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Der Runde Tisch Lohne möchte Kinder zu Integrationsbotschaftern ausbilden

Ehrenamtliche begleiten die jungen Teilnehmer nun auch nach dem Ende des Sprachcamps. So sollen Vertrauen aufgebaut und die Stärken gezielt gefördert werden.

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Startschuss: Suzan Aloso (von links), Goan Rashid, Vion Rashid, Shirin Aloso, Dr. Maria Bokern, Hendrin Aloso, Mohammed Sheky und Ali Aloso haben gemeinsam gebacken. Foto: Sommer

Startschuss: Suzan Aloso (von links), Goan Rashid, Vion Rashid, Shirin Aloso, Dr. Maria Bokern, Hendrin Aloso, Mohammed Sheky und Ali Aloso haben gemeinsam gebacken. Foto: Sommer

Der Runde Tisch für Integration und Völkerverständigung Lohne möchte mit seinem Sprachcamp einen neuen Weg der Integration einschlagen. Der Verein begleitet die teilnehmenden Kinder deshalb auch nach dem Camp weiter, um ihre Potenziale zu fördern.

Anfangs sollte das Sprachcamp einzig dazu dienen, die Deutschkenntnisse von zugewanderten Kinder zum Ende der Sommerferien zu stärken. "In den Ferien sprechen die Heranwachsenden ja mehrere Wochen vermehrt ihre Heimatsprache", sagt Kerstin Sommer, 2. Vorsitzende des Runden Tisches. Geplant war eigentlich, immer neue Gesichter im Sprachcamp zu begrüßen. Doch mit der Zeit hätten sich einige "Wiederholungstäter" eingefunden, sodass von einer Gruppe von 15 bis 20 Kindern die Ältesten bereits mehrfach teilgenommen hätten.

Durch den regelmäßigen Austausch taten sich ganz neue Möglichkeiten der Förderung auf. "Wir haben erkannt, welch integratives Potenzial in diesen Kindern liegt", sagt Sommer. "Mit anderen Worten, wir wollen sie auch nach Sprachcamp-Zeiten konstruktiv begleiten, um sie nicht zu verlieren, den Kontakt langfristig zu erhalten und sie zu Integrationsbotschaftern zu machen.“ Ein gemeinsamer Backtag bildete jüngst den Auftakt gemeinsamer Aktivitäten und gab den Startschuss für viele weitere Aktionen – darunter beispielsweise auch Ausflüge.

Kinder sollen Integrationsbotschafter werden

Der neue Ansatz soll sich unter anderem mit den Interessen der Kinder auseinandersetzen und sie beispielsweise in Sachen Berufsfindung beraten. "Wir wollen diese Kinder künftig möglichst engmaschig begleiten, das gewonnene Vertrauen ausbauen und ihre Stärken erkennen und bestärken", wünscht sich Sommer und verdeutlicht: "Wir brauchen diese Kinder, um ihr kreatives und zukunftsorientiertes Potenzial zu nutzen, denn wir haben nicht zuletzt einen akuten und extremen Fachkräftemangel."

So ist die 16-jährige Lana Sheky bereits mit 9 Jahren das erste Mal dabei gewesen und hilft mittlerweile tatkräftig bei der Organisation mit. Auch ihr Bruder Mohammed sowie Goan Rashid sind inzwischen auf dem Gymnasium und gehen ihren eigenen Weg. Sommer würde sich freuen, wenn sie Vorbilder für weitere Einwandererkinder werden. Die Lohnerin möchte gemeinsam mit dem Runden Tisch dazu beizutragen.

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