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Der Nikolaus zieht mit Engeln und Kindern ins Museumsdorf

Auch für den Bischof von Myra gab es durch die Coronapandemie enorme Einschränkungen. Nach 2 Jahren konnte er aber endlich wieder nach Cloppenburg kommen, um die Kinder zu erfreuen.

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Karrenweise Geschenke: Die Engel verteilten etwa 300 Tüten an die Kinder im Museumsdorf. Foto: Dickerhoff

Karrenweise Geschenke: Die Engel verteilten etwa 300 Tüten an die Kinder im Museumsdorf. Foto: Dickerhoff

Der Straßenverkehr rund um den Kreisel am Pingel-Anton in Cloppenburg ist kein besonderes Vergnügen. Die Bauarbeiten an der Emsteker Straße tun da ihr Übriges. Aber wozu ist man denn einer der bekanntesten Heiligen, den die lateinische Kirche zu bieten hat? Da ist es selbstverständlich, dass freiwillige Helfer die Straßen absperren, um dem Nikolaus in seiner Kutsche freie Fahrt zu gewähren. Und zum Glück ist der Weg vom Amtsgericht im Stadtpark bis zum Museumsdorf auch überschaubar. Genau diese Strecke legten zahlreiche Kinder, viele mit Laternen, gemeinsam mit dem Nikolaus zurück. Auch mehrere Engel, groß und klein, begleiteten die Kutsche, die von zwei Pferden gezogen wurde.

Traditionell wird der Nikolauslaternenumzug jedes Jahr von der Roten Schule und dem Museumsdorf in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring veranstaltet. Aber in den vergangenen zwei Jahren mussten die Cloppenburger auf den Nikolaus verzichten. Wobei das nicht so ganz stimmt. 2021 hatte sich der ehrwürdige Bischof zumindest aus dem "Homeoffice" per Videobotschaft an die Kinder gewandt. An diesem Samstagabend war der Präsenzbesuch aber wieder möglich, was alle Anwesenden sichtlich freute. 

Um 17 Uhr trafen sich Kinder, Eltern, Engel und der Nikolaus vor dem Amtsgericht. Natürlich war auch Knecht Ruprecht mit dabei. Noch im Stadtpark gab es ein wenig Musik, sowohl vom Kinderchor der Gemeinde St. Marien aus Bethen als auch von der Feuerwehrkapelle. Mit Nikolaus- und Laternenumzugsliedern wurde für die richtige Stimmung gesorgt, bevor es dann los in Richtung des alten Eingangs des Museumsdorfes ging. Die Kinder mit ihren Laternen und den Eltern, Großeltern und Co. vorweg, der Nikolaus mit Gefolge in der Kutsche ganz hinten.

Nikolaus hatte eine Geschichte und eine süße Überraschung mitgebracht

Im Freilichtmuseum angekommen, traf der Nikolauslaternenumzug dann auf den Nikolausmarkt. Viele Menschen warteten auch schon hier vor Ort auf den Umzug und natürlich den Namensgeber beider Veranstaltungen. Auf der Hofanlage Quatmann wurde es noch einmal musikalisch, bevor der Nikolaus den Anwesenden eine Geschichte vorlas. Anschließend gab es Gelegenheit für die Kinder, Gedichte, Lieder oder einfach nur ihre persönlichen Anliegen vorzutragen. Nach dem üblichen Zögern kam dann doch einiges zusammen, von kurzen Gedichten über reine Zuneigungsbekundungen und Fragen bis hin zum frommen Vortrag des Kreuzzeichens. 

Wie es sich für einen Bischof gehört: Der Nikolaus kam im passenden Gewand, inklusive Mitra und Bischofsstab. Foto: DickerhoffWie es sich für einen Bischof gehört: Der Nikolaus kam im passenden Gewand, inklusive Mitra und Bischofsstab. Foto: Dickerhoff

Offensichtlich war der Nikolaus damit zufrieden. Denn als er sich von der Menge verabschiedete, ließ er immerhin 300 gepackte Tüten mit kleinen Leckereien zurück, die von den Engeln im Anschluss verteilt wurden. Darin befand sich unter anderem ein Schokoladen-Nikolaus – natürlich genau wie sein Vorbild mit Mitra und Bischofsstab und nicht im Weihnachtsmannkostüm. 

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