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Der Nachverdichtung im Bakumer Ortskern steht nichts mehr Weg

Mit dem Umzug der Gärtnerei Südkamp nach Elmelage entstehen an der Darener Straße mehrere Bauplätze. Der Gemeinderat beschäftigte sich zudem mit der öffentlichen Jugendhilfe.

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Symbolfoto: Archiv

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Die Mitglieder des Bakumer Gemeinderates beschäftigten sich in ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstagabend mit mehreren Bebauungsplänen. Da die Gärtnerei Südkamp von der Darener Straße nach Elmelage umzieht, werden 1, 5 Hektar frei für eine Wohn- und Mischbebauung. Nach derzeitigen Planungen stehen dort 12 Bauplätze im reinen Wohnbaugebiet und 5 Bauplätze entlang der Darener Straße im Mischgebiet zur Verfügung. Die Erschließung erfolgt über einen privaten Träger. Der Vertrag mit der Gemeinde sei mittlerweile geschlossen, ließ Bürgermeister Tobias Averbeck wissen.

Siegfried Böckmann bezeichnete das Vorhaben als "tolle Entwicklung" und man freue sich sehr, dass an der Stelle etwas passiere. Nicht jede Kommune habe in so einer zentralen Lage ein derartiges "Filetstück". Er finde es außerdem "klasse", dass es mit allen Beteiligten einvernehmlich gelaufen sei. Der Betrieb gehe daran nicht "kaputt", sondern könne sich an neuer Stelle weiterentwickeln. Auch Tobias Averbeck bestätigte, dass mit dem Bebauungsplan ein "städtebauliches Highlight" geschaffen wurde und bezeichnete das Projekt als großen Erfolg. Er freue sich bereits auf das Ergebnis und damit auf einen völlig neu definierten Eingangsbereich in Bakum.

So könnte es aussehen: Das städtebauliche Konzept der Gemeinde zu der Fläche (blau hinterlegt), die durch die Aussiedlung der Gärtnerei Südkamp frei wird. Unten verläuft die Darener Straße. Grafik: Gemeinde BakumSo könnte es aussehen: Das städtebauliche Konzept der Gemeinde zu der Fläche (blau hinterlegt), die durch die Aussiedlung der Gärtnerei Südkamp frei wird. Unten verläuft die Darener Straße. Grafik: Gemeinde Bakum

Die Gärtnerei Südkamp kann sich nach dem Beschluss des Rates dann in Elmelage, genauer gesagt nördlich der Straße Install, niederlassen. Dort ist ein circa 2,8 Hektar großes Mischgebiet ausgewiesen. Geplant ist seitens der Gärtnerei, dort ein Betriebsleiterwohnhaus mit einer Einliegerwohnung sowie eine Lager- und Maschinenhalle zu errichten. Die Erschließung erfolgt auch dort über einen privaten Träger, ein entsprechender Vertrag mit der Gemeinde sei geschlossen, sagte Averbeck. Christoph Eiken (CDU) erkundigte sich danach, wie viele Bauplätze dort noch geschaffen werden können. Averbeck erklärte, dass nach dem geltenden Erschließungsvertrag die Familie Südkamp noch einen Bauplatz an eine Tochter oder einen Sohn abgeben könne. Weitere Flächen seien vorerst gesperrt.

Schließlich stimmten die Ratsmitglieder noch der Änderung des Bebauungsplans "Loher Straße, Rosenbaumshof" zu. Dadurch soll der bestehende Siedlungscharakter mit Einfamilien- und Doppelhäusern geschützt werden. Die Geschossigkeit wurde beispielsweise auf maximal 2 begrenzt und die Trauf- und Firsthöhe auf 6,75 Meter beziehungsweise 9,5 Meter festgesetzt.

Landkreis beteiligt sich weiter an Kosten für Krippen und Kitas

Der Bakumer Gemeinderat hat sich zudem einstimmig dafür ausgesprochen, die Vereinbarung mit dem Landkreis Vechta bezüglich der öffentlichen Jugendhilfe für 5 Jahre zu verlängern. Hinsichtlich der Kostenbeteiligung haben sich einige Veränderungen ergeben, die in der Vereinbarung entsprechend angepasst wurden.

Die Vereinbarung gestaltet sich wie folgt: Der Landkreis beteiligt sich an Investitionskosten zur Schaffung von Kindergarten-, Krippen- und Großtagespflegeplätzen mit je bis zu 4400 Euro (bisher 3300 Euro ) für die Jahre 2021 bis 2023; mit bis zu 4500 Euro für die Jahre 2024 und 2025. Weiterhin sieht die Vereinbarung vor, dass sich der Landkreis an den jährlichen Betriebskosten der Regelkrippengruppe mit 21.000 Euro, der Ganztagskrippengruppe mit 27.000 Euro, der Kindergartenregelgruppe mit 33.000 Euro (bisher 21.000 Euro), der Kindergartenganztagsgruppe mit 41.000 Euro (bisher 27.000 Euro) beteiligt. Weiter verpflichtet sich der Landkreis für Kleingruppen einen jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe der Hälfte der Beträge der jeweiligen Gruppenarten zu gewähren.

Da die Gemeinde näher an den Einrichtungen dran sei als der Landkreis, sei es sinnvoll, der Vereinbarung zuzustimmen, sagte Siegfried Böckmann (SPD). Außerdem: „Da sind 2 Partner unterwegs.“ Der Landkreis und die jeweiligen Kommunen hätten seiner Ansicht nach nichts davon, sich gegenseitig über den Tisch zu ziehen. Damit bezog sich der Ratsherr auf die Diskussion zu dem Thema im Visbeker Gemeinderat, die er als „amüsant“ bezeichnete. Diese Diskussion müsse man in Bakum nicht führen.

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