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Der Olgahafen in Dümmerlohausen soll umgestaltet werden

Der Dammer Planungs- und Umweltausschuss hat dem vorgestellten Entwurf für eine Modernisierung des Areals gebilligt. Es war nicht das einzige Thema, mit dem sich die Mitglieder befasst haben.

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Steht womöglich vor einer umfangreichen Modernisierung: Für den Olgahafen in Dümmerlohausen sollen Fördergelder im Rahmen der Dorferneuerung beantragt werden. Foto: Oevermann

Steht womöglich vor einer umfangreichen Modernisierung: Für den Olgahafen in Dümmerlohausen sollen Fördergelder im Rahmen der Dorferneuerung beantragt werden. Foto: Oevermann

Seit beinahe Jahrzehnten nahezu unverändert präsentiert sich der Olgahafen in Dümmerlohausen. Geht es nach dem Dammer Planungs- und Umweltausschuss, soll das Areal am Westufer des Dümmers in absehbarer Zukunft umfangreich modernisiert werden. Einen 1. Entwurf einer möglichen Umgestaltung des Olgahafens wertete der Fachausschuss kürzlich positiv.

Rund 930.000 Euro sind insgesamt veranschlagt 

Fördergelder aus der Dorferneuerung sollen bei der Finanzierung helfen. Rund 930.000 Euro sind insgesamt für die vorgestellten Umgestaltungsmaßnahmen veranschlagt. Bis zum 15. September kann beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg ein solcher Förderantrag gestellt werden. Bis zu 53 Prozent der Kosten könnten dann bezuschusst werden. Einstimmig votierten die Mitglieder des Fachausschusses dafür, einen solchen Antrag einzureichen. Diesem Votum muss der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag (20. Juli) im Saal Schomaker noch zustimmen.

"Wenn wir jetzt nicht die Chance im Rahmen der Dorferneuerung nutzen, stehen wir in einigen Jahren wieder alleine mit der Finanzierung da", meinte Bürgermeister Gerd Muhle (CDU). In den letzten Jahren habe es viele Konzepte für den Olgahafen gegeben, passiert sei jedoch nie etwas. Dies könne mithilfe der Fördergelder aus Hannover bald ein Ende haben. Aber: "Wir müssen uns klar darüber sein, dass das ein Millionenprojekt ist", so der Christdemokrat.

Unter anderem geplant: eine großzügige Promenade 

Zuvor hatte Stephanie Janning vom Planungsbüro IPW aus Wallenhorst einen 1. Entwurf einer möglichen Olgahafen-Umgestaltung vorgestellt. Für ihr Sanierungskonzept erhielt die Landschaftsarchitektin breite Zustimmung aus allen Fraktionen. Ihr Entwurf sieht unter anderem eine großzügige Promenade mit Wasserspielen, eine Sanierung des Hafenbereichs, eine Liegewiese und einen mehr zum Dümmer ausgerichteten Rundweg vor. Teilweise befinden sich diese Flächen auf dem Gemeindegebiet der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde.

Im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses kann auch das Areal zwischen Deichweg und Ufer bei dem Projekt mit einbezogen werden. Eine solche Vereinbarung wurde mit der Samtgemeinde und dem hierfür zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim bereits getroffen.


Standort- und Zentrenkonzept:

Ebenfalls gebilligt wurde das durch Katharina Staiger, Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA), präsentierte Standort- und Zentrenkonzept für die Stadt Damme. Das erstmals 2016 verabschiedete Konzept soll nach einer erfolgten Aktualisierung fortgeschrieben werden und als Handlungsleitlinie für den Einzelhandel in der Stadt gelten. Lediglich Heiko Bertelt (FDP) enthielt sich der Stimme.

Staiger lobte die guten Ausgangsbedingungen, das breit gefächerte Angebot und die insgesamt gute Versorgungsstruktur des Dammer Einzelhandels, welche an einigen Stellen jedoch nicht mehr "zeitgemäß" sei. Nicht ganz optimal sei zudem die große Ausdehnung der Innenstadt, die jedoch der Struktur der Stadt geschuldet sei. Im Teil des zentralen Versorgungsbereichs neu aufgenommen wurde der Bereich "Im Hofe". Dies sei aufgrund der Vorgaben des Landesraumordnungsprogramms aus Sicht des Landkreises Vechta eine zwingende Voraussetzung für die weiteren baulichen Planungen des Famila-Marktes.

Im westlichen Bereich Dammes werde sich durch das zukünftig neue Baugebiet "Westlich der Bahn" und der geplanten westlichen Umgehungsstraße ohnehin einiges ändern, wodurch der Famila-Markt eine quartiersnahe Versorgungsfunktion übernehmen werde. "Wir wollen Mittelzentrum werden. Daher müssen wir auch mittelzentral denken. Dafür bedarf es für mich eines attraktiven Famila", meinte Dammes Bürgermeister Gerd Muhle.


Energetische Klimaquartiere:

Einstimmig positiv bewertet wurden vom Fachausschuss zudem die Planungen Dammes, die Ortschaften Rüschendorf, Osterfeine, Dümmerlohausen, Klünenberg sowie Langenteilen als Energetische Klimaquartiere auszuweisen. Weitere vorbereitende Untersuchungen sollen unter der Beteiligung der Betroffenen nun eingeleitet werden.

Ziel dieser Quartierskonzepte ist es, zu ermitteln, welche Energieeinsparungs- und Energieeffizienzpotenziale sowie Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien in den 5 Orten bestehen. Brigitte Vorwerk vom Stadtbauplanungsbüro DSK-BIG berichtete in ihrem Vortrag von "einer hohen Mitwirkungsbereitschaft" in den östlichen Dammer Bauerschaften. Bürgermeister Gerd Muhle lobte das "sehr attraktive Konzept", das nach Möglichkeit in Zukunft auch auf andere Teile Dammes ausgeweitet werden soll.

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