto: Westermann

Bei der Arbeit: Die Mitarbeiter der Hase-Wasseracht (von links) Ulrich Vaske, Klaas Schiplage und Arno Scheper sorgten für die Umsetzung der Auenentwicklung am Trenkampsbach. Foto: Westermann

Die Stadt Dinklage gestaltet mithilfe der Hase-Wasseracht das Verbandsgewässer Trenkampsbach um. Diese Umgestaltung erfolgt zugunsten der Gewässerökologie und zur Schaffung von sogenannten Hochwasser-Retentionsräumen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Dinklager Rathaus. Die Planungen für die Umgestaltung hat das Ingenieurbüro Nordlohne & Bechly aus Lohne vorgenommen.

Die Arbeiten, die von der Hase-Wasseracht im Auftrage der Stadt Dinklage durchgeführt wurden, werden jetzt abgeschlossen. Mit den Maßnahmen leiste die Stadt Dinklage ihren Beitrag zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und realisiere damit gleichzeitig den Eingriffsausgleich für den Bebauungsplan Nummer 99 "Trenkampsbach", teilte die Pressestelle mit.

Im Rahmen der Maßnahmen wurde der nördliche Uferbereich des Gewässers durch Abgrabungen zu einer Sekundäraue umgeformt. Bei einer Sekundäraue handelt es sich um eine an ein renaturiertes Fließgewässer angrenzende Fläche, die dem Gewässer eine eigendynamische Entwicklung bietet.

Fließgeschwindigkeit hat wegen verbreiterter Sohle immer mehr abgenommen

Die vorhandene Sohle des Gewässers hat sich im Laufe der Jahre immer weiter verbreitert, sodass die Fließgeschwindigkeit im Gewässer abnahm. Durch Anpassung der Sohltiefe, des Gefälles und durch die Wiederherstellung der ursprünglichen Sohlenbreite von rund 2 Metern, wird die Fließgeschwindigkeit wieder erhöht und damit neue Sedimentablagerung reduziert. Ein Sedimentfang (punktuelle Gewässeraufweitung) wurde angelegt, um die noch verbleibenden Sandfrachten aufzufangen. Eine Vielzahl von Lebewesen zum Beispiel Fische oder Makrozoobenthos können in diesem Abschnitt neue Lebensräume finden.

"Auf rund 300 Metern wurde der bislang gradlinige Gewässerabschnitt durch eine teilweise Verlegung des Bachbetts leicht geschwungen und neu modelliert", teilte der Geschäftsführer der Hase-Wasseracht, Simon Kollhoff, mit. Dabei sei die Sohlenbreite angepasst und durch rund 50 bis 70 Zentimeter hohe mehrlagige Faschinen (Reisigbündel) die Böschung neu befestigt worden. "Die Uferbereiche wurden bis rund 70 Zentimeter über der Sollsohlenhöhe abgegraben und die Gewässerböschung nach Norden verlegt", sagt Anne Miosga vom Bauamt der Stadt Dinklage.

Die dadurch entstandene Sekundäraue in einer Breite von 5 bis 7 Metern sei darüber hinaus in Richtung des neuen Böschungsfußes um bis zu 15 Zentimetern vertieft worden, damit sich im Falle einer Überflutung der Aue das Sediment dort ablagern könne. Die Kosten betrugen insgesamt 54.000 Euro.

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