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Der Schlussmann macht Schluss: Herbert Kruse hört als Wanderwart der "Heißen Speiche" auf

Gemeinsam mit Leander Kuper bildete der 77-Jährige ein starkes Führungsduo. Der Lehmder will nun Jüngere in die Pflicht nehmen. Der Radwandergruppe des Heimatvereins bleibt er aber natürlich treu.

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Der Mann vom Ende des Pelotons: Während der Radtouren der "Heißen Speiche" fungierte Herbert Kruse als "Besenwagen" und sammelte die Zurückgebliebenen ein, damit alle ihr Reiseziel erreichten. Foto: Timphaus

Der Mann vom Ende des Pelotons: Während der Radtouren der "Heißen Speiche" fungierte Herbert Kruse als "Besenwagen" und sammelte die Zurückgebliebenen ein, damit alle ihr Reiseziel erreichten. Foto: Timphaus

Herbert Kruse macht Schluss: Der 77-Jährige gibt seinen Posten als Wanderwart der "Heißen Speiche" des Heimatvereins Steinfeld auf. Seit 2015 führte der Ehrenbürgermeister der Gemeinde die Radwandergruppe gemeinsam mit Leander Kuper, der sein Engagement fortsetzen möchte. Schon während der Generalversammlung des Heimatvereins am 26. November (Freitag) könnte möglicherweise ein Nachfolger für Kruse bestimmt werden.

Der Lehmder sagt: "Ich habe es gerne gemacht. Aber jetzt müssen Jüngere ran." Gleichzeitig kündigt er an, weiterhin bei der "Heißen Speiche" aktiv bleiben zu wollen – nur eben nicht in vorderster Front.

Wobei: Während der Radtouren war Kruse nie an der Spitze des Pelotons anzutreffen. Diese Aufgabe oblag "Navigator" Kuper. "Es ist bewundernswert, wie gut sich Leander auskennt, nicht nur im Landkreis Vechta." Ob im Münsterland oder den Niederlanden, im Wangerland oder am Rhein: Der Schemder habe stets noch einen reizvollen Schlenker oder einen Schleichweg in petto, merkt Kruse anerkennend an.

Kruse und Kuper loben die Disziplin der Teilnehmer

Gemeinsam bildeten Kruse und Kuper ein Duo, das sich gut ergänzte. Während Kuper die Routen vorbereitete, organisierte Kruse die Raststationen mit Kaffee und Kuchen, informierte die "Heiße Speiche"-Mitglieder und hielt den Kontakt zur Presse. Und er fungierte als "Besenwagen". "Als Schlussmann am Ende der Radgruppe habe er dafür Sorge getragen, dass alle Teilnehmer das Reiseziel erreichen. Dies sei manchmal durchaus herausfordernd gewesen, beschreibt Kruse die Aufgabe.

Die letzte Saison als Wanderwart hat Herbert Kruse erfolgreich über die Bühne gebracht. "Alles hat 100-prozentig funktioniert." Es seien keinerlei nennenswerte Pannen oder Unfälle zu verzeichnen gewesen, sagt er und lobt auch im Namen seines Mitstreiters Leander Kuper die Disziplin aller Teilnehmer. 

Ein Highlight 2021 war das kreisweite "Stadtradeln"

Insgesamt 481 Personen bewältigten während der elf Touren exakt 441 Kilometer. Das macht im Schnitt etwa 41 Kilometer pro Tour. Die E-Bike-Quote lag laut Kruse nahezu bei 100 Prozent, was auch daher gründet, dass der Großteil der Mitfahrer im Rentenalter ist.

Stolz ist Kruse auf die durchschnittlich 40 Teilnehmer pro Tour, davon etwa 35 "Dauergäste". Dies zeige die enge Verbindung der Radler mit der "Heißen Speiche". 

Ein besonderes Highlight für die Radwandergruppe war das 2021 im Landkreis Vechta erstmals durchgeführte "Stadtradeln". Bei der Aktion stellten die Steinfelder die Gruppe mit den kreisweit meisten gefahrenen Kilometern (27.455). "Heiße Speiche"-Dauerbrenner Fritz Niehues absolvierte davon allein 2033 Kilometer und war damit kreisweit der "Stadtradel"-König.

Im Ortskern gehören Radfahrer auf die Fahrbahn

Ebenfalls als wiederholenswert bewertet Kruse den Vortrag von Verkehrssicherheitsberater Thomas Stransky des Polizeikommissariates Vechta. Dieser habe während des Saisonabschlusses an der Lohgerberei einige wichtige Tipps und Hinweise unter anderem zur Fahrt in der Kolonne und dem richtigen Fahrverhalten im Steinfelder Ortskern gegeben. Denn: Fahrradfahrer dürfen rund um St. Johannes Baptist eigentlich nicht auf dem Gehweg fahren, sondern müssen die Fahrbahn nutzen. Bei einer Kontrolle können sonst 55 bis 100 Euro Bußgeld fällig werden.

  • Info: Die Generalversammlung des Heimatvereins Steinfeld findet am 26. November (Freitag) statt. Beginn ist um 19 Uhr in der Schankwirtschaft Overmeyer. Für das Kohlessen erhebt der Verein einen Kostenbeitrag von zehn Euro. Anmeldungen werden bei Stephan Honkomp, Wolfgang Sprehe, Josef von Lehmden oder Susanne von Lehmden erbeten.

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